Steh-Sitz-Tisch im Büro für mehr Gesundheit

Probleme, die Arbeit im Büro mit sich bringt

Der menschliche Körper ist evolutionär und anatomisch betrachtet auf das Gehen ausgerichtet. Früher verbrachten wir einen Großteil des Tages mit Gehen, Laufen oder Stehen. Es ging nur ein geringer Teil der Bevölkerung einer sitzenden Tätigkeit nach, die meisten verrichteten körperliche Arbeit in handwerklichen Berufen.

Mit zunehmender Technologisierung haben sich die Berufsfelder jedoch stark verändert, so hat sich beispielsweise seit 1950 die Zahl der Bürojobs um 83 % erhöht. Heute arbeiten rund 17 Millionen Deutsche im Büro, dabei wird 80 % der Arbeitszeit im Sitzen verbracht.

Die gesundheitlichen Folgen dieser Entwicklung haben ein enormes Ausmaß an volkswirtschaftlichen Schäden zur Folge, was sich direkt im Anstieg der krankheitsbedingten Fehltage und indirekt in geringerer Produktivität der Mitarbeiter zeigt. Denn wer Schmerzen und Konzentrationsprobleme hat, ist weniger leistungsfähig.

Im heutigen Alltag ist das Sitzen eine der häufigsten Körperhaltungen, was viele negative Folgen hat und sogar zu Krankheiten führen kann. Eine Langzeitstudie, die über 14 Jahre lang Daten erfasste, kam sogar zu dem Schluss, dass übermäßiges Sitzen sich negativ auf die Sterberate auswirkt.

Männer, die mehr als 6 Stunden am Tag im Sitzen verbrachten, hatten eine 20 % höhere Sterberate als Männer, die nur die Hälfte dieser Zeit im Sitzen verbrachten. Bei Frauen sind die Ergebnisse sogar noch verheerender, bei ihnen war die Sterberate um 40 % erhöht.


Folgen von Bewegungsmangel

Der menschliche Organismus braucht Bewegung, um gesund und fit zu bleiben. Mangelnde Bewegung führt zu einer Vielzahl an Beschwerden und erhöht die Wahrscheinlichkeit, eine chronische Krankheit zu entwickeln.


Muskelabbau

MuskelschwundWerden Muskeln nicht beansprucht, werden sie abgebaut. Dies wirkt sich negativ auf Stabilität der Gelenke und des gesamten Skeletts aus. Das Verletzungsrisiko steigt und die Leistungsfähigkeit sinkt dramatisch. Zuletzt erhöht sich durch den untrainierten Herzmuskel sogar die Gefahr eines Herzinfarkts.


Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-KreislaufWird das Herz nicht ausreichend durch Bewegung trainiert, verliert es an Leistungsfähigkeit. Wenn es dann zu einer Belastung kommt (beispielsweise durch Treppensteigen), wird das Herz schnell überfordert. Durch solche Entwicklungen steigt die Gefahr eines Herzinfarkts und weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


Bluthochdruck

Wenn das Herz-Kreislauf-System nicht trainiert wird, stellt sich als Folge häufig Bluthochdruck ein. Mit erhöhtem Blutdruck steigt das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Schon mit etwas mehr Bewegung kann man dieser Entwicklung entgegensteuern und den Blutdruck wieder auf ein normales Maß senken.


Rückenschmerzen

RueckenschmerzenLanges, starres Sitzen führt zu Fehlhaltungen und einer Rückbildung von Muskeln. Die Belastung auf Wirbelsäule und Bandscheiben steigt, was zu Verspannungen und Rückenschmerzen führt, im schlimmsten Fall sogar ein Bandscheibenvorfall. Die Muskeln zu trainieren ist die beste Vorbeugung gegen Rückenschmerzen, dabei sind besonders die Rücken-, aber auch de Bauchmuskulatur wichtig. Da Rückenschmerzen häufig psychische Ursachen haben, kann auch die Reduktion von Stress eine wirksame Gegenmaßnahme sein.


Kopfschmerzen

Eine sitzende Tätigkeit führt häufig zu Verspannungen, die wiederum Kopfschmerzen auslösen. Außerdem wird durch mangelnde Bewegung das Gehirn schlecht mit Sauerstoff versorgt. Bewegungspausen sorgen für eine Lockerung des Körpers und versorgen den Kopf wieder mit ausreichend Sauerstoff.


Verdauungsprobleme

BauchschmerzenUnsere Organe brauchen Bewegung und eine gute Durchblutung, um richtig arbeiten zu können. Eine sitzende Tätigkeit führt dazu, dass die Organe im Körper zusammengepresst werden und sich nicht richtig entfalten können. Besonders Magen und Darm leiden unter dieser Körperhaltung, was häufig zu Verdauungsstörungen führt.


Übergewicht

Übergewicht ist oft die Folge von Bewegungsmangel
Übergewicht ist oft die Folge von Bewegungsmangel

Übergewicht ist ein Gesundheitsrisiko, das zu vielen Folgekrankheiten führen kann. Sitzende Tätigkeiten führen nicht nur zu mangelnder Bewegung, sondern durch den stressigen Büroalltag häufig auch zu schlechter Ernährung und übermäßiger Kalorienzufuhr.

Damit der Körper einen gesunden Stoffwechsel aufrechterhalten kann, braucht er regelmäßige Bewegung und einen gesunden Lebensstil. Schon mit kleinen Veränderungen im Alltag, beispielsweise durch einen regelmäßigen Spaziergang, lassen sich große Veränderungen erzielen.


Diabetes Typ 2 („Zuckerkrankheit“)

Diabetes Typ 2 ist zu einer der großen Volkskrankheiten geworden, die nicht mehr nur ältere Menschen, sondern zunehmend auch jüngere Menschen betrifft. Mangelnde Bewegung und Übergewicht sind Hauptursachen für die Erkrankung. Studien zeigen, dass mehr Bewegung und gesunde Ernährung wirksame Strategien sind, um Diabetes Typ 2 vorzubeugen.


Osteoporose („Knochenschwund“)

Osteoporose führt zu einer reduzierten Knochendichte und Abbau der Knochensubstanz. Früher waren von Osteoporose besonders ältere Menschen und Frauen nach den Wechseljahren betroffen, doch seit einigen Jahren betrifft die Krankheit auch zunehmend jüngere Menschen. Mehr Bewegung kann Osteoporose wirksam vorbeugen, denn der Knochen baut Substanz auf, wenn er Zugbelastung durch Muskeln bekommt. Auch ausreichend Sonnenlicht und eine kalziumreiche Ernährung sind wichtig, um die Knochen gesund zu halten.


Arthrose (Gelenkverschleiß)

Auch Arthrose kann eine Folge von mangelnder Bewegung sein. Stoffwechselprodukte können nicht ausreichend aus dem Gelenk abtransportiert werden und der Knorpel erhält nicht genug Nährstoffe. Auch hier kann Bewegung helfen, die Gelenke geschmeidig zu halten.


Infektanfälligkeit

Der Körper muss trainiert werden, um das Immunsystem aufrechterhalten zu können. Ein moderates Maß an Bewegung stärkt das Immunsystem und wappnet den Körper gegen Infekte, indem vermehrt Abwehrzellen produziert werden.


Stresserkrankungen

Der Büroalltag wird häufig begleitet von Überlastung und Termindruck, was zu viel Stress führt und im schlimmsten Fall Erkrankungen verursachen kann. Der Körper schüttet in Stresssituationen Stresshormone aus, die kurzfristig seine Leistungsgrenzen erhöhen können.

Normalerweise werden diese Hormone wieder abgebaut, wenn die Situation vorüber ist. Wer unter Dauerbelastung steht, hat allerdings oft keine Möglichkeit, die Stresshormone wieder abzubauen. Hier kann regelmäßige Bewegung Abhilfe schaffen und zusätzlich die Belastbarkeit steigern.


Mehr Bewegung im Arbeitsalltag

Auch wer einer Arbeit im Büro nachgeht, sollte sich ausreichend bewegen. Im Idealfall sollte der Chefsessel mit Funktionen ausgestattet sein, die die Bewegung am Schreibtisch unterstützt.

Solche Mechaniken sind unter anderem die Wipp- und Synchronmechanik. Diese Mechaniken ermöglichen das dynamische Sitzen. Solche bewegungsfördernde Chefsessel finden Sie bei buerostuhlshop.tv.

Zusätzlich hilft es, die Dauer des Sitzens weiter zu verringern. Experten raten dazu, 60 % der Arbeitszeit zu sitzen, 30 % zu stehen und 10 % zu gehen. Diese Formel lässt sich vielseitig umsetzen, beispielsweise kann man beim Telefonieren aufstehen oder Meetings im Stehen absolvieren. Dies allein ändert aber noch wenig an der Tatsache, dass wir noch zu viel Arbeitszeit im Sitzen verbringen.

Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch kann man sich bewusst für die Arbeit im Stehen entscheiden und es ganz einfach in die Tat umsetzen. Große Unternehmen wie Google oder Facebook haben bereits erkannt, dass man mit dieser Änderung wirksam Erkrankungen vorbeugen kann, und stellen ihren Mitarbeitern höhenverstellbare Schreibtische zur Verfügung.


Gründe für einen Sitz-Steh-Schreibtisch im Büro

Vorteile höhenverstellbarer SchreibtischDurch den Wechsel von stehenden und sitzenden Positionen lässt sich mehr Bewegung ganz einfach in den Arbeitsalltag integrieren, ohne die Arbeit unterbrechen zu müssen. Die Arbeit am Steh-Sitz-Tisch hat dabei viele Effekte:

Erhöhte Leistungsfähigkeit

Mitarbeiter sind wacher, konzentrierter und leistungsfähiger. Außerdem werden Rücken- und Beinmuskulatur trainiert, Verspannungen wird vorgebeugt und der Kreislauf kommt in Schwung.
Das wurde sogar mittels Studie belegt: Zur Studie (auf englisch)

Versorgung der Bandscheiben

Durch den Wechsel vom Sitzen ins Stehen werden die Bandscheiben mit Nährstoffen versorgt und werden besser durchblutet, was die Bandscheiben schützt.

Schneller Wechsel ohne Unterbrechung

Wer am Steh-Sitz-Tisch arbeitet, kann nicht nur aufgrund der besseren Haltung produktiver arbeiten, sondern muss die Arbeit auch nicht unterbrechen, um sich zu bewegen. Viele moderne Steh-Sitz-Tische können sogar in festen Intervallen zwischen Steh- und Sitzposition wechseln und nach Wunsch programmiert werden.

Selbstverständlich können solche Schreibtische auch manuell in der Höhe verstellt und auf jede Körpergröße angepasst werden. So kann jeder komfortabel und ohne Beschwerden arbeiten.

Reduktion rückenkrankheitsbedingter Ausfälle

Wenn Rückenschmerzen nicht wirksam vorgebeugt wird, führt in vielen Fällen kein Weg an einem langwierigen Reha-Aufenthalt vorbei. Nach Daten des Fraunhofer Instituts sind im Jahr etwa 70 Millionen Fehltage durch Rückenschmerzen verursacht. Der volkswirtschaftliche Schaden durch diese Entwicklung liegt im Jahr bei ungefähr 48,9 Milliarden Euro.

Angesichts solcher Zahlen muss ein Umdenken in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge stattfinden. Die Arbeit mit einem Steh-Sitz-Tisch ist ein einfaches und effektives Mittel, um Rückenschmerzen und anderen Krankheiten wirksam vorzubeugen (siehe https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Praxis/A52.pdf?__blob=publicationFile). Erhöhte Ergonomie führt zu weniger krankheitsbedingten Ausfällen.

Auch die Auswirkungen des langen Sitzens auf die Psyche wurden nachgewiesen:
Einer spanischen Studie zufolge haben Personen, die mehr als 42 Stunden wöchentlich sitzen, ein um 31 % erhöhtes Risiko, eine psychische Erkrankung (z. B. Depressionen) zu entwickeln. Mitarbeiter, die an einer psychischen Erkrankung leiden, können sich nicht auf die Arbeit konzentrieren, genauso wie Menschen, die mit Rückenschmerzen zur Arbeit kommen müssen. Dies hat negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des gesamten Unternehmens.

Amortisierung eines Steh-Sitz-Tisches

Die Investition in einen (häufig recht teuren) Steh-Sitz-Tisch zahlt sich schnell wieder aus und schafft auf lange Sicht einen Mehrwert für das Unternehmen. Laut einer Studie der Washington State University steigt die Produktivität an einem Steh-Sitz-Tisch um bis zu 12 %. Dies wird auf den angeregten Stoffwechsel und die erhöhte Konzentrationsfähigkeit zurückgeführt. Aber auch die erhöhte Motivation und Zufriedenheit spielt hier eine entscheidende Rolle.
Der wohl größte Vorteil ist jedoch die Vermeidung von krankheitsbedingtem Arbeitsausfall. Rein rechnerisch hat sich die Anschaffung eines Steh-Sitz-Tisches mit einer Reduktion um 3 Tage Arbeitsausfall die Investition bereits amortisiert.

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