Stress im Arbeitsalltag – Tipps und Tricks

Stress Arbeitsalltag
Voller Terminkalender, wenig Pausen, ständig erreichbar. In unserer modernen Arbeitswelt können wir sehr schnell an unsere Grenzen kommen.

Stress im Alltag oder im Beruf wird von Vielen oftmals unterschätzt. Prüfungen, wichtige Verhandlungen oder Vorträge können Stressauslöser sein. Vor allem dieser sogenannte Leistungsstress tritt häufig während des Arbeitsalltages auf.

Aber auch familiäre Probleme oder zwischenmenschliche Probleme mit den Kollegen im Büro sind Stressfaktoren. Sozialer Stress ist genauso belastend für den Einzelnen. Zu den plötzlichen Stressauslösern zählen Krankheiten oder Unfälle, bei denen der Betreffende kurzfristig überhaupt nicht reagieren kann und in eine Starre verfällt.

Physikalische Einflüsse wie übertriebene Wärme oder Kälte oder Lärm können Stress auslösen. Ständiger Lärm geht hierbei sehr schnell an die Substanz! Gerät das Gleichgewicht einmal aus der Balance, ist ein Ausgleich wichtig.

Stress

Vor einigen Jahrhunderten war Stress ein Auslöser, der uns fit für den Kampf gemacht hat beziehungsweise auf die anstehende Flucht vorbereitet hat. Leider können wir heute nicht vor allen Stresssituationen weglaufen. Die Symptome sind jedoch die gleichen geblieben. Blutdruck und Herzschlag steigen und die Atmung wird schneller.

Typische Stress-Symptome

Jeder Mensch reagiert anders auf Stress und mögliche Folgen können sein:

  • Unwohlsein
  • Angst
  • Überforderung
  • Traurigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Vergesslichkeit
  • sinkende Leistungsfähigkeit
  • Ungesunde Lebensweise durch Tabakkonsum beziehungsweise ungesunde Ernährung

 

Stressmuster erkennen

Die persönliche Erfahrung und die Möglichkeit, Stresssituationen zu kontrollieren, spielen bei der Verarbeitung von Stress eine wichtige Rolle. Es hilft oftmals, am Abend den gesamten Tag nochmals zu überdenken. Was ist heute gut gelaufen? und in welchen Situationen haben Sie sich gestresst gefühlt? Nach mehreren Wochen lassen sich deutliche Muster erkennen, in welchen Situationen bei Ihnen Stress aufkommt. Egal ob beim Gespräch mit dem Vorgesetzten oder bei den Verhandlungen mit Geschäftspartnern, gehen Sie bewusst in diese Situationen, denn es gibt nichts, wovor Sie Angst haben müssten.

Langzeitfolgen von Stress

Gerade der Stress am Arbeitsplatz kann sehr belastend sein. Bei einer chronischen Überreizung kann es in den schlimmsten Fällen zu Organschäden, Nervenzusammenbrüchen bis hin zum Burn-out kommen. Es gibt jedoch ein paar Ratschläge, die Sie befolgen können, damit Sie nicht in diese Abwärts-Spirale gezogen werden.

Stress vermeiden

Um Stress im Arbeitsalltag zu reduzieren, ist ein Ausgleich während der Freizeit extrem wichtig. Schaffen Sie während ihrer freien Zeit ein Kontrastprogramm zum meist vollen Terminkalender der Arbeit. Ruhen Sie sich aktiv aus und schieben Sie alle Gedanken an die Arbeit oder anstehende Aufgaben beiseite.

Tipps zur Stressvermeidung

Aber auch während des Arbeitsalltages können Sie bestimmte Regeln einhalten, damit sich der Stress nicht aufstaut:

  • To-do-Liste: Vermeiden Sie, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Schreiben Sie sich eine Liste mit allen Aufgaben und arbeiten Sie diese Schritt für Schritt ab. Das entlastet Ihr Gehirn und Sie können genau verfolgen, ob im Zeitplan liegen.
  • Störungen vermeiden: Arbeiten Sie konzentriert an einem Projekt und vermeiden Sie Störungen. Sobald Sie die Arbeit unterbrechen, braucht ihr Gehirn wieder einige Minuten, um sich auf die Arbeit zu konzentrieren. An wichtigen Aufgaben sollten Sie deshalb eine längere Zeit ohne Unterbrechungen arbeiten.
  • Hilfe holen: Ihr Chef trägt Ihnen immer mehr Arbeit auf? Erklären Sie ihm offen, dass Sie die Aufgaben nicht in der geforderten Zeit erledigen können beziehungsweise Hilfe von einem Kollegen benötigen. Viele Chefs rechnen es ihren Mitarbeitern positiv an, wenn diese ehrlich sagen, dass der Zeitplan zu eng gestrickt ist. Sie werden merken, dass die Arbeit mit Hilfe gleich viel einfacher und schneller geht.
  • Pausen & Bewegung: Machen Sie regelmäßig Pausen, gehen kurz an die frische Luft oder während der Mittagspause spazieren. Pausen und Bewegung helfen beim Entspannen und ihr Kopf wird wieder frei. Jetzt haben Sie wieder Energie für neue Aufgaben.
  • Ausstattung am Arbeitsplatz: Ein gut organisierter und ergonomischer Arbeitsplatz verhindert nicht nur Rückenschmerzen, sondern hilft auch, Stress zu vermeiden. Ordnung sorgt dafür, dass alle nötigen Unterlagen an ihrem Platz sind. Eine ausreichende flimmerfreie Beleuchtung, ein guter Bürostuhl und eine große Arbeitsfläche helfen beim Erledigen der täglichen Arbeit.
  • Ausgleich schaffen: Schalten Sie während ihrer Freizeit bewusst ab. Die Emails aus dem Büro müssen warten, bis Sie wieder am Arbeitsplatz sind. Gönnen Sie sich doch auch während des Arbeitstages etwas Gutes. Ein gesundes und schmackhaftes Mittagessen mit den Kollegen oder während der Sommermonate eine Kugel Eis beim Spaziergang in der Pause. Befreien Sie ihren Kopf bewusst von den Arbeitsaufgaben.

 


Ruhe und Entspannung
Gönnen Sie sich täglich eine Dosis „5 Minuten Nichtstun“. Ihr Körper entspannt sich und kommt schneller zur Ruhe.

Stress abbauen

Als Vorgesetzter können Sie viel dazu beitragen, den Stress ihrer Mitarbeiter während des Arbeitsalltages zu verringern. Anerkennung, Lob und Motivation helfen genauso wie eine gerechte Bezahlung beim Abbau von Stress.

Absolute Ruhe

Nehmen Sie sich täglich fünf Minuten Zeit für die eigene Entspannung. Schalten Sie Smartphone, Fernseher und andere störende Dinge ab und gönnen Sie sich es, fünf Minuten einmal nicht erreichbar zu sein. Nutzen Sie diese Zeit um sich in absoluter Ruhe zu erholen. Dieses „Nichtstun“ entschleunigt den Körper.

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