PC reinigen – so geht´s

Gerade dann, wenn der PC unter Last läuft, hat der Kühler eine Menge Arbeit zu verrichten. Er sorgt dafür, dass die Komponenten im Gehäuse auf einer betriebsfähigen Temperatur bleiben. Das bedeutet nicht selten, dass der Kühler im PC auch gleichzeitig der schlimmste Feind für die Hardware ist: Durch die Bewegungen wird Staub angezogen und setzt sich an den verschiedenen empfindlichen Elementen fest.

Daher ist es nötig, dass hin und wieder eine Reinigung am Gerät durchgeführt wird. Nur so kann die Lebensdauer von PCs erhöht und eine dauerhaft gute Leistung garantiert werden.

Wie merke ich, dass der Rechner verschmutzt ist?

In der Regel zeigen sich die ersten Probleme bei einer etwaigen Verschmutzung nicht in den ersten Wochen oder Monaten nach dem Kauf eines neuen PCs. Es braucht einige Zeit, bis der Kühler entsprechend viel Staub angesammelt hat, dass es auch für den Benutzer bemerkbar wird. Das erste Anzeichen ist meist die Lautstärke des PCs, wenn dieser unter Volllast läuft.

Er ist deutlich lauter als in den ersten Wochen des Betriebs und wird nicht selten unangenehm laut, wenn der PC bereits einen bestimmten Grad an Verschmutzung erreicht hat. Ab diesem Punkt dauert es nicht lange, ehe auch die Leistung des Kühlers gemindert wird.

Der Staub isoliert die verschiedenen Elemente der Hardware und kann am Anfang dafür sorgen, dass die Rechnerleistung nachlässt. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Überhitzung kommen, was langfristig für eine Beschädigung verschiedener Teile sorgt. Diese sind sensibel und müssen gut gekühlt werden können.

Aber wie reinigt man einen Rechner richtig? Und was sollte man beachten, wenn eine solche Reinigung selbst vorgenommen wird?

Das leidige Thema Garantie beim Reinigen des PCs

Viele Unternehmen versehen sowohl Laptops als auch normale Desktop-Computer mit entsprechenden Garantie-Aufklebern am Gehäuse. Öffnet man nun das Gehäuse, würde diese Sticker einreißen. Der Hersteller könnte nun erkennen, dass der Benutzer sich an die Hardware gewagt hat. Tatsächlich kann in einem solchen Fall die Garantie verfallen. Die gesetzliche Gewährleistung ist aber trotzdem vorhanden.

Das heißt: In den ersten sechs Monaten sind etwaige Fehler weiterhin von der Gewährleistung abgedeckt. Danach wäre es es der Kunde selbst, der beweisen müsste, dass die Schäden bereits vorhanden waren. Die Garantie kann mit einer Öffnung aber durchaus erlöschen, da es sich um eine freiwillige Leistung der Hersteller handelt. Genaue Informationen lassen sich meist beim Hersteller des eigenen PCs erfragen.

Wie oft sollte ein normaler Rechner gereinigt werden?

verschmutze Lüfter PC
Stark verschmutze Lüfter im inneren des PCs
Foto: Parilov / Fotolia.com
Der Bedarf einer PC-Reinigung ergibt sich in der Regel aus dem Verbrauch. Wer den gesamten Tag am PC arbeitet oder diesen laufen lässt, sollte zur Sicherheit einmal im Monat eine gute Reinigung durchführen.

Wer diesen aber nur alle paar Tage benutzt, sollte mit einer Reinigung im Quartal ausreichend gute Vorsorge leisten. Auch hier kommt es mitunter auf die individuellen Elemente an. Starke Lüfter ziehen natürlich mehr Dreck an und ein Gaming-PC hat mehr Pflegeaufwand als ein einfacher Office-Rechner, der in der Regel nur selten unter voller Last läuft.

Die wichtigsten Tipps für die Reinigung des PCs

  • Trennen Sie für die Reinigung den PC immer vom Strom!
  • In vielen Fällen ist es bereits ausreichend, wenn man sich von Außen dem Schmutz nähert.
  • Mit einem entsprechenden Druckspray, das in der Regel einfach für die PC-Reinigung gekauft werden kann, lassen sich zum Beispiel bei den meisten Geräten das empfindliche Netzteil und der Kühler von Staub befreien. Dieses Spray sorgt mit hohen Druck dafür, dass Staub bereits zur Seite gepustet wird, wenn man durch die kleinen Schlitze in das Innenleben des PCs pustet. Wer eine solche Reinigung einmal im Monat vornimmt, sollte die meisten Probleme bereits hoben haben.
  • Bei der Nutzung von Druckluftspray sollte zudem darauf geachtet werden, die Flasche nicht schräg zu halten.
  • Manchmal kann es aber nötig sein, dass man den PC doch für eine grundlegendere Reinigung öffnet.
  • Der Kühler kann in der Regel einfach ausgesaugt werden. Wichtig ist, dass man die Kühlerblätter selbst mit einem Gegenstand blockiert. Ansonsten würden sie in der Luft des Saugers rotieren und könnten für eine Überspannung im Mainboard sorgen.
  • Kabelbinder sorgen dafür, dass das Chaos, das mitunter im Gehäuse herrscht, einfacher zu bekämpfen ist. Durch größere Stauräume lässt sich der Staub einfacher aussaugen.
  • Ein Pinsel mit weichen Borsten ist das richtige Werkzeug, um auch das Motherboard und andere Platinen von Staub zu befreien. Hier sollte auf den Sauger verzichtet werden, weil Schäden sonst zu schnell passieren können.
  • Entsprechende Anleitungen für die genaue Säuberung bestimmter Elemente im PC lassen sich überall im Internet finden. YouTube bietet zum Beispiel einige Anleitungen, die sogar für einzelne Modelle wirksam sind. So findet man genau die richtige Hilfe für die professionelle Reinigung der verschiedenen Inhalte des Gehäuses.

Die Reinigung vom einem Profi durchführen lassen

PC mit Druckluft und Pinsel reinigen
PC wird mit Druckluft und Pinsel gereinigt Foto: thodonal / fotolia.com
Nicht jeder traut sich an die verschiedenen Elemente, die mit dem PC verbunden sind. Das kann zum einen daran liegen, dass man eben nicht die Garantie erlöschen lassen möchte. Zum anderen ist es für manch einen Nutzer zu aufwendig, den PC regelmäßig zu reinigen.

Gerade die mangelnde Erfahrung im Umgang mit den sensiblen Komponenten lässt manchen darauf verzichten. Da ein PC aber nur dann lange leben und gut funktionieren kann, wenn man sich auch um das Innere kümmert, sollte man trotzdem nicht auf eine Reinigung verzichten. An dieser Stelle gibt es viele Profis, die sich dieses Problems annehmen können.

Eine professionelle Reinigung des Computers kann sowohl beim Hersteller als auch bei zertifizierten PC-Werkstätten erfolgen. Manche von ihnen nehmen sogar einige Reinigung vor, bei der die Garantie im Zweifel nicht erlöschen würde. In den meisten Fällen kann man beim Hersteller entsprechende Partner erfragen, die sich dann um die Reinigung des eigenen PCs kümmern. Je nach Aufwand liegen die Kosten in der Regel bei 50 bis 80 Euro zuzüglich Versand.

Mit der Reinigung des Computers wird nicht nur die Langlebigkeit gefördert, sondern auch die Leistung wieder verbessert. Nur so kann garantiert werden, dass der PC auch nach zwei Jahren Nutzung noch optimale Leistung bringt.

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