Pausenraum einrichten: Das Thema Arbeitgeberattraktivität spielt eine immer größere Rolle in der Arbeitswelt. Mitarbeiter, die sich in ihrem Arbeitsumfeld wohl fühlen, arbeiten gern und haben eine höhere Leistungsbereitschaft. Arbeitsplätze, die nach mitarbeiterfreundlichen Gesichtspunkten ausgestattet sind, wirken sich positiv auf die Gesundheit der Beschäftigten aus und erhöhen die Motivation. Das haben Studien immer wieder gezeigt.

Die Mittagspause wird allerdings häufig vernachlässigt. Dabei spielt nicht nur die Ernährung selbst eine erhebliche Rolle für das Wohlbefinden der Beschäftigten, sondern auch, wie sie essen. Wer sein Essen während der Arbeit am Bildschirm herunterschlingt oder die Mittagspause ganz ausfallen lässt, erhöht den Stresspegel des Arbeitsalltags. Pausen sind wichtig. Pausen- und Aufenthaltsräume, in denen die Erholungszeit verbracht wird, sind ein zentraler Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung und es gibt sogar gesetzliche Regelungen hierzu.

Rechtliche Vorgaben für Pausenräume im Betrieb

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Einen Pausenraum benötigen Sie ab zehn Mitarbeitern oder wenn bestimmte Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz auftreten.

Für manche Unternehmen steht ein angenehm gestalteter Pausenraum nicht ganz oben auf der Prioritätenliste.

Vermeintlich wichtigere Investitionen drängen die Einrichtung eines Aufenthaltsraumes oft in den Hintergrund. Pausenräume sind aber in jedem Fall dann einzurichten, wenn mehr als zehn Mitarbeiter gleichzeitig beschäftigt werden, oder wenn ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Lärmbeeinträchtigung, Hitze oder durch den Umgang mit Gefahrenstoffen vorliegt.

Die neue Arbeitsstättenregel führt hier Unternehmen an, in denen hohe oder sehr niedrige Temperaturen herrschen, Arbeitsräume kein Tageslicht bieten, Staub und Schmutzbelastung hinzukommen oder Arbeitsräume auch für Publikumsverkehr genutzt werden. In diesen Fällen ist die Einrichtung eines Pausenbereichs unabhängig von der Zahl der Mitarbeiter vorgeschrieben. Eine Ausnahme gilt für Büroräume, wenn diese während der Pause frei von arbeitsbedingten Störungen durch Telefonate oder Kundenbesuche sind. Dann wertet die ASR A4.2 den Erholungswert als gleichwertig.

Was ist bei der Einrichtung zu beachten?

Die Arbeitsstättenverordnung ASR A4.2 regelt, wie der Aufenthaltsraum eingerichtet sein muss. Der wichtigste Aspekt ist, dass Mitarbeiter sich hier erholen können. Das bedeutet, es muss sich um einen abgeschlossenen und ruhigen Raum oder Bereich handeln, der auch Tageslicht bietet.

Der Umgebungslärm darf laut Arbeitsstättenregel nicht mehr als 55 Dezibel betragen. Es müssen ausreichend Sitzmöglichkeiten und Tische vorhanden sein sowie Liegemöglichkeiten beispielsweise für Schwerbehinderte oder Schwangere. Gibt es im Betrieb keine Kantine, so muss es Möglichkeiten geben, Speisen zu kühlen oder zu erhitzen. Ist dagegen eine Kantine vorhanden, so kann diese auch als Pausenraum genutzt werden.

Auch die Größe des Raumes ist vom Gesetzgeber geregelt. Die Mindestgröße beträgt 6 Quadratmeter, wobei für jeden Angestellten ein Quadratmeter berechnet wird. Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, umso größer muss demnach der Pausenraum sein. Die genauen Abmessungen wie auch die Raumhöhe sind in der Arbeitsstättenregel A1.2 „Raumabmessungen und Bewegungsflächen“ formuliert.

Der gesetzlichen Regelung ist also schnell mit entsprechenden Einrichtungsgegenständen Genüge getan. Doch um das Wohlbefinden der Mitarbeiter und damit die Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen, reicht das nicht. Damit der Pausenraum tatsächlich gern von allen genutzt wird, sollte die Fläche kreativ geplant sein. Wenn es möglich ist, sollten die Mitarbeiter in die Gestaltung mit einbezogen werden.

So können individuelle Ideen und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Immerhin stehen jedem Arbeitnehmer ab einer Arbeitszeit von über 6 Stunden jeweils 30 Minuten Pause zu, die er in Abstimmung mit dem Team über den Tag verteilt nehmen kann. Bei einer Arbeitszeit von über 9 Stunden, erhöht sich der Pausenanspruch auf 45 Minuten.

So wird der Aufenthaltsraum gern genutzt

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Einen Pausenraum zur Verfügung zu stellen bringt nicht nur Ihren Angestellten zahlreiche Vorteile.

Einen Pausenraum einzurichten, kann sich auch dann lohnen, wenn Ihr Unternehmen gar nicht gesetzlich dazu verpflichtet ist. Meistens kann dies auch schnell und kostengünstig umgesetzt werden. Mit Möbeln oder Pflanzen werden spielend mobile Trennwände errichtet, so dass Ruhezonen von gesprächsintensiveren Orten wie Café und Essbereich abgeteilt werden können. Auf diese Weise verwandelt sich eine klassische und vielleicht unbequeme Kantine in ein gemütliches und lebhaftes Café. Hierzu einige Anregungen:

Vermeiden Sie starre Sitzgruppierungen und möblieren Sie stattdessen mit kleineren und größeren Tischen. Es gibt Mitarbeiter, die gern allein essen. Andere wiederum gehen lieber zu zweit zu Tisch. Auch für Teams, die gemeinsam Pause oder Mittag machen möchten, sollten bequeme Sitzmöglichkeiten bereitstehen. Gemeinsames Essen stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Kollegen und beeinflusst das Betriebsklima positiv. Schon manche gute Idee wurde am Esstisch geboren.

Wählen Sie die Farben der Wände und der Einrichtung mit Bedacht und nach farbpsychologischen Gesichtspunkten aus. Freundliche Farben wie Grün, helles Gelb oder Orange wirken fröhlich und heben die Stimmung. Blau dagegen vermittelt Ruhe und Entspannung.

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Mit der Hilfe von Farbmustern und -kärtchen aus dem Baugeschäft können Mitarbeiter ihre Favoriten wählen und fühlen sich gleich in den Gestaltungsprozess mit einbezogen. Helle Farben für Mobiliar und Dekorationen sowie Pflanzen und Naturbilder schaffen positive Eindrücke. Ein solcher Pausenraum sorgt für optimale Regeneration der Angestellten.

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Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz spielt eine wichtige Rolle. Wenn eine Kantine vorhanden ist, liefert eine Auswahl an frischen Salaten die notwendigen Nährstoffe und Vitamine. Auch sollten moderne Ernährungstrends wie Low Carb sowie vegane oder vegetarische Mahlzeiten berücksichtigt werden. Sorgen Sie auch dafür, dass Obst und gesunde Getränke bereitstehen. So beeinflussen Sie das Essverhalten der Mitarbeiter positiv und schaffen eine ideale Voraussetzung für bewusste und gesunde Ernährung am Arbeitsplatz.

Für Unternehmen ohne eigene Kantine kann ein Café oder Mini-Selbstbedienungsmarkt mit gesunden Snacks, Suppen, Müslis oder Salaten die klassische Küche ersetzen. Neben Kaffeespezialitäten liegen auch Smoothies und frischgepresste Säfte im Trend. Wenn die Mitarbeiter vorwiegend ihr eigenes Mittagessen oder Frühstück mitbringen, sorgen eine Küchenzeile und eine Kaffeemaschine für eine gelungene Mittagspause.

Zusätzliche Maßnahmen verbessern die Pause

Eine bewusste Auszeit vom Arbeitsplatz steigert die Produktivität von Mitarbeitern. Nach einer Pause und etwas Abstand geht es oft mit neuer Energie an den Schreibtisch zurück. Das Resultat sind bessere Arbeitsergebnisse. Aber es gibt noch mehr Maßnahmen aus dem Gebiet der betrieblichen Gesundheitsförderung:

Bewegungszeit braucht keine große Vorbereitung. Mitarbeiter können beispielsweise auf dem Weg zum Pausenraum die Treppe anstelle des Fahrstuhls nehmen oder nach der Mahlzeit einige Schritte um den Block gehen. Ein Spaziergang an der frischen Luft baut Stress ab und fördert die Durchblutung. Der Kreislauf kommt in Schwung und ganz nebenbei sorgt Bewegung mit allen Sinnen für gute Laune. Sportangebote in der Mittagspause beleben Geist und Körper der Mitarbeiter und Sportaktionen verstärken das Wir-Gefühl. Im Rahmen einer Aktion, bei der kleinen Teams Schrittzähler zur Verfügung gestellt werden, kann in Verbindung mit einem sportlichen Wettbewerb unterhaltsam das Gesundheitsbewusstsein der Kollegen trainiert werden.

Massageangebote sind eine optimale Vorsorge, um muskuläre Verspannungen durch langes Arbeiten am Schreibtisch zu lösen. Eine kurze Massage bei ruhiger Musik lädt die Akkus wieder effektiv auf und wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter aus. Regelmäßige Behandlungen beugen Rückenschmerzen und krankheitsbedingten Ausfällen vor.

Nutzung elektronischer Medien im Pausenraum

Gerade in Unternehmen mit jüngerer Belegschaft stellt sich die Frage nach der Nutzung elektronischer Medien im Pausenraum. Viele Nutzer empfinden die Verwendung von Smartphones während der Kurzpause als entspannend. Spiele, Chats und Videos lenken von den Gedanken an die Arbeit ab und können beim Abschalten helfen. Allerdings kann eine zu intensive Beschäftigung mit Smartphone oder Laptop während der Pause auch störend sein – nicht nur für den Nutzer selbst, sondern auch für seine Tischnachbarn.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Verspannungen der Nacken- und Schultermuskeln beginnen bereits bei einer Handynutzung ab 20 Minuten Dauer. Ein grundsätzliches Nutzungsverbot elektronischer Medien im Aufenthaltsraum ist jedoch wenig sinnvoll, da der Erholungs- oder Stressfaktor von Smartphone oder Laptop rein subjektiv ist. Alternativ können im Pausenraum unterschiedliche Ruhezonen eingerichtet werden. In einem Bereich ist die Nutzung akzeptiert und gibt es spezielle Steckdosen, an denen Geräte aufgeladen werden können. Der andere Bereich ist dagegen handyfrei.

Je zufriedener der Mitarbeiter, umso höher seine Loyalität

Eine gute Führungskraft erkennt die Bedürfnisse der Mitarbeiter und sorgt für eine ansprechende Pausenumgebung. Ein Mitarbeiter, der sich wohlfühlt, identifiziert sich mit seinem Unternehmen. Von dieser Loyalität wiederum profitiert der Arbeitgeber, der für neue Mitarbeiter und potenzielle Kunden attraktiv wirkt. Ein gutes Pausenklima ist in jedem Fall für beide Seiten ein Gewinn.

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Stephan Forstmann

Experte für Home Office und gesunde Büroarbeit

Stephan stammt ursprünglich aus dem schönen Dresden und ist seit 2009 ein fester Bestandteil im Redaktionsteam von Büromöbel Experte.

Stephan arbeitet seit 2013 im Home-Office und ist seitdem zu einem Experten auf diesem Feld geworden. Er gibt seine Erfahrungen, Tipps und Best-Practices in Form von Tutorials und Artikeln im Ratgeber weiter.

Neben Thema Home-Office beschäftigt er sich täglich mit dem Thema gesunde Büroarbeit und Ergonomie.

Weitere Beiträge von Stephan findest du beispielsweise auf Unternehmer.de oder Abenteuer Home Office.

Privat liebt und lebt Stephan die Fotografie. Mit ihm kann man sich tagelang über Kamera-Technik, Komposition und Bildgestaltung unterhalten. Auch für das Thema Fotografie verfasst er regelmäßig Tutorials.

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