Arbeitsstühle in der Industrie – darauf sollten Sie achten

Industriestühle in der heutigen Zeit

Viele Menschen haben im Beruf keine andere Möglichkeit und müssen ihre Tätigkeit im Sitzen ausführen. Wobei andere die ihre Arbeit im Stehen verrichten müssen sich über eine Entlastung freuen würden. Heutzutage ist das alles kein Problem mehr. Industriestühle werden speziell für die verschiedensten Branchen entwickelt.

Das ist auch notwendig, denn jeder Bereich hat besonderer Anforderungen an Sicherheit, Materialien und Haltbarkeit. Ob in Produktionshallen, in Werkstätten, in Laboren oder an der Kasse, Industriestühle sind spezielle Stühle die den jeweiligen spezifischen Bedingungen gewachsen sind.

In Deutschland zählen Rückenschmerzen zu den häufigsten Beschwerden, die Folge davon sind krankheitsbedingte Arbeitsausfälle. Genau aus diesem Grund ist es wichtig einen geeigneten Arbeitsstuhl auszuwählen.

Industriestühle in Werkstatt und Produktion

Im Bereich Werkstatt und Produktion ist Bewegungsfreiheit das A und O. Das und eine leistungsfördernde Sitzhaltung sollte ein Industriestuhl mitbringen. In der Produktion sitzen Mitarbeiter teilweise bis zu 4 Stunden am Stück auf einem Stuhl und nach der Pause weitere 4 Stunden, daher muss so ein spezieller Industriestuhl stabil, aber auch bequem sein.

Ebenfalls wichtig ist die Flexibilität des Industriestuhls bei ständig wechselnder Arbeitshaltung. Die Höhe sollte nicht nur auf die Höhe des Arbeitstisches oder die Größe des Mitarbeiters abgestimmt werden können, sondern auch auf die Höhe des Werkstückes. Weitere wichtige Kriterien sind Standfestigkeit und Stabilität eines Industriestuhls, denn er muss in der Produktionshalle oder Werkstatt einiges abhalten. Wenn zum Beispiel bei einigen Tätigkeiten ein hoher Kraftaufwand nötig ist muss der Stuhl absolut sicher stehen.

Es werden hohe Anforderungen an das Material gestellt, denn ein Industriestuhl muss nicht nur fliegende Funke abhalten können, sondern auch Schmieröl oder Schmutz wiederstehen. Auch die Beschaffenheit des Bodens ist wichtig für die Wahl der geeigneten Rollen am Stuhl. So sind weiche Rollen für harte Böden geeignet und harte Rollen für weiche Böden.

Ein sehr guter Stuhl für die Werkstatt ist zum Beispiel der tec profile Industriestuhl von Dauphin in verschiedenen Ausführungen:

 

Funktionsmerkmale

  • nach oben verjüngte Rückenlehne sorgt für optimal Arm- bzw. Schulterfreiheit.
  • Die Rückenlehne kann mit Schiebegriffen ausgestattet werden, so bleibt die Lehne länger sauber
  • Schnelle Anpassung an individuelle Körpermaße
  • mit Permanent-Contact (Rückenlehne folgt permanent den Bewegungen des Oberkörpers)
  • Lastabhängig gebremste Doppellaufrollen oder standfestes Fußkreuz
  • Gefahrloser Aufstieg durch stufenlos höhenverstellbaren Fußring oder einer Aufstiegshilfe
  • Wechselbare Polster
  • Sitz und Rückenlehne können gepolstert oder ungepolstert sein, optimale Oberflächen sind PU (Polyurethan), Stoffe, Kunstleder und Holz
  • Alle Oberflächen sind robust, abwaschbar und abriebfest

Hocker und Stehhocker als Industriestuhl

Hocker werden gern als Industriestühle in Werkstätten, Produktionen oder im Friseursalon eingesetzt.

Der größte Vorteil ist hier natürlich die Bewegungsfreiheit und die damit verbundene Flexibilität.
Besonders Stehhocker sind eine gute Alternative um die Tätigkeit im Stehen zu erleichtern und den Körper zu entlasten. Die Leistungsfähigkeit wird gesteigert und Ermüdungserscheinungen reduziert.
Hocker sind besonders praktisch, da sie sehr platzsparend sind und man sie schnell einmal in einer Ecke oder unter einen Tisch verstauen kann.

Wichtig bei einem Hocker für die Werkstatt, Industrie oder dem Friseursalon ist die Oberfläche. Diese sollte robust und pflegeleicht sein. In einer Werkstatt bieten sich daher besonders Holzoberflächen an, denn eine aus Kunststoff kann schnell einmal kaputt gehen.

Das kann passieren wenn Mitarbeiter einiges an Werkzeug in ihrer Latzhose verstauen, auch gern einmal in den Taschen am Gesäß. Setzt sich der Mitarbeiter knallt die Spitze des Schraubenziehers auf die Oberfläche.

Arbeitshocker in Holzgarnituren sind leicht zu reinigen und die Oberfläche ist sehr robust. Für den Friseurhandel bieten sich Hocker oder Stehhocker mit einer gepolsterten Oberfläche an, das ist für die Mitarbeiter bequemer. Wichtig im Friseursalon ist auch das der Hocker höhenverstellbar ist, da er von verschiedenen Mitarbeitern genutzt wird. Eine weitere sehr wichtige Funktion sind die Sicherheits-Stopp-Rollen, welche bei Last blockieren. So kann es dem Mitarbeiter nicht passieren mit dem Stuhl weg zu rutschen.

Passende Beispiele:


Ein Stehhocker muss neigbar sein, um ihn bequem im Stehen nutzen zu können. Dabei ist die Oberflächenbeschaffenheit wichtig damit man nicht runter rutscht.

Sattelhocker für Ärzte und Therapeuten

Während man auf einem normalen Stuhl eine Sitzhaltung von ca. 90 Grad einnimmt sorgt ein Sattelhocker für einen Winkel bis zu 135 Grad. Dies bewirkt eine geringere Belastung der Bandscheiben und der Wirbelsäule. Da durch den vergrößerten Winkel von Ober- und Unterschenkel wesentlich weniger Druck auf die Oberschenkel, Gesäß, Genitalien sowie den Rücken aufgebracht wird. Das wiederum fördert auch die Blutzirkulation und sorgt für eine verbesserte Atmung.

Die Wirbelsäule nimmt beinahe automatisch durch den Sattelstuhl ihre natürliche Haltung einer S-Form ein. Durch diese Haltung und die verbesserte Blutzirkulation wird die Bildung von Krampfadern und Cellulitis reduziert.

Viele Vorteile und tolle Nebeneffekte und das nur durch das Sitzen auf einen Sattelhocker. Gerade als Arzt oder Therapeut fungieren Sie als Vorbild.
Es gibt verschiedene Ausführungen von Sattelhockern, hier ein paar Beispiele:


Das erste Modell gibt es auch mit einer geteilten Sitzfläche, welche noch mehr Komfort bringt. Das Modell rechts im Bild gilt auch als Sattelhocker im einfachen Modell.

Der Laborstuhl/ Laborhocker

Auch im Labor gelten besondere Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Sauberkeit und Haltbarkeit der Materialien. Ein Laborstuhl sollte daher so aufgebaut sein, das er einen häufigen Wechsel von Mitarbeitern und das häufiges desinfizieren und reinigen der Oberfläche abhält.

Ebenfalls wichtig ist die Anpassung des Laborstuhls an unterschiedliche Mitarbeiter. Hier eignet sich ein tec profile Laborstuhl, denn er besitzt eine Rückenlehne die im Schulterbereich schmaler wird, für optimale Schulter- und Armfreiheit. Die Außenschale besteht aus Kunststoff, die Sitz und Rückenpolster aus Kunstleder.

Damit ist der Laborstuhl leicht zu reinigen, da diese wasserdicht und antibakteriell ist. Mittels eines verstellbaren Fußrings können auch kleinere Mitarbeiter bequem auf den Stuhl steigen und ihre Füße abstellen. Aber auch Laborhocker sind hier bestens geeignet, da sie sehr flexibel sind. Auch hier ist eine Oberfläche aus Kunstleder eine sehr gute Wahl.

Einige Beispiele für Laborstühle und Laborhocker:

ESD-Stühle

In Bereichen der Industrie in denen mit elektrostatischer Ladung gearbeitet wird muss ein Industriestuhl noch ein weiteres besonderes Merkmal erfüllen. Gerade in der Chip und Platinenfertigung muss ein Industriestuhl ableitfähig sein. Ein ESD (engl. electro static discharge – elektrostatische Entladung) Industriestuhl ist mit einem feinen Netz aus Metall- oder Kohlefasern, welches dafür sorgt überschüssige Energie abzuleiten ausgestattet.

Für ein energiereiches und ermüdungsfreies Arbeiten ist gesundes Sitzen unabdingbar. Daher bieten die Produkte für den ESD-Bereich optimale Sitzbedingungen, für eine dauerhafte Unterstützung der Leistungsfähigkeit.

 

Umweltschutz

Auch bei der Produktion der Industriestühle sollte auf die Umwelt geachtet und nach DIN EN ISO 14001 gearbeitet werden. Das bedeutet, dass Unternehmen eine betriebliche Umweltpolitik, Umweltziele und ein Umweltprogramm haben, nachdem gearbeitet wird.

Ebenso wichtig ist der Transport, sogenannte Leerfahrten müssen vermieden werden. Ideal ist es, wenn alle Einzelteile zu ca. 99% recyclebar sind. So kann auch in der Produktion bei der Gewinnung von Rohmaterial zu einem Großteil auf recyceltes Material wie Aluminium oder Stahl zurückgegriffen werden.

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