Heutzutage kann man leicht ausblenden, dass die Welt noch andere Aufgaben hat als die Bekämpfung des Corona-Virus. Zu stark überschattet die nicht enden wollende Pandemie unser aller Leben. Trotzdem oder gerade deswegen sollten wir uns bewusst machen, dass das Virus andere existenzielle Probleme in den Hintergrund drängt, die unsere Aufmerksamkeit ebenso verdient haben.

Deshalb waren wir Mitarbeiter von Büromöbel Experte aufgerufen, drei Hilfsprojekte auszuwählen, die das Unternehmen mit einer Spende von jeweils 5.000 Euro unterstützt. Unsere Wahl fiel auf drei Initiativen, die benachteiligten Menschen helfen: einmal in tropischen Regionen weltweit, einmal in einer ganz konkreten Region im Südwesten von Tansania und einmal direkt hier vor Ort in Dresden.

Deworm the World

Das erste Projekt, das unsere – und auch eure – Hilfe verdient hat, ist die Initiative „Deworm the World“. Hier werden schulbasierte Entwurmungsprogramme in tropischen Regionen finanziert und durchgeführt. Die Krankheiten, die auf diese Weise extrem wirkungsvoll bekämpft werden können, gehören zu den sogenannten „vernachlässigten Tropenkrankheiten“, die besonders bei Menschen auftreten, die in extremer Armut leben. Durch ein – je nach Region halbjährliches oder jährliches – Verabreichen von Entwurmungspillen können Kinder wirksam geschützt werden, was ihnen nicht nur die Krankheiten selbst erspart, sondern auch dafür sorgt, dass sie regelmäßig zur Schule gehen können. Dadurch wiederum sinkt das Risiko, dass sie später aufgrund der Bildungseinbußen ein geringeres Einkommen erzielen.

Insgesamt sprechen viele Gründe für eine Unterstützung von „Deworm the World“. Die Entwurmungspillen sind verhältnismäßig kostengünstig: mit einem Euro kann einem Kind bereits ein Jahr lang geholfen werden. Hinzu kommt, dass sich die schulbasiert durchgeführten Programme nicht nur effizient organisieren lassen, sie erreichen zudem auch eine hohe Akzeptanz vor Ort. Spenden an „Deworm the World“ entfalten also eine weitreichende Wirkung und unterstützen bedürftige Menschen extrem effektiv.

Wenn Ihr euch noch genauer über die Initiative informieren oder selbst etwas spenden möchtet, könnt ihr das hier gerne tun.

„Brückenschlag Sachsen – Tanzania e.V.“

Das zweite Projekt, das wir für eine Spende ausgewählt haben, ist der „Brückenschlag Sachsen – Tanzania e.V.“. Im Gegensatz zum gerade vorgestellten Projekt handelt es sich hier um einen sehr kleinen Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, in der Region Mbinga im Südwesten von Tansania ganz konkrete Entwicklungshilfe durch Bildungsförderung zu leisten.

Der Verein wurde 2010 mit 16 Mitgliedern im sächsischen Nossen gegründet und verfolgt seitdem verschiedene Projekte in der Region Mbinga. Neben der Organisation von Englisch- und Computerkursen sowie der Vermittlung von Patenschaften für Waisenkinder werden vor allem Bauvorhaben mit Bildungshintergrund unterstützt. Zwei Projekte stehen kurz vor ihrem Abschluss: zum einen der Bau einer Grundschule in Utiri, die mit Unterstützung der Sächsischen Jugendstiftung neu errichtet werden konnte, zum anderen ein Internat für Kinder mit Albinismus in Mbinga. Der

Schutz von Kindern mit Albinismus ist ein wesentliches Anliegen sowohl der Diözese Mbinga als auch des BST-Vereins, da sie in Tansania oft Diskriminierung und Anfeindungen ausgesetzt sind. Es ist also besonders wichtig, für diese Kinder ein sicheres Umfeld zu schaffen, damit auch sie von einer soliden Bildung und einer möglichst unbeschwerten Kindheit profitieren können.

Wenn ihr mehr über den Verein wissen wollt oder seine Projekte mit einer Spende unterstützen möchtet, dann schaut euch gern die Webseite mit vielen weiteren Informationen zur Vereinsarbeit an.

„Sonnenstrahl e.V. Dresden – Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche“

Als letzte überaus unterstützenswerte Initiative haben wir uns dieses Jahr für den „Sonnenstrahl e.V. Dresden“ entschieden. Mit dieser Wahl bleiben wir also gewissermaßen zuhause und wollen unsere Spende denjenigen zukommen lassen, die Hilfsangebote für Familien mit krebskranken Kindern zur Verfügung stellen. Der „Sonnenstrahl e.V. Dresden“ ist einer von fast 100 Elternvereinen in Deutschland, die sich dieser Aufgabe widmen. Er arbeitet eng mit der onkologischen Kinderstation des Uniklinikums Dresden zusammen.

Die Hilfsangebote richten sich zunächst natürlich an die erkrankten Kinder und Jugendlichen selbst. Sie bekommen zum Beispiel die Möglichkeit, ihre Krankheit in einer Kunst- oder Musiktherapie künstlerisch-kreativ zu verarbeiten oder werden von einer Psychologin betreut. Aber auch Eltern und Geschwister erhalten Unterstützung. Für Eltern mit längeren Anfahrtswegen stehen 9 Zimmer in einem Elternhaus kostenlos zur Verfügung. Wöchentliche Treffen bieten Gelegenheit zum Austausch mit anderen Betroffenen. Ein monatlich organisierter „Geschwistertag“ gibt auch den Geschwistern der kranken Kinder die Möglichkeit, andere kennenzulernen, die in derselben Situation sind.

Aber auch wenn eine Krebstherapie überstanden ist, brauchen die betroffenen Familien oft noch Hilfe bei der psychischen Bewältigung der Erkrankung. Dafür bietet der Verein eine kostenlose Beratungsstelle, die auch von der Stadt Dresden gefördert wird. Einen weiteren Schwerpunkt in der Nachsorge bilden die Aktiv-Camps, in denen ehemalige kleine Patienten, auch gemeinsam mit ihren Geschwistern, ihre Stärken und Fähigkeiten neu entdecken können, um Ängste zu überwinden. Wer die Arbeit des Vereins „Sonnenstrahl“ unterstützen möchte, findet hier noch mehr Informationen über die vielfältigen Hilfsangebote und das Spendenkonto.

Sollte euch eins der hier vorgestellten Hilfsprojekte besonders überzeugt haben, würden wir uns sehr freuen, eure Unterstützung für die betreffende Initiative durch unseren kleinen Blogbeitrag gewonnen zu haben. In jedem Fall wünschen wir euch und euren Familien schon einmal frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!