Gesund am Arbeitsplatz: Wann werden Arbeitszeiten und Schichten schädlich?

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Werktätige kennen Sie nur zu gut: Die Überstunden. Nahezu jede Berufsgruppe muss auf Abruf länger Arbeiten um Projekte rechtzeitig fertigzustellen, die Produktivität zu steigern oder fehlendes Personal zu ersetzen. Aktuelle Studien zeigen, dass überlange Arbeitszeiten in der Tat ein Problem für die Gesundheit darstellen:

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Arbeitszeit

So ergab eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dass sich lange Arbeitszeiten, Schichtdienste und Wochenendeinsätze gravierend auf die Gesundheit der Befragten auswirkten. Beispiel Schlafstörungen: Bei Teilzeitarbeitnehmern klagt nur jeder Zehnte über diese Beschwerde. Bei Vollzeitbeschäftigten ist es bereits jeder Fünfte. Und von den Schuftenden, die gar mehr als 60 Stunden in der Woche an Arbeit stemmen müssen, leidet jeder Vierte darunter. Vor allem dann, wenn man nicht in voller Überzeugung hinter dem Beruf steht, können solche Arbeitszeiten leicht zu psychischen Problemen wie Burn-out führen.

Schichtarbeit / Nachtschichten

Ebenso werden Schichtarbeiten, vor allem Nachtschichten, dauerhaft den Menschen an Körper und Seele schädigen. Die Dunkelheit und Stille der Nacht vermeldet dem Körper ständig „schlafen, schlafen“, während der Wochenplan jedoch gleichzeitig „wachen, wachen!“ vorschreibt. Auf Dauer können nur Gesundheitsschäden dabei herauskommen. Es ist jedoch noch ein Unterschied, ob man nur alle Wochen wieder ein paar Mal Nachtschichten schiebt, oder dies regelmäßig tut. So manche Nachtarbeiter berichten, dass ihnen der Rhythmus einer dauerhaften Nachtarbeit dabei hilft, mit der Situation umzugehen.

Papierstapel
Foto: Tobias von der Haar

Gesundheitsrisiken

Interessant ist anzumerken, dass die gesundheitlichen Schäden bei Schichtarbeitern extrem verschieden sind. Es können sehr physische Krankheiten wie zum Beispiel Magen-Darm-Erkrankungen, Rückenschmerzen oder Bluthochdruck entstehen. Genauso kann es aber auch zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche führen.

Die Psyche

Auch ist die soziale Isolation bei Schichtarbeitern manchmal nicht zu unterschätzen: Man wacht, wenn der Freundeskreis schläft, und schläft, wenn die Freunde wach sind. Die Sozialkontakte können so wegbrechen. Am Ende muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, ob die Vorteile einer besseren Bezahlung die Nachteile der Nachtschicht aufwiegen oder nicht. Immerhin gibt es als lichtscheue Arbeitskraft manchmal spannende Sachen zu erleben.

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