Besser präsentieren – Tipps für die perfekte Präsentation

Eine Präsentation zu halten, fällt nicht jedem leicht. Manch einer Person macht Redeangst zu schaffen, andere leiden unter hohem Lampenfieber. Was zeichnet die perfekte Präsentation aus? Wie lassen sich Vorträge halten, die mitreißen statt zu langweilen? Worauf ist bei einer Präsentation zu achten? Der folgende Ratgeber klärt auf.

Wer eine Präsentation, einen Fachvortrag oder eine Rede halten muss, der leidet häufig unter der sogenannten Redeangst. Er oder sie fürchtet sich davor, eine Rede vor einer Gruppe von Menschen zu halten. Daneben besteht die ständige Sorge, die Zuhörer mit der Präsentation zu langweilen. Lampenfieber gehört dazu. Doch wie lässt sich die Furcht beheben und wie gelingt der Vortrag in einem Meeting?

Gute, lebhafte und spannende Präsentationen sind keinesfalls die Regel. Eine schlechte Vorbereitung für das Referat oder die Rede zieht eine schlechte Leistung während der Präsentation nach sich. Dabei lassen sich zahlreiche Fehler vermeiden, wenn der oder die Vortragende einige Techniken im Vorfeld beachtet.

Eine Rede vorbereiten und den Grundstein für gelungene Vorträge legen

Auf Präsentation vorbereiten
Bereiten Sie sich immer gründlich auf Ihre Präsentation vor / Foto: Boggy / fotolia.com

Werden Menschen gefragt, wovor sie sich fürchten, antwortet ein großer Anteil von ihnen mit Redeangst. Das Sprechen vor einer Gruppe von Leuten bereitet vielen Kopfzerbrechen. Dabei ist Lampenfieber durchaus normal. Auswirkungen des Lampenfiebers wie Stottern, Schwitzen und Erröten lassen sich mit einer idealen und gründlichen Vorbereitung sogar abschwächen. Denn bei jeder Präsentation gilt: Etwa 80 Prozent der Arbeit ist mit der richtigen Technik verknüpft. Nur ungefähr 20 Prozent ist einem besonderen Redetalent zu verdanken. Das bedeutet, mit einer gelungenen Vorbereitung lässt sich ein Großteil des Erfolges beim Präsentieren und Vortragen gewährleisten. Aber was gehört zu der idealen Vorbereitung?

Die Zielgruppe kennen – An wen richtet sich der Vortrag?

Gedanken über die Zielgruppe machen
Machen Sie sich Gedanken über die Zielgruppe – So wissen Sie, ob die Präsentation eher locker oder doch formell erfolgen sollte./ Foto: nd3000 / fotolia.com

Wen spreche ich mit der Präsentation an? Ein gelungenes Referat steht und fällt maßgeblich mit den Erwartungen des Publikums und mit der Größe der Gruppe. Grundsätzlich gilt, dass eine kleine Gruppe eher von einem persönlicheren Vortrag profitiert. Dagegen bewähren sich für große Gruppen verstärkt förmliche und sachliche Präsentationen. Dabei sollte der Redner stets im Hinterkopf behalten, dass die Zielgruppe in der Lage sein muss, der Präsentation zu folgen.

Daneben ist es empfehlenswert, sich Gedanken über die Vorkenntnisse der Zuhörer zu machen und inwiefern die Zuhörer motiviert sind der Rede zu folgen. Kommen die Zuhörer freiwillig zu dem Vortrag? Oder ist es eine Pflichtveranstaltung im Rahmen von Meetings und ähnlichem? Denn es gibt einen bedeutenden Unterschied, ob die Zuhörer freiwillig den Vortrag hören oder nicht. All das ist beim Vorbereiten und Üben der Präsentation wichtig.

Das „Wie?“ und die Zeit

Somit ist der Inhalt zwar zu einem großen Anteil bedeutsam. Allerdings nützt der beste Inhalt nichts, wenn die Thematik monoton und langweilig vorgetragen wird. Das führt eher dazu, dass die Zuhörer gedanklich abdriften und ihre Aufmerksamkeit signifikant nachlässt. Damit die Aufmerksamkeit der Zuhörer konstant beim Redner bleibt, ist das „Wie?“ beim Präsentieren essenziell: Wie lässt sich die Präsentation interessant vortragen, ohne langweilig oder lächerlich zu wirken?

Zeitliche Einschränkungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für den Vortrag. Beispielsweise ist ein halbstündiger Vortrag anders vorzubereiten als eine Präsentation, die doppelt so lange dauert. Für den Zeitfaktor empfiehlt sich das vorherige Proben der Präsentation mithilfe einer Stoppuhr.

Tipps, um Redeangst und Lampenfieber zu lindern

Präsentation üben
Üben Sie Ihre Präsentation! Nur so werden Sie sicherer. Zahlen und Fakten sollten Sie zudem auswendig können. Ihre Kollegen und Freunde werden Ihnen bei einer Probepräsentation sicher wertvolles Feedback geben! / Foto: Robert Kneschke / fotolia.com

Damit die Redeangst den Vortragenden nicht völlig erstarren lässt, existieren einige Handkniffe, um sich selbst zu beruhigen und die Angst zu nehmen. Beispielsweise ist das Üben der Präsentation unerlässlich. Das Proben des Vortrags sorgt dafür, dass der Redner ein Gefühl der Selbstsicherheit bekommt. Schließlich ist die Präsentation vor der Gruppe dann bloß eine weitere Übung in einer langen Reihe geprobter Vorträge. Dazu ist es ratsam, sich sämtliche Inhalte inklusive auflockernder Beispiele sorgfältig einzuprägen.

Bedeutende Schlagworte auf Karteikarten wirken wie eine Gedächtnisstütze und helfen während der Präsentation dabei, den Faden nicht zu verlieren. Gleichzeitig hilft es, sich bewusst zu machen, dass es anderen Rednern ebenso ergeht wie einem selbst. Wer vor der Gruppe offen zugibt, an einem großen Lampenfieber zu leiden, wirkt automatisch sympathisch. Das gemeinsame Nachempfinden der Gruppe sorgt ebenfalls für mehr Sicherheit.

Grundsätzlich ist die Angst vor einem Vortrag nicht ungewöhnlich. Jeder kennt die Nervosität vor einer Präsentation – insbesondere, wenn es sich um eine bedeutende Rede handelt. Das gründliche Training von Inhalten, Sprachwahl, Gestik und Mimik hilft, die Angst zu verringern.

Perfekte Präsentationen – so gelingen Vorträge vor Gruppen!

Mimik und Gestik
Mimik und Gestik spielen eine wichtige Rolle während des Vortrags und binden den Zuhörer.

Damit der Vortragende das Interesse der Zuhörer hält, gehören einige Präsentationstechniken zum erfolgreichen Präsentieren im Business dazu. Die Körpersprache, Gestik, Mimik sowie der Tonfall und die Lautstärke sind Teil dessen, was einen erfolgreichen und spannenden Vortrag ausmacht. Wer die Arme verschränkt hält, wirkt schnell verschlossen. Eine lockere, offene Körperhaltung wirkt dagegen sicherer und sympathischer.

Bedeutende Faktoren sind außerdem Überraschungen und unerwartete Moderationen. Spannende Vorträge fesseln von Anfang bis Ende und mit gezielten Fragen an die Zuhörer lässt sich deren Aufmerksamkeit sicherstellen. Daneben gelten persönliche Geschichten, die zudem mit ein wenig Humor gewürzt sind, grundsätzlich als interessant, da sie den Redner sympathisch erscheinen lassen und üblicherweise nicht langweilen. Metaphern und Vergleiche sind neben provokanten Thesen gleichfalls Präsentationstechniken, die einen Vortrag auflockern können und für mehr Spannung sorgen.

Die Bedeutung der Sprache

Die Präsentation profitiert in jedem Fall von einfachen Sätzen, die kurz gehalten sind. Schachtelsätze und komplizierte Strukturen erschweren das Verständnis und sorgen schnell für das Ermüden der Aufmerksamkeit. Daher ist es ratsam, beim Reden besonders Verben zu betonen statt Substantive. Auf diese Art wirkt der Vortrag dynamischer und spannender.

Ebenso ist es hilfreich, die Stimmmelodie zu nutzen, um die Zuhörer in den Bann zu ziehen. Das Variieren der Stimme und des Tonfalls erhöht die Wirksamkeit des Vortrags. Zudem empfehlen sich regelmäßige Sprechpausen. Hilfreich ist das Wissen, dass das Sprachtempo für die Zuhörer ideal ist, wenn es dem Vortragenden zu langsam erscheint.

Fehler vermeiden beim Präsentieren

Selbst mit der besten und gründlichsten Vorbereitung einer Präsentation, besteht dennoch das Risiko einen der zahlreichen Fehler zu begehen. Redner sollten darauf achten, dass sie

  1. nicht mit dem Rücken zum Publikum sprechen
  2. nicht zu viele Hilfsmittel verwenden (Flipchart, Tafel, Präsentationsfolien, Whiteboards, Overhead-Projektoren, …)
  3. nicht schreiben, während sie sprechen
  4. Folien nicht mit zu viel Text überladen
  5. Folien nicht einblenden, ehe die Information im Vortrag erwähnt wurde

Ein weiterer, häufiger Fehler besteht im mangelnden Blickkontakt. Um als Redner zu überzeugen, ist kaum etwas so wirksam wie regelmäßiger Blickkontakt mit dem Publikum. Wer zu schüchtern ist, kann den Blick zunächst locker über die Menge schweifen lassen.

Alternativen zu PowerPoint

Sofwarealternativen Powerpoint
Mal ganz anders: Zahlreiche Alternativen zu Powerpoint und Keynote können Ihre Präsentation auf ein anderes Level heben. / Foto: fotofabrika / fotolia.com

Nicht jeder schätzt die Präsentationssoftware Powerpoint aus dem Hause Microsoft. Obwohl ein großer Anteil der Vorträge und Präsentationen mit diesem Programm gestützt werden, bietet der Markt durchaus Alternativen. Apple ist neben Microsoft einer der dominierenden Hersteller. Die Software Keynote ist daher bei vielen Vorträgen beliebt. Aber auch neben den beiden Marktführern gibt es alternative Lösungen.

Die Programme Bunkr und Emaze bieten beispielsweise jede für sich solide Optionen. Bunkr setzt dabei vorrangig auf moderne HTML5 Lösungen im Stil der Bilderplattform Pinterest. Emaze trumpft dagegen mit Visualität auf: 3D-Templates und visuell hochwertiger Effekte, die das schnelle und unkomplizierte Erstellen von Präsentationen ermöglicht. Dabei ist Emaze nur in der 14-tägigen Testphase kostenlos auszuprobieren.

Weitere Software-Alternativen für interaktive Präsentationen:

  1. Deckset für Mac-User
  2. Google Docs Slides
  3. Haiku Deck für iPad-User und das Web
  4. Perspective für das iPad
  5. Kingsoft Presentation Free 2013 für Windows-Nutzer
  6. PowToon für animiertes Storytelling beim Präsentieren
  7. Prezi für interaktive und dynamische Präsentationen im MindMap-Stil
  8. Zoho Show

Fazit für die perfekte Präsentation im Business

Ein gelungener Vortrag ist gekennzeichnet, durch Spannung, gekonnte Rhetorik und dem Einbeziehen der Zuhörerschaft. Letzteres gelingt vor allem durch gezielte Fragen und mit regelmäßigem Blickkontakt. Interaktive Präsentationsfolien sorgen gleichzeitig für einen visuell unterstützten Vortrag.

Dabei ist es insbesondere von Bedeutung, die Folien nicht mit zu viel Text zu füllen. Schlagworte und wichtige Kennzahlen oder Statistiken und Grafiken sind eher empfehlenswert, damit der Vortrag gelingt. Nicht zuletzt gilt es, die gängigsten Fehler zu vermeiden. Insbesondere ist es weder kompetent noch ratsam mit dem Rücken zum Publikum zu sprechen.

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