Tipps für mehr Bewegung am Arbeitsplatz

Die meisten Menschen verbringen einen beträchtlichen Teil ihres Lebens sitzend. Besonders Leute deren Arbeit größtenteils am Schreibtisch stattfindet sind davon betroffen. Eine falsche Sitzhaltung kann dabei langwierige gesundheitliche Folgen mit sich bringen.

Wir geben Ihnen Tipps wie Sie Rückenprobleme vermeiden können und Ihren Körper trotz Bewegungsmangel wieder in Schwung bringen.


Bewegungsmangel: Die Fakten

Mittlerweile sind mehr als 17 Millionen Menschen in Büros tätig. 68.000 Stunden verbringt jeder pro Jahr dabei im Sitzen. Die daraus resultierenden Rückenleiden sind zu 90% auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Bewegungsmangel ist zudem die Ursache für zahlreiche Erkrankungen, die jährlich die häufigsten Todesfälle verursachen: Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Übergewicht.

Aber nicht nur den Körper sondern auch die Seele kann das ständige Sitzen belasten: So fanden australische Wissenschaftler heraus, dass Frauen die täglich sieben Stunden im Sitzen verbringen, eine 47 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, an einer Depression zu erkranken.

Langzeitfolgen von statischem Sitzen

Vieles Sitzen und der daraus resultierende Bewegungsmangel können gravierende Folgen für die Gesundheit unseres Körpers mit sich bringen:

Muskelschwund1. Muskelabbau
Wird unser Körper er nicht ausreichend beansprucht, verliert er an Leistungsfähigkeit. Dabei werden Muskeln die nicht ausreichend gebrauchen werden abgebaut.

Die Folgen: Es ist uns nicht möglich unsere Wirbelsäule über einen längeren Zeitraum aufrecht zu halten, die Stabilität unser Gelenke lässt nach und durch unseren untrainierten Herzmuskel erhöht sich die Gefahr eines Herzinfarktes.


Rueckenschmerzen2. Rückenschmerzen
Haltungen bei denen wir im Sitzen über eine längere Zeit in der gleichen Position verharren, führen oft zu Verspannungen. Dabei kann die untrainierte Muskulatur unsere Wirbelsäule nicht mehr optimal stützen und aufrecht halten. Dabei kommt es zu Fehlhaltungen sowie einer Fehlbelastung der Wirbelsäule und Bandscheiben. Die Folge Rückenschmerzen und im schlimmsten Fall ein Bandscheibenvorfall.

Bei einer aufrechten Sitzhaltung beträgt der Druck auf die Bandscheiben 140%. In vorgebeugter Sitzhaltung ändert sich dieser auf ganze 190%. Nicht verwunderlich, wenn da Rückenschmerzen entstehen.


kopfschmerzen3. Kopfschmerzen
Bewegungsarmes Sitzen über einen längeren Zeitraum kann zu Verspannungen im Hals und Nackenbereich führen und Kopfschmerzen auslösen.

Außerdem führt ein Mangel an Bewegung zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung des Gehirns, welcher ebenfalls für stechende Schmerzen im Kopfbereich sorgen kann.


Herz-Kreislauf4. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Auch unser Herz muss trainiert werden. Bei einem Bewegungsmangel wird es zu wenig beansprucht. Somit lässt die Leistungsfähigkeit unseres Herzmuskels nach. Dadurch wird das Herz in Belastungssituationen wesentlich stärker gefordert.

Ein Bewegungsmangel erhöht sogar auf Dauer den Blutdruck und kann  für einen gefährlichen Schlaganfall oder Herzinfarkt verantwortlich sein.


Bauchschmerzen5. Verdauungsprobleme
Beim Sitzen werden unsere Organe, so zum Beispiel Magen und Darm, zusammengepresst und können sich nicht frei entfalten. Weiterhin staut sich im Darm Luft und kann die Beförderung blockieren.

Die Folge sind nicht nur Verdauungsprobleme, sondern auch Verstopfungen und Blähungen und entsprechende Konzentrationsschwierigkeiten.


uebergewicht6. Übergewicht
Unser Gewicht wird zum großen Teil von zwei Faktoren beeinflusst: Ernährung und Bewegung. Führt es bei zu übermäßigem Sitzen zu einem Mangel von zweitem, verbraucht unser Körper zu wenig Energie.

Unser Energiehaushalt kommt durcheinander und die Folge ist Übergewicht.


diabetes7. Diabetes Typ 2
Als Hauptursache für Diabetes Typ 2 gilt Übergewicht. Um dem vorzubeugen sind ausreichend Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung wichtig.

Gerade Ersteres ist, bei einem Arbeitsalltag der überwiegend im Sitzen verbracht wird, nicht immer leicht zu bewältigen.


Arthrose8. Arthrose
Bei zu wenig Bewegung werden Stoffwechselprodukte aus den Gelenken nicht abtransportiert. Dies kann zu Arthrose (Gelenkverschleiß) führen sowie eine Knorpeldegeneration begünstigen. Betroffen sind besonders Menschen über 50 Jahre. Diese Erkrankung beginnt schleichend und kann starke Schmerzen verursachen.


Stress9. Stresserkrankungen
Übermäßiges Sitzen verhindert, dass Stresshormone, die sich bei Termindruck, Überlastung oder Überforderung bilden, wieder abgebaut werden.

Die Folge ist eine Dauerstresssituation, welche früher oder später zu einer Erkrankung führt.

Falsche Sitzhaltungen – Sitzen Sie gesund?

Bei 30 Prozent aller Ausfälle in Büros geben Arbeitnehmer Rückenschmerzen an. Die zwei Hauptursachen sind dabei ein schlecht ausgestatteter Arbeitsplatz und falsches Sitzen. Wir zeigen Ihnen die fünf häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden können:

1. Bein auf Bein
Diese Sitz-Sünde ist gerade bei Frauen beliebt. Doch Vorsicht: das Blut kann in den übereinander geschlagenen Beinen nicht optimal zirkulieren. Außerdem werden Sehnen, Bänder und Nerven gequetscht. Die Folgen sind Taubheitsgefühle in Beinen und Füßen sowie eine schiefe Beckenstellung, welche sich negativ auf den Rücken auswirkt.

So ist es richtig: Stellen Sie ihre Beine auf den Boden und strecken Sie die Wirbelsäule durch. Dabei bilden Gesäßmitte und Kniegelenke ein gleichseitiges Dreieck.

2. Telefon in der Klemme
Sehr verbreitet ist die Angewohnheit sich den Telefonhörer zwischen Kopf und Schulter zu klemmen. Nicht verwunderlich, dass diese starre Haltung zu einer Ursache für Nackenprobleme werden kann.

So ist es richtig: Wenn möglich, schalten Sie bei langen Telefonaten den Lautsprecher oder die Freisprechanlage ein. Oder Sie nutzen ein Headset. Ergebnis: Schultern und Nacken bleiben entspannt.

3. An der Kante zum Schmerz
Wer auf der Stuhlkante sitzt und dabei die Wirbelsäule krümmt, muss mit baldigen Kreuzschmerzen rechnen. Denn: Ein Rundrücken übt zusätzlichen Druck auf die Bandscheiben aus und schränkt außerdem die Atmung ein.

So ist es richtig: Ihre Kniekehlen befinden sich auf Höhe der der Vorderkante des Sitzes. Dann lehnen Sie sich zurück und prüfen ob zwischen der Vorderkante des Sitzes und der Kniekehle ein Abstand von ein bis zwei Fingerbreiten bleibt. Ihr Becken ist dabei leicht vorgekippt. Stimmt alles überein, haben Sie ihre optimale Sitzposition.

4. Falsche Armposition
Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich können durch eine ungünstige Haltung der Arme oder dauernd abgewinkelten Handgelenken verursacht werden.

So ist es richtig: Platzieren Sie Ihre Tastatur so, dass die Handgelenke nicht nach oben abgeknickt werden müssen. Die Handballen sollten Sie nicht auf der Tastatur abstützen. Tippen Sie mit sanftem Anschlag und stützten Sie Ihre Unterarme immer mal wieder auf den Tisch um die Brustwirbelsäule zu entlasten.

5. Position des Monitors
Positionieren Sie Ihren Monitor in jedem Fall gerade, damit Ihren Kopf nicht drehen müssen um auf den Bildschirm zu schauen. Dabei sollte ebenso eine zu tiefe oder zu hohe Position vermieden werden.

So ist es richtig: Bei einer idealen Position des Bildschirms sollten Kopf, Halswirbelsäule und Rücken in neutraler Position sein und Schirm-Auge-Distanz 60 bis 90 Zentimeter betragen. Ebenso schließt die Oberkante des Bildes mit Ihren Augen ab oder befindet sich etwas darunter.

Bürostuhl und Schreibtisch richtig einstellen

Tipps für gesünderes Arbeiten im Büro
Bürostuhl und Schreibtisch richtig eingestellt – Foto: UBER IMAGES / Fotolia.com

Neben der richtigen Haltung und Sitzposition am Arbeitsplatz, ist auch die richtige Einstellung des Bürostuhls sowie Schreibtisches enorm wichtig. Wir zeigen Ihnen was Sie dabei beachten sollten:

Den Drehstuhl optimal einstellen

Der Bürostuhl sollte optimal auf Ihre Körperproportionen eingestellt werden. Dabei arbeiten Sie sich von unten nach oben durch. Erst am Schluss wenden Sie sich der Mechanik zu.
Bevor Sie mit den Einstellungen beginnen, nehmen Sie eine aufrechte, mittlere Sitzposition ein, bei der Sie weder nach vorne noch nach hinten neigen. Danach setzen Sie Ihre Fersen unter die Kniegelenke. Dabei sollten die Unterschenkel möglichst senkrecht ausgerichtet sein.

a) Die Sitzhöhe einstellen

Die richtige Sitzhöhe erkennen Sie daran, dass Ihr Oberschenkel eine zum Knie hin abfallende Linie bildet und somit das Knie tiefer als Ihre Hüfte liegt. Wie steil Sie die Oberschenkel halten, ist Ihnen überlassen. Hauptsache Sie haben optimalen Kontakt mit Ihren Füßen zum Boden und mit dem Rücken zur Rückenlehne.

Vorteile: Ihr Becken hat vorn ausreichend Platz, was eine permanente Aufrichtung der Wirbelsäule bewirkt.

b) Einstellung der Sitzneigeverstellung

Die Sitzneigeverstellung bewirkt eine leichte Neigung der Sitzfläche nach vorne, ist aber nicht bei allen Bürostühlen vorhanden. Der Vorteil dieser Funktion ist, dass dabei das Becken leicht nach vorne gekippt wird, was die Wirbelsäulenaufrichtung fördert.

c) Sitztiefe einstellen

Bei einer falsch eingestellten Sitztiefe können weder die Stützfunktionen noch die Bewegungsfunktionen des Stuhls können richtig wirken.
Sie ist optimal eingestellt, wenn das Becken zur Rückenlehne guten Kontakt hat und dabei kein Druck auf die Waden oder Kniekehlen ausgeübt wird. Außerdem sollte ein Abstand, in den drei bis vier Finger quer gehalten hineinpassen, zwischen der Sitzvorderkante und der Wade bleiben.

Ist eine für Sie passende Einstellung der Sitztiefe nicht möglich, ist der Stuhl ungeeignet.

d) Einstellung der Armlehnen

Die Höhe der Armlehnen ist optimal, wenn beide Schultern entspannt und horizontal stehen. Die Unterarme sollten dabei auf den Armstützen aufliegen.
Die Breite der Armlehnen richtet sich nach der Breite des Schultergürtels. Bei passender Größe befinden sich die Arme in entspannter Haltung in der Nähe des Rumpfes, liegen auf den Lehnen auf und können leicht nach vorne und hinten bewegt werden.

Auf Armlehnen sollte nicht verzichtet werden, da sie die Schulter-, Nacken- und Halsmuskulatur vom Gewicht der Arme entlasten.

e) Einstellung der Rückenlehne

Die richtige Höhe der Rückenlehne erkennen Sie daran, dass sich die stärkste Wölbung, die sogenannte Lordosenstütze, im Bereich des Beckenkammes befindet, also ungefähr auf Höhe der Gürtellinie. Bei vielen Bürostühlen lässt sich nur die gesamte Rückenlehne in der Höhe verstellen. Vereinzelte Mobiliare bieten aber auch eine getrennte Höhenverstellung der Lordosenstütze an.

Doch Vorsicht: Oft sind die meisten Rückenlehnen höher eingestellt, da sich dies zu Beginn komfortabler anfühlt.

f) Einstellung der Nackenstütze oder Kopfstütze

Nackenstützen oder Kopfstützen entlasten nicht nur die Halswirbelsäule sondern auch den gesamten Rücken, wenn sie optimal an die Halswirbelsäule angepasst werden.
Dabei können Sie zwischen zwei Varianten der Einstellung wählen: Nackenstütze oder Kopfstütze. Eine Nackenstütze sollte sich im Übergang von Hinterhaupt zur oberen Halswirbelsäule befinden. Hingegen eine Kopfstütze weiter oben direkt am Hinterkopf platziert werden sollte.

Entscheiden sie sich, je nach Wohlgefühl, für eine der beiden Einstellungen.

Schreibtisch optimal einstellen

Die optimale Schreibtischhöhe ist von Ihren individuellen Körpermaßen abhängig. Dabei sollten die Längen von Unterschenkel, Rumpf und Oberarm beachtet werden. Verlassen sich daher nicht allein auf Ihre Körpergröße, da auch im Fall von drei gleich großen Personen drei unterschiedliche Tischhöhen ergonomisch sinnvoll sein können.

a) Die Einstellung der Schreibtischhöhe im Sitzen

Haben Sie die Armlehnen Ihres Bürostuhls richtig eingestellt, dann entspricht deren Höhe die der optimalen Höhe Ihres Schreibtisches und bildet eine durchgehende Ebene.
Ist dies nicht der Fall wählen Sie die Höhe, bei der Ihre Schulter-Nackenmuskulatur am entspanntesten ist, wenn Sie am Tisch sitzen. Dabei liegt Ihr Unterarm waagerecht auf der Schreibtischplatte auf oder fällt leicht zum Handgelenk hin ab.

b) Die Einstellung der Schreibtischhöhe im Stehen
Die richtige Schreibtischhöhe im Stand ergibt sich rein rechnerisch aus Höhe bis zu Ihrem Schultergelenk minus der Oberarmlänge.
Eine Fußstütze während der Arbeit im Stehen entlastet Ihren Rücken zusätzlich. Dabei sollten Sie auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf beiden Füßen achten und zusätzlich für einen gesunden Rücken häufig zwischen stehen und sitzen wechseln.

Sportarten bei Rückenproblemen

Bewegung auf der Arbeit
Nicht nur in der Freizeit wichtig: Auch auf Arbeit sollte man sich regelmäßig bewegen! Das ist gut fürs Herz-Kreislaufsystem!

Sport bringt viele positive Eigenschaften mit sich: Durch die Stärkung des Bewegungsapparates beugt er Rückenschmerzen vor und kann bereits bestehende erheblich reduzieren. Typische Beschwerden im Büroalltag, wie Nacken- oder Schulterprobleme, können durch regelmäßige Bewegung und gezieltes Rückentraining bekämpft werden. Aber: Alleine durch ein paar Minuten Sport, kann der Bewegungsmangel im Büro nicht kompensiert werden!

Wenn Sie bereits unter Rückenschmerzen leiden, fällt die Auswahl der richtigen Sportart natürlich schwer. Aus diesem Grund haben wir Ihnen eine Liste mit rückenschonenden Sportarten zusammengestellt, die vereinzelt die Rückenmuskulatur trainieren und stärken.

Platz 1: Nordic Walking
Durch den Gebrauch der Laufstöcke sowie kontrollierte Bewegungen der Arme werden Ihre Gelenke geschont und ca. 90% der Muskulatur, die sich durch langes Sitzen oft verspannt, trainiert. Durch regelmäßiges Nordic Walking lösen sich Verspannungen und bei Patienten mit chronischen Nackenschmerzen konnten große gesundheitliche Verbesserungen feststellt werden. Außerdem wird die hintere Muskulatur der Oberschenkel trainiert, was eine Aufrichtung des Beckens und eine Entlastung der Lendenwirbelsäule bewirkt.

Platz 2: Rückenschwimmen
Die beste Schwimmtechnik mit der Sie Ihren Rückenschmerzen entgegenwirken können ist das Rückenschwimmen. Denn im Wasser werden Gelenke und Wirbelsäule enorm entlastet sowie alle Muskelbereiche rund um die Wirbelsäule trainiert. Das löst Verspannungen. Wenn Sie sich für diese Sportart entscheiden, sollten sie diese mehrmals die Woche für rund 30 Minuten ausüben.

Platz 3: Kraftsport
Gezielte Übungen mit dem eigenen Körpergewicht stärken nicht nur die Muskulatur, sondern schulen auch die Körperbeherrschung ungemein. Mit einem abgestimmten Trainingsplan und einer Vielzahl an Übungen wird es zudem nie langweilig. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass überall trainiert werden kann, da Sie nicht von Geräten oder dem Wetter abhängig sind.

Platz 4: Fahrradfahren
Fahrradfahren ist besonders für ältere und übergewichtige Personen geeignet, weil es die Hüftgelenke und Knie entlastet. Ebenso werden hier alle Muskeln rund um die Wirbelsäule trainiert. Dabei wird insbesondere die Beinmuskulatur wird beansprucht, was wiederum die Lendenwirbelsäule stärkt.

Platz 5: Inlineskaten und Eislaufen
Beide Sportarten schonen die Gelenke und trainieren Muskelpartien, wie Bein-, Rücken-, Bauch- und Gesäßmuskulatur. Beim Mitschwingen der Arme wird Rumpfmuskulatur gestärkt, was wiederum für eine kräftige Wirbelsäule sorgt. Es empfiehlt sich diese Sportart mindestens zweimal die Woche auszuüben.

Platz 6: Tanzen
Beim Tanzen werden die Gelenke sowie Bandscheiben gelockert und die feinen Zwischenwirbelgelenke mobilisiert. Außerdem wird Ihre Gesamtbeweglichkeit gefördert und Ihr Rücken gestärkt. Ebenso werden durch den Stressabbau Endorphine freigesetzt welche Verspannungen lösen.

Platz 7: Klettern
Durch Klettern kann man Fehlhaltungen und Muskelverspannungen vorbeugen und diese bekämpfen. Gerade bei Skoliose-Patienten wurden merkliche Verbesserungen durch die Sportart festgestellt. Ein Rundrücken oder ein Hohlkreuz kann so im gewissen Sinne wegtrainiert werden.

Platz 8: Yoga und Pilates
Laut verschiedenen Studien kann Yoga eine große Hilfe sein um Rückenschmerzen erheblich zu reduzieren. Zum Beispiel verstärken vereinzelte Übungen den gesamten Rumpf und dehnen die Muskelpartien, was die Beweglichkeit der Wirbelsäule trainiert. Die mentale Entspannung trägt dabei zu Reduzierung des eigenen Stresslevels bei und löst Verspannungen.

Platz 9: Joggen
Bei dieser Sportart werden die Bandscheiben optimal be- und entlastet, was eine gute Nährstoffversorgung selbiger bewirkt. Ebenso wird die Rückenmuskulatur im Lendenwirbelbereich gestärkt. Entscheiden Sie sich für regelmäßige Laufeinheiten, sollten Sie diese mit einem Muskelkrafttraining für Bauch und Rücken ergänzen, um die Bandscheiben zu entlasten.

Platz 10: Skilanglauf
Der Skilanglauf ist eine besonders schonende Sportart und ist ein perfektes Ganzkörpertraining. Allerdings nur im Winter, bzw. wenn Schnee liegt :)

Mehr Bewegung in den Büroalltag bringen

pausen, Bewegung und im Stehen arbeiten
Regelmäßige Pausen, Bewegung und das kurze Arbeiten im Stehen helfen Ihrem Rücken!

Oft fällt es einem nicht leicht, nach getaner Büroarbeit, noch Zeit und Lust für sportliche Aktivitäten zu finden. Wir geben Ihnen Tipps wie sie über den Arbeitstag verteilt immer mal wieder kleine sportliche Tätigkeiten einbauen können, die Ihren Körper und Geist wieder in Schwung bringen.

a) Wechseln Sie häufiger Sitz- und Stehpositionen
Bei einseitigen Positionen kann sich der Körper schnell versteifen. Deswegen gilt: Je öfter ein Wechsel zwischen Sitzen und Stehen stattfindet, umso besser. Achten Sie darauf mindestens 3-4 Mal die Stunde die Stellungen zu ändern und nicht länger als 40 Minuten in der gleichen Position zu verharren. Im Idealfall nutzen Sie hierfür einen höhenverstellbaren Schreibtisch.

Vorteile höhenverstellbarer Schreibtisch

b) Legen Sie regelmäßige Bewegungspausen ein
Wenn die Füße vom langen Sitzen anfangen zu kribbeln, wird es Zeit einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Drehen Sie zum Beispiel eine kleine Runde um das Bürogebäude oder laufen sie die Gänge auf und ab. Das fördert die Konzentration und löst Verspannungen. Sie können auch in das Büro eines Kollegen gehen und wichtige Dinge besprechen anstatt anzurufen.

c) Machen Sie Ihren Arbeitsplatz dynamischer
Ein guter Tipp ist seinen Arbeitsplatz so einzurichten, dass man sich häufiger bewegen muss. Stellen Sie zum Beispiel Ihre Wasserflasche etwas weiter entfernt zum Schreibtisch ab, so dass Sie jedes Mal aufstehen müssen wenn Sie etwas trinken wollen. Mit dem Papierkorb und anderen Gegenständen können Sie dabei ebenso verfahren.

d) Telefonieren Sie im Stehen oder Umhergehen
Die Zeit am Telefon können Sie gleichzeitig auch für eine kleine Bewegungseinheit nutzen. Mit einem schnurrlosen Hörer in der Hand, kann man ebenso gut auch Stehen telefonieren oder gleich einen kleinen Spaziergang auf den Gängen unternehmen. Übrigens klingt ihre Stimme selbstbewusster, wenn Sie im Stehen telefonieren!

e) Parken Sie Ihr Auto weiter weg oder steigen Sie eine Station früher aus
Wenn Sie keine andere Möglichkeit haben als mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren, dann stellen Sie doch Ersteres für einen kleinen Spaziergang weit entfernt vom Eingang Ihrer Arbeitsstelle ab. Wenn Sie hingegen mit der Straßenbahn oder dem Bus fahren, steigen Sie einfach eine Haltestelle früher aus und genießen Sie frische Luft bevor es in das sauerstoffärmere Büro geht.

f) Fahren Sie bei schönem Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit
Wenn Ihre Arbeitsstelle nicht allzu weit entfernt liegt, dann steigen Sie doch einfach mal aufs Rad und gönnen Ihrem Körper gleich noch vor Arbeitsbeginn jede Menge gute Bewegung. Oft ist man aufgrund von Straßenstaus oder abweichenden Fahrplänen mit dem Fahrrad sogar schneller am Ziel und hat dann noch genug Zeit sich vor Ort entspannt auf den Arbeitsalltag vorzubereiten.

g) Benutzen Sie die Treppe statt den Aufzug
Ihr Arbeitsplatz befindet sich nicht im Erdgeschoss? Umso besser. Verzichten Sie das bequeme Fahren mit dem Aufzug und legen Sie dafür ein kleines tägliches Workout ein. Denn Treppensteigen ist die perfekte Bewegungseinheit für Zwischendurch. Mag es auch am Anfang noch eine gewisse Anstrengung für Sie sein, wird es nach kurzer Zeit zur Gewohnheit werden. Versprochen. ;)

Ergonomische Büromöbel lohnen sich

Auch für den Arbeitgeber ergeben sich bei der Anschaffung ergonomischer Arbeitsplätze vielerlei Vorteile, die sich maßgebend auf die Zukunft des Unternehmens auswirken können. Denn optimale Arbeitsbedingungen wirken sich positiv auf das gesundheitliche Wohlbefinden der Arbeitnehmer aus und führen so zu geringeren Arbeitsausfällen durch Erkrankungen oder Reha-Maßnahmen. Ebenso steigern sie die Produktivität der Mitarbeiter was zudem eine bessere Position im wirtschaftlichen Wettbewerb ermöglicht.

3 Kommentare

  1. Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Artikel. Leider wird auch heute noch die Ergonomie am Schreibtischarbeitsplatz häufig als nebenrangig gesehen. Dabei kann gerade damit vielen typischen „Büroleiden“ vorgebeugt werden. Oft reichen schon einfache Mittel aus, um die Umstände zu verbessern. Richtig auf den Benutzer eingestellte Büromöbel und die richtige Haltung beispielsweise am Schreibtisch sind Dinge, die man leicht und schnell selbst verbessern kann. Wer dann noch versucht, etwas Bewegung in seinen Arbeitsalltag einzubauen oder nach dem Feierabend Sport treibt, ist definitiv auf dem besten Weg, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

  2. Pingback: So halten Sie sich fit: Rückenübungen für den Büroalltag | Büromöbel-Experte: Büroratgeber

  3. Hallo zusammen,
    vielen Dank für den tollen Beitrag und Tipps.
    Meiner Meinung nach, ist es sehr wichtig im eintönigen Alltag Bewegung einzubauen. Eine Freundin hat mir v on Pilates erzählt. Auspowern aber auch entspannen!

    Grüße
    Sophie

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