Nie wieder stickige Luft im Büro – so geht´s

Der Hals kratzt, die Nase ist zu – nicht nur während der kalten Winterzeit kommen diese Beschwerden in vielen Großraumbüros vor. Schadstoffe, Allergene und Keime in den Einrichtungsgegenständen können diese Symptome und Kopfschmerzen verursachen. Konzentriertes Arbeiten ist bei einer hohen Schadstoffbelastung nur bedingt möglich. Gerade weil ihre Mitarbeiter aber motiviert, gesund und konzentriert arbeiten sollen, ist es wichtig, dass Sie bei der Einrichtung auf schadstoffarmes Mobiliar achten.

Sick Building Syndrom

Wenn es im Sommer in den Büroräumen warm und stickig ist, kommt die Klimaanlage zum Einsatz. Staub, Bakterien und Keime verteilen sich gleichmäßig im ganzen Büro. Im Winter bleiben die Fenster oft zu, damit die frische Luft draußen und die Heizkörper laufen auf Hochtouren. Schadstoffe und Ausdünstungen können körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Halsschmerzen hervorrufen. Da wir einen Großteil unseres Tages im Büro verbringen, sollten Sie hier besonders auf eine schadstofffreie Umgebung achten.

Bis zu 30 Prozent der Büroangestellten geben an, dass sie unter verschiedenen Symptomen während der Arbeitszeit leiden. Neubauten und renovierte Bürogebäude werden immer mehr abgedichtet und mit Klimaanlagen ausgestattet. Experten sehen hier einen der Hauptgründe für das Sick Building Syndrom.

Chemische Stoffe und behandelte Materialien werden heutzutage hauptsächlich als Baustoffe und bei der Einrichtung eingesetzt. Durch den fehlenden Luftaustausch sammeln sich die Schadstoffe in der Luft an. Staub und flüchtige Verbindungen aus Elektrogeräten, Teppich und Farbe beeinträchtigen die Angestellten bei der Arbeit.

Das Sick Building Syndrom ist kein wissenschaftlich bewiesenes Krankheitsbild. Experten konnten noch keinen Zusammenhang der Beschwerden mit zum Beispiel erhöhten Schadstoffwerten herstellen. Dennoch sind sich Ärzte einig, dass zum Beispiel Menschen mit einem erhöhten Geruchsempfinden unter der Belastung leiden.

Building Related Illness

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Der Mensch ist auch im Büro anfällig für schlechte Umwelteinflüsse
Foto von Lisa Brewster
Die Building Related Illness, kurz BRI, ist kein kollektiv auftretendes Phänomen. Die Beschwerden können in eigentlich allen Gebäudearten auftreten. Es handelt sich unter anderem um Allergien, Infektionen und Atemwegbeschwerden, die in bestimmten Gebäuden auftreten.
Ausgelöst werden die Beschwerden durch unterschiedliche Schadstoffe.

Zum Beispiel können die Ausscheidungen der Hausstaubmilde Allergien hervorrufen. Mikroben wie Schimmelsporen und Ausdünstungen aus Lösungsmitteln und Weichmachern beeinträchtigen auch die Gesundheit, besonders wenn man den Schadstoffen für längere Zeit ausgesetzt ist. Gegen die Beschwerden hilft natürlich ein zweiter Blick bei der Beschaffung.

Bereits beim Kauf können Sie auf die Verträglichkeit der verwendeten Materialien achten. Regelmäßiges Lüften und Pflanzen im Büro verbessern die Luftqualität und vermindern den Schadstoffgehalt der Luft.

Das Büro schadstofffrei einrichten

Bereits beim Kauf der Büroeinrichtung sollten Sie auf unbehandelte und natürliche Materialien Wert legen. Entscheiden Sie sich für einen hochwertigen Holzfußboden anstatt eines PVC Bodenbelags. Flammschutzmittel und andere chemische Stoffe können teilweise giftige Gerüche erzeugen, welche natürlich auch einen Einfluss auf die Arbeit ihrer Angestellten haben. Achten Sie beim Kauf auf Gütesiegel und erleichtern damit die Arbeit und erhöhen den Erfolg ihrer Mitarbeiter. Nicht nur chemische Schadstoffe beeinflussen die Konzentrationsfähigkeit in ihrem Unternehmen. Weitere Faktoren, die die Leistung ihrer Mitarbeiter beeinflussen, können zum Beispiel der Geräuschpegel, das Klima im Büro, die Beleuchtung an den Arbeitsplätzen oder magnetische Felder im Raum sein.

Der Drucker brummt, das Telefon des Kollegen klingelt und von überall her kommen ablenkende Geräusche. Es gibt Mitarbeiter, die sich bei einem hohen Geräuschpegel nicht auf ihre Arbeit konzentrieren können. Raumteilern, Regalschränken und Pflanzen trennen einzelne Teile im Großraumbüro ab und schaffen Ruhezonen für konzentriertes Arbeiten.

Frischer Sauerstoff hilft beim Denken und Konzentrieren, deshalb sollten, auch im Winter, die Fenster regelmäßig geöffnet werden. Die warme Heizungsluft macht uns während der kalten Jahreszeit schläfrig und die Arbeit wird mühsam. Durch ein offenes Fenster zieht die verbrauchte Luft mitsamt Bakterien und Schadstoffen ab und der frische Kick verleiht neuen Elan.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Büro ist die Beleuchtung und andere magnetische Felder von Elektrogeräten. Flimmerndes Licht und Elektrosmog am Arbeitsplatz Können Kopfweh erzeugen und die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen. Achten Sie auf den Einsatz von hochwertigen Leuchtmitteln. Magnetische Felder werden von fast allen Elektrogeräten erzeugt. Um Elektrosmog am Arbeitsplatz zu vermeiden, können Kabel abgeschirmt werden und in speziellen Kanälen verlegt werden.

 

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