Konzentration steigern im Job

Die Bewältigung von Herausforderungen am Arbeitsplatz ist meist bereits in fachlicher Hinsicht mit Schwierigkeiten verbunden. Wer sich langen und manchmal auch eher wenig motivierenden Aufgaben widmen muss, hofft natürlich auf eine möglichst effiziente Arbeitsumgebung. Gerade im Büro ist das aber eher Utopie als Realität. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Charakteren und somit auch den unterschiedlichsten Eigenheiten und Arbeitsformen führt dazu, dass manch Kollege im Großraumbüro zunehmende Probleme mit der Konzentration hat. Das schwächt nicht nur die eigene Produktivität, sondern kann sich langfristig auf die Psyche auswirken. Schwierigkeiten mit der Konzentration sind keine Seltenheit – man muss sie auf die richtige Weise zu bekämpfen wissen.

Die Probleme mit der Konzentration im Bürojob

Konzentration nur schwer möglich
Oft ist Konzentration in einem lauten Büro nur schwer möglich / Foto: Voyagerix / fotolia.com
Natürlich ist Konzentration eine Frage individueller Stärken und Schwächen. Manch einer lässt sich eher und bereitwilliger von möglichen Störungsquellen in der eigenen Umgebung von einer Aufgabe ablenken, andere vertiefen sich so sehr in die Arbeit, dass es beinahe physischen Druck braucht, um sie zurück in das hier und jetzt zu holen. In der Regel sinkt die Konzentration für eine Tätigkeit aber bereits nach 20 oder 30 Minuten. Das bedeutet, dass man in diesem Zeitraum mit einer bestimmten Aufgabe beschäftigt sein kann, danach aber deutlich anfälliger dafür wird, sich durch andere Reize ablenken zu lassen. Das ist natürlich gerade in einem Büro ein Problem, weil es hier gleich eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, die zur Störung beitragen können.

Konzentration kann man lernen. Wie viele andere Dinge auch, ist es eine Fähigkeit, die sich schulen lässt und die mit den richtigen Methoden, auf die später noch eingegangen wird, mit der Zeit gesteigert werden kann. Es ist aber gerade in einem Büro auch immer eine Frage der Kommunikation. Der größte Störfaktor sind dabei stets die eigenen Kollegen – ob nun bewusst oder unbewusst. Zuerst ist es also wichtig herauszufinden, wo die typischen Quellen für Störungen im eigenen Büro liegen.

Quellen für Konzentrationsprobleme entdecken und neutralisieren

Die Möglichkeiten für eine Ablenkung im Büro sind zahlreich und haben nicht selten auch mit den eigenen Aufgaben zu tun. Daher sollte man zu Beginn herausfinden, welche der Quellen für die eigenen Probleme am ehesten in Frage kommen.

  • Kollegen: Ob nun der Kollege, der zu laut auf seiner Tastatur tippt, der Kollege, der zu laut telefoniert oder der Umstand, dass man dauernd gefragt wird, ob man eine Aufgabe übernehmen kann – klare Verhaltensregeln und eine offene Kommunikation sind hier der Schlüssel.
  • Umgebung: Zu warme oder zu kalte Luft, strenge Gerüche aus der Büroküche, Lärm vor dem Fenster – all das sind Faktoren, die einen Einfluss haben können. Und oft sind es diejenigen, auf die man selbst am wenigsten Einfluss hat.
  • Computer & Smartphone: Man möchte es nicht unbedingt zugeben, aber die Verlockungen des Internets, der neusten E-Mail oder der Nachrichten sind eines der größten Probleme für die Konzentration. Hier muss man vor allem an sich selbst arbeiten.

Natürlich ist es manchmal nötig die E-Mails zu prüfen oder mit einem Kollegen ein unerwartetes Gespräch zu führen. Gerade hier sollte aber durch eine offene Kommunikation und eine gewisse Selbstdisziplin – zum Beispiel das Schließen des Browsers – erreicht werden, dass typische Probleme rund um die Störungen relativ schnell abgestellt sind.

Methoden und Hilfsmittel für mehr Konzentration

Kopfhörer helfen dabei Umgebungslärm auszuschalten
Kopfhörer helfen dabei Umgebungslärm auszublenden / Foto: mangpor2004 / fotolia.com
Die Probleme rund um die Konzentration sind natürlich ein Klassiker und führen nicht selten dazu, dass ganze Büros nicht so effektiv arbeiten, wie es sein könnte. Entsprechend dessen braucht es gewisse Methoden, Werkzeuge und Hilfsmittel, um die eigene Konzentration und die der Kollegen zu steigern. Das beginnt schon bei ganz einfachen Methoden, die dabei helfen, viele der audiovisuellen Störelemente auszublenden und sie somit aus dem eigenen Alltag der Arbeit zu verbannen.

  • Kopfhörer: Viele Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern inzwischen Musik zu hören, sofern dies nicht etwa das Telefon übertönt. Kopfhörer haben nicht nur den Vorteil, dass sie störende Geräusche ausblenden, sondern Musik hilft vielen Menschen beim konzentrierten und zielgerichteten Arbeiten.
  • ToDo: Eine gute ToDO Liste mit Prioritäten sorgt nicht nur für einen organisierten Alltag sondern auch eine klare und konzentrierte Abarbeitung der Aufgaben.
  • Einzelzeiten: Klare Arbeitszeiten für die Kommunikation per Telefon oder Meetings erlaubt es, den Tag so einzuteilen, dass die Störungen durch Anrufe oder E-Mails minimiert werden.

Das sind nur einige Werkzeuge, die einen direkten Einfluss darauf haben sollten, wie konzentriert man verschiedenste Arbeiten an seinem Arbeitsplatz erledigen kann. Dazu kommt auch noch die passende Umgebung: Eine gute Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes, mit guten Farben und frischer Luft und ohne Quellen für die Ablenkung, sind eine Grundlage für die Arbeit und machen Konzentration deutlich einfacher.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Methoden, die eigene Frustrationsgrenze für Probleme mit der Konzentration zu schulen. Hierfür gibt es Coachings aber auch Tipps, die man ganz von selbst erledigen kann. Es muss dabei nicht immer direkt eine Meditation sein – es gibt aber praktische Übungen, die auch in fünf Minuten im Büro erledigt werden können, die den Fokus erhöhen.

Beim Thema Fokus: Oft wird unterschätzt, wie wichtig der eigene Körper bei diesem Thema ist. Fettes Essen in der Mittagspause stört die Konzentration, da der Körper in der Regel sehr viel arbeiten muss. Eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz und ausreichend Flüssigkeit im Körper machen es auch hier wieder viel einfacher, sich auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren.

Das Allheilmittel: Die richtige Zahl der Pausen

Regelmäßige Pausen steigern die Arbeits- und Konzentrationsfähigkeit
Regelmäßige Pausen steigern die Arbeits- und Konzentrationsfähigkeit. / Foto: moshbidon / Fotolia.com
Ein Problem mit der Konzentration hat wenig mit äußeren Einflüssen zu tun, sondern einfach damit, dass der Kopf nach einer Weile müde wird. Er kann sich nur eine bestimmte Dauer auf den Bildschirm oder die Akten konzentrieren und verlangt ein wenig Ruhe, bevor es an die nächsten Aufgaben geht. Ausreichend Pausen während des Arbeitsalltags sind daher wichtig, um neue Energie für die nächsten ToDos sammeln zu können.

Nach einer Stunde sollte man sich spätestens vom Bildschirm lösen, fünf Minuten den Kopf mit anderen Dingen beschäftigen und sich in irgendeiner Form ablenken. Ob das nun dafür genutzt wird sich einen Kaffee zu kochen oder eben doch den verpassten Büroklatsch nachzuholen ist erst einmal un wichtig – es geht vor allem darum, dass man seinem Kopf die Möglichkeit gibt, sich ein wenig Ruhe zu gönnen und mit neuem Antrieb an die nächsten Aufgaben zu gehen.

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