On Tour: Hammerbacher Werk in der Slowakei

Bereits vor einem halben Jahr hat uns das Hammerbacher Team eingeladen, das Fertigungs-Werk der Tochterfirma Hammerbacher SK in der Slowakei zu besichtigen und den Produktionsprozess vom Einzelteil bis zum fertigen Produkt kennenzulernen.

Busfahrt in Richtung Slowakei
Die 9 stündige Busfahrt in Richtung Slowakei

Mit viel Vorfreude fuhren wir am 25.Mai 2016 gegen 7:00 Uhr früh mit einem Kleinbus in Richtung Hammerbacher-Werk in die Slowakei.

Vorbei an Prag und Bratislava ging es schließlich nach Tmače wo wir nach 9 stündiger Busfahrt eintrafen.

Dort begrüßte uns der Verkaufsleiter von Hammerbacher – Herr Böcker. Schon der erste Eindruck der Pension Lipa war sehr positiv, denn das Haus könnte man eher mit einem kleinen Hotel vergleichen.

Nachdem wir alle unsere Zimmer bezogen hatten sollte es auch schon Abendessen geben. Bereits kurze Zeit später kam das Essen. Die Fleischplatten, Soßen und Salate waren sehr lecker.

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Am nächsten Morgen ging es nach einem leckeren Frühstück 8:30 Uhr wieder mit unseren Kleinbus los. Nach einer halbstündigen Fahrt trafen wir um 9:00 Uhr am Eingang des Hammerbacher Werks in Pukanec ein und wurden von Herrn Borik – dem Geschäftsführer der Hammerbacher SK freundlich empfangen.

Schon von außen ist das riesige, rote Werk ein bemerkenswertes Gebäude. Drinnen angekommen, wirkte alles sehr ordentlich und sauber. Alles hatte seinen Platz, nichts lag herum.

Die erste Station auf unserer Besichtigung war die Werks-Kantine. Neben Fakten über Hammerbacher, gab es auch Informationen über die Entwicklung – vom kleinen flachen Hallen die eher einer kleinen Werkstatt glichen, bis zum jetzigen Werksgebäude – Eindrucksvoll wie das Werk gewachsen ist.

Danach wurden wir durch die Abteilungen der Halle geführt.

Es ging in das Spanplatten-Lager, das in nächster Zeit weiter aus- und umgebaut werden und dann auch als Zwischenlager für die Produktion dienen soll.

Effiziente Hochregale sollen hier in Kürze installiert werden, um die Lagerung noch übersichtlicher zu gestalten, wenngleich das derzeitige Lager-System auch effektiv ist. Denn sämtliche Platten sind genau beschriftet und ausgezeichnet. Das Lager bietet ausreichend Material, sodass selbst bei einen Lieferengpass die Produktion weiter laufen und die fertigen Möbel das Werk wie gewohnt verlassen können.

Der Zuschnitt der Spanplatten war unser nächster Halt. Auch hier fanden wir saubere und ordentliche Arbeitsplätze vor. Im Werk werden die Kanten der Spanplatten durch zwei Maschinen verleimt, was die Durchlaufszeit des Vorgangs halbiert. Weiter ging es zum Zuschnitt und der Beleimung von Sonderformen, wie Eck-  oder ovale Tische.

Als nächstes durften wir einen Blick auf den Metallzuschnitt werfen. Das war sehr interessant, denn die Hohlprofile wurden mit einem Laser bearbeitet. Bleche werden ausgestanzt und an einer anderen Maschine gefalzt und gebohrt.

In der Schweißerei befand sich ein Schweißroboter. Wir sahen zu, wie er einige Teile bearbeitete, dann wurde der Tisch automatisch gedreht und ein Mitarbeiter konnte die Teile entnehmen und einsortieren.

Natürlich befand sich der Roboter hinter einer Sicherheitswand, sodass keinem der Mitarbeiter oder uns etwas passieren konnte. Dank des Roboters kann eine hohe Stückzahl in kurzer Zeit bearbeitet werden. Alle einfachen Tischformen werden im Werk durch diesen Roboter geschweißt – alle anderen Tischformen werden noch per Hand geschweißt.

In der obere Etage der Fertigungshalle befindet sich die Station für die Pulverbeschichtung. Die Anlage wurde vor kurzem neu installiert.

Hier bestücken die Mitarbeiter die Förderschienen mit den Gestellen per Hand. Das ganze kann man sich wie eine Art Wäscheleine aus Metall vorstellen, an dem die Teile aufgehangen und automatisch zur Pulversprühkabine befördert werden.

In der Kabine wird jedes Teil von Robotern pulverbeschichtet. Danach durchlaufen alle Teile einen Ofen. Im weiteren Verlauf kühlt alles ab bevor alles wieder von Mitarbeitern fürsorglich abgenommen wird. Zukünftig soll noch eine weitere Beschichtungsanlage installiert werden.

Das besondere Highlight war die Verpackungsabteilung. Hier werden die eigenen Verpackungen selber hergestellt. Beispielsweise wird der Kantenschutz für die Möbelstücke von einer fleißigen Mitarbeiterin per Hand gefaltet. Eine Maschine wäre hier zu teuer, da sie nur für das Falten des Kantenschutzes konstruiert und gebaut werden müsste.

Die von Hammerbacher selbst konstruierte Maschine für die Zufuhr und den Zuschnitt der Verpackung war ein weiteres Highlight im Werk. Die Eigenkonstruktion ermöglicht es, beliebige Kartons in allen erdenklichen Größen blitzschnell herzustellen.

Die verpackten Möbel werden am Ende auf Paletten gestapelt und warten auf die Reise in das nächste Büro.

Was uns besonders gefallen hat, ist dass alle Mitarbeiter wirklich sehr motiviert waren und für uns immer ein Lächeln übrig hatten. Im Werk arbeiten 50 % aller Mitarbeiter in der Montage und Verpackungsabteilung.

Im Werk selber werden übrigens nur Roll- und Standcontainer und ähnliche, kleinere Produkte montiert, da die Tische das Werk immer teilzerlegt verlassen.

Nach der Begehung wurden wir noch zum Mittagessen in die Kantine eingeladen, die von den Mitarbeitern des Werkes selber ausgebaut wurde. Dort findet nicht nur jeder Mitarbeiter einen Platz, sondern es ist ein Ort entstanden, der zum Verweilen und kurzen Entspannen einlädt. Das Essen war sehr deftig und lecker.

Nun sollten wir noch die naheliegende Stadt kennenlernen, aber vorher machten wir noch einen Zwischenstopp an einem Stausee der ganz in der Nähe war. Ein schönes Stück Natur, wir haben es uns nicht nehmen lassen eine Runde um den See zu laufen und an einen Steg die Füße ins Wasser zu halten und kurz zu verweilen.

In der Stadt Banska Stiavnica angekommen parkten wir neben einer Kirche. Der Ausblick war unbeschreiblich schön, man konnte die ganze Stadt sehen mit ihren kleinen Gassen. Kurze Zeit später traf auch schon unser Stadtführer ein, ein Geschichtslehrer aus der Stadt.

Er sprach Englisch, sodass wir alle unsere Englischkenntnisse einmal wieder etwas auffrischen konnten. Es gab vieles zu erfahren über die kleine Stadt, denn es ist die älteste Bergstadt der Slowakei, die im 18. Jahrhundert für Ihre Bergakademie und den Bergbau bekannt war. Das war besonders spannend, denn wir konnten uns während der Tour sogar einen Besucherstollen anschauen.

Nach unserer Stadtbesichtigung ging es nach Pukanec zu einer Weinverkostung. Nach einer kurzen Fahrt im Kleinbus bog unser Busfahrer am Waldrand in den Wald ab. Abgelegen in den Hügeln befand sich der Weinkeller.

Der Winzer erklärte uns, dass dies ein ehemaliger Stollen gewesen sei, der zum Weinkeller umfunktioniert wurde. Danach durften wir die Weine probieren und es gab vor dem Stollen eine leckere Gulaschsuppe mit Hörnchen und diversen Salaten.

Und so haben wir es uns nicht nehmen lassen die Eine oder Andere Kiste Wein mitzunehmen. Alles in allem erlebten wir einen perfekten, gut durchgeplanten Tag.

Auf den Rückweg machten wir noch einmal am Hammerbacher Werk halt und verabschiedeten uns von Herrn Borik.
Zurück in der Pension Lipa ließen wir den Abend bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Am Folgetag ging es nach einem leckeren Frühstück wieder in Richtung Heimat nach Dresden zurück. 8:30 Uhr saßen wir im Bus, dieser fuhr diesmal übers Land durch die Slowakei.

Somit konnten wir noch eine Menge von der Landschaft und den kleinen Dörfern sehen. Gegen 18:00 Uhr erreichten wir dann wieder Dresden.

Das ganze Team von Büromöbel-Experte bedankt sich noch einmal recht herzlich für die spannende Werksbesichtigung, das lecker Essen und die tollen Gespräche mit dem Hammerbacher-Team vor Ort!

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