Home-Office perfekt einrichten

Möchte man von zu Hause seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, so ist ein sehr hohes Maß an Selbstorganisation notwendig. Doch auch die technische Ausstattung und die Atmosphäre müssen stimmen, sodass der Arbeit effizient, konzentriert und auch störungsfrei nachgegangen werden kann. Genau deshalb ist es extrem wichtig, dass Home-Office gut vorbereitet wird. Einerseits muss der Arbeitgeber zustimmen, andererseits sollte man auch die Familie in die Planung einbinden. Mitunter ist es auch ratsam, wenn der Vermieter im Vorfeld informiert wird. Auch den Geschäftspartnern, Kollegen und Kunden muss man vermitteln, dass Home-Office nicht bedeutet, dass man “24 Stunden zur Verfügung steht”. Denn auch in den eigenen vier Wänden gelten die gesetzlich festgelegten Höchstarbeitszeiten. Auch wenn es zu Beginn vielleicht ein paar Herausforderungen gibt, so kann man sich doch über einige Vorteile freuen, sofern man auch auf die Einrichtung des daheim befindlichen Arbeitsplatzes achtet.


35 Prozent würden für eine Home-Office-Möglichkeit den Arbeitgeber wechseln

Immer mehr Deutsche interessieren ich für Home-Office: 35 Prozent würden für eine Home-Office-Möglichkeit sogar den Arbeitgeber wechseln!. / Foto: FotoIEdhar / Fotolia.com
Immer mehr Deutsche interessieren ich für Home-Office: 35 Prozent würden für eine Home-Office-Möglichkeit sogar den Arbeitgeber wechseln!. / Foto: FotoIEdhar / Fotolia.com

Seit dem Jahr 1980 bietet IBM den Mitarbeitern an, dass sie ihre beruflichen Aufgaben auch in den eigenen vier Wänden absolvieren können.

Auch in Deutschland gibt es schon zahlreiche Unternehmen, die den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Verfügung stellen, ihrer Arbeit von zu Hause aus nachgehen zu können. Jedoch befindet man sich hier erst in den Kinderschuhen.

Die letzten Ergebnisse der Statistika-Studie haben gezeigt, dass es gerade einmal 20 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind, die Home-Office anbieten. Das liegt einerseits am Gesetzgeber (39 Prozent) und andererseits aufgrund der Tatsache, dass die Unternehmen eine Ungleichbehandlung vermeiden wollen (63 Prozent).

Jedoch sind 43 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass in den kommenden Jahren der Anteil der sogenannten Home-Office-Mitarbeiter steigen wird. Vor allem auch, weil sich immer mehr Deutsche für Home-Office interessieren: 35 Prozent würden für eine Home-Office-Möglichkeit sogar den Arbeitgeber wechseln!


Die richtige Position für den Schreibtisch

Wer den Schreibtisch derart ausrichtet, dass er den Blick zum Fenster hat, muss ein paar Nachteile akzeptieren; auch dann, wenn sich das Fenster im Rücken befindet, überwiegen die Nachteile. Ratsam ist hingegen die rechtwinklige Platzierung des Schreibtisches zum Fenster, sodass man seitlich neben dem Fenster arbeiten kann. Nur so erzielt man die optimalen Lichtverhältnisse.

Wer nämlich mit dem Rücken zum Fenster sitzt, der schadet seinen Augen – die Sonnenstrahlen, die auf den Monitor treffen, sorgen in weiterer Folge dafür, dass die Augen richtige Höchstleistungen erbringen müssen. Die Folgen? Tränende oder trockene Augen; es folgen Kopfschmerzen und Erschöpfung.

Genau deshalb sollte man im Zuge der Errichtung des eigenen Büros darauf achten, dass optimale Lichtverhältnisse herrschen. Einerseits sollte man neben dem Fenster sitzen, andererseits nicht mit dem Rücken zu der Tür (Feng-Shui) – die ruhige Arbeitsatmosphäre wird dann gewährleistet, wenn der ganze Raum überblickt wird.


Mögliche Fehler und Gefahren

Wer die richtige Beleuchtung missachtet, der wird immer wieder unter Augen- und Kopfschmerzen leiden. / Foto: sebra / fotolia.com
Wer die richtige Beleuchtung missachtet, der wird immer wieder unter Augen- und Kopfschmerzen leiden. / Foto: sebra / fotolia.com

Hat man die richtige Stelle für den Schreibtisch gefunden, so konnte man bereits eine große Herausforderung meistern. Jedoch gibt es noch zahlreiche Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, sodass man ungestört der Arbeit nachgehen kann. Nur dann, wenn eine ruhige Atmosphäre herrscht, kann man effektiv arbeiten.

Der Arbeit kann man auch nur effektiv nachgehen, wenn man die passenden Möbelstücke hat. Ein robuster Schreibtisch und ein komfortabler Bürostuhl sind Gold wert. Vor allem geht es auch um die Sitzposition – entscheidet man sich für einen qualitativ minderwertigen und somit sehr billigen Bürostuhl, der mitunter noch schlecht eingestellt ist, so sind Rückenschmerzen bereits vorprogrammiert.

Auch die Beleuchtung spielt eine wesentliche Rolle. Wer die richtige Beleuchtung missachtet, der wird immer wieder unter Augen- und Kopfschmerzen leiden. Auch technische Probleme können immer wieder die Arbeitsprozesse verlangsamen.

Im eigenen Büro sollte man über jene Geräte verfügen, die auch in der Firma vorhanden sind und für die Arbeit benötigt werden. Das sind in der Regel ein Computer, ein Telefon und ein Internetanschluss. Drucker, Scanner oder Faxgerät können ebenfalls erforderlich sein. Wichtig ist, dass die Kosten mit dem Arbeitgeber besprochen werden. Stellt der Arbeitgeber die Arbeitsmittel (Computer, Büromöbel und dergleichen) zur Verfügung oder kommt es zu einer Verrechnung der Kosten? Das heißt, dass die Telekommunikationskosten (Internet, Telefon) von der Firma übernommen werden.

Werden feste Arbeitszeiten ignoriert, so verliert man sehr wohl den Überblick, wie lange man bereits gearbeitet hat. / Foto: undrey / fotolia.com
Werden feste Arbeitszeiten ignoriert, so verliert man sehr wohl den Überblick, wie lange man bereits gearbeitet hat. / Foto: undrey / fotolia.com

Sehr wohl kann es auch vorkommen, dass der Arbeitgeber gar keine Kosten ersetzt. Ein Problem ist natürlich der Umstand, dass man den ganzen Tag daheim ist. Das heißt, dass der Partner oder die Kinder der Meinung sein könnten, man stehe ständig zur Verfügung. Wichtig ist, dass schon im Vorfeld geklärt wird, dass man dem Beruf nachgeht und der Umstand, dass man daheim ist, nicht automatisch bedeutet, auch als Privatperson zur Verfügung zu stehen. Genau deshalb sollten fixe Zeiten eingehalten werden – die Familie weiß also, dass man von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 17 Uhr nur körperlich anwesend ist.

Werden feste Arbeitszeiten ignoriert, so verliert man sehr wohl den Überblick, wie lange man bereits gearbeitet hat. Einerseits kann es vorkommen, dass man zu wenige Stunden gearbeitet hat und mit der Arbeit nicht fertig wurde, andererseits besteht auch die Gefahr, dass man auf Pausen vergisst und selbst nach “regulärem Büroschluss” noch am Projekt arbeitet.


Die richtige Schreibtischhöhe

Wurden Grenzen gesetzt, sodass klassische Fehler vermieden werden können, so geht es natürlich auch um den letzten Feinschliff. Dazu gehört etwa – wieder einmal – der Schreibtisch. Die Position wurde gefunden – nun dreht sich alles um die richtige Höhe. In der Regel haben Schreibtische eine Höhe von 72 Zentimetern. Die ideale Schreibtischhöhe kann also nur mit einem höhenverstellbaren Bürostuhl erreicht werden.

Um zu überprüfen, ob man in der richtigen Position ist, sollte man am Bürostuhl sitzen, die Oberarme locker hängen lassen und darauf achten, dass die Unterarme auf den Armlehnen liegen. Benutzt man in diesem Zustand die Tastatur, sollten die Unter- und auch Oberarme einen rechten Winkel bilden. Ist das nicht der Fall, so muss der Bürostuhl niedriger oder höher gestellt werden. Auch Unter- und Oberschenkel müssen sich in einem 90 Grad-Winkel befinden. Des Weiteren ist zu beachten, dass der Rücken direkt an der Rückenlehne des Stuhls liegt.


Nicht die Bewegung vergessen

Wer nicht stundenlang auf seinem Bürostuhl sitzen möchte, der sollte sich für einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch entscheiden.
Wer nicht stundenlang auf seinem Bürostuhl sitzen möchte, der sollte sich für einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch entscheiden.

Eine weitere Möglichkeit stellt das Steh-Sitz-Konzept dar. Sehr wohl gibt es Schreibtische, die auch höhenverstellt werden können, sodass man sie problemlos an die Körpergröße anpassen kann. Wer nicht stundenlang auf seinem Bürostuhl sitzen möchte, der sollte sich für einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch entscheiden. Binnen Sekunden wird der Schreibtisch hochgefahren, sodass man auch stehend seiner Arbeit nachgehen kann.

Stillstand ist immer ein Rückschritt – wer einem Bürojob nachgeht, der sollte darauf achten, dass er immer in Bewegung ist. Das heißt, man sollte aufstehen, eine Runde im Büro drehen oder auch im Zuge des Steh-Sitz-Konzeptes auch einmal stehend seiner Arbeit nachgehen. Zudem ist es ratsam, wenn man sich – mindestens einmal in der Stunde – streckt. Dieser Vorgang entspannt die Rückenmuskulatur.

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