Grüne Helfer: Die besten Pflanzen für das Büro

Sie sehen nicht nur schick aus, sondern besitzen auch noch zahlreiche versteckte Talente: Pflanzen im Büro. Laut Forschern haben sie sogar einen gesundheitlichen Nutzen und wirken sich positiv auf die Produktivität am Arbeitsplatz aus. Wir zeigen Ihnen die Ihnen die Vorteile der „grünen Mitarbeiter“ und was Sie dabei beachten sollten.

Büropflanzen lassen Ihre Arbeitsleistung erblühen

plant photoPflanzen verbessern das Raumklima und sorgen für eine reinere Luft sowie eine höhere Luftfeuchtigkeit. Das ist gerade im Winter wichtig, wenn durch die Heizung die Luftfeuchtigkeit zusätzlich gesenkt wird.

Bei einer Studie zum Thema „Pflanzen am Arbeitsplatz“ bewiesen Forscher diese Vorteile unter realen Arbeitsbedingungen: So erreichten die Beschäftigten 15 Prozent mehr Arbeitsleistung in Büros mit entsprechender Begrünung, als die die in einer Umgebung ohne Pflanzen arbeiteten.

Das Experiment wurde über mehrere Monate hinweg durchgeführt. Während dieses Zeitraums wurden in den Büroräumen Pflanzen hinzugefügt und wieder entfernt. Dabei standen neben jedem Sitzplatz mindestens zwei, für die Testpersonen sichtbare, Gewächse. Darüber wurde erfasst wie die Beschäftigten die räumliche Arbeitsatmosphäre wahrnahmen und wie sich deren Produktivität über den Studienzeitraum hinweg veränderte.

Das Ergebnis: Während am Arbeitsplatz Pflanzen standen berichteten die Mitarbeiter von gesteigerter Zufriedenheit, besserer Luftqualität und höherer Konzentrationsfähigkeit. Dabei lag im Gegensatz zu den Phasen ohne Begrünung die Produktivität um durchschnittlich 15 Prozent höher.

 

Warum Pflanzen im Büro wichtig sind

Allein schon der gesundheitliche Aspekt spricht für die Begrünung eines Arbeitsplatzes. Denn Pflanzen haben einen positiven Einfluss auf das Raumklima. So kommt es nicht so leicht zu Ermüdungserscheinungen, was sich wiederum positiv auf die Konzentration auswirkt und Stresserscheinungen im Arbeitsalltag mindert. Ebenso wirkt sich die Ausstrahlung gesunder Pflanzen positiv auf die Laune der Mitarbeiter und deren Psyche aus.

 

Außerdem: Pflanzen versus Heizungsluft im Winter

Gerade in den kalten Monaten, bei denen die Heizung hochgedreht wird, fällt in vielen Büros die Luftfeuchtigkeit auf 30 Prozent. Zum Vergleich: 50 Prozent wären ideal. Dadurch leiden Mitarbeiter verstärkt unter Konzentrationsmangel, Reizungen der Atemwege sowie Kopfschmerzen. Durch Pflanzen in den Arbeitsräumen kann man dem entgegenwirken. Denn die grünen Helfer verbessern das Raumklima, bauen Kohlendioxid ab, produzieren Sauerstoff und erhöhen auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit. Manche von ihnen filtern sogar Schadstoffe und mildern sogar den Geräuschpegel.

 

Auf was Sie besonders achten sollten

Allgemein benötigen die meisten Zimmerpflanzen viel Licht. Doch Vorsicht, denn nicht alle vertragen die künstliche Beleuchtung in Büroräumen.

Bei der Bürogestaltung sollte man außerdem auf widerstandsfähige Pflanzen zurückgreifen. Diese sollten nicht an Orten platziert werden an denen ein Luftzug herrscht. Hinsichtlich der passenden Lichtverhältnisse, sollte ja nach Pflanze, einen Fachmann zu Rate gezogen werden.

Wichtig ist außerdem die Befüllung. Kaum eine im Büro stehende Pflanze ist heute noch in Erde getopft, sondern wird über eine sogenannte Hydrokultur versorgt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Gesamtgewicht bei großen Pflanzen nicht zu hoch ist. Denn gerade wenn Kalkstein- oder Lavagestein-Substrate verwendet werden, die zwar schön aussehen und wenig Dreck machen, kann die Pflanzendekoration sehr schwer werden.

 

Welche Pflanzen eignen sich für welchen Standort?

Bei der Auswahl von Pflanzen für das Büro müssen verschiedene Kriterien beachtet werden. Was für einen Zweck soll die Begrünung hauptsächlich erfüllen? Sollen die diese von den Mitarbeitern gepflegt werden? Wenn ja, sind zum Beispiel exotische oder besonders pflegeaufwendige Pflanzen keine gute Wahl.

Wir stellen Ihnen die Top Fünf der gängigsten Büro-Pflanzen, deren Pflegeroutine und für welche Standorte sie sich am besten eignen, vor:

 

Platz 5: Die Kokospalme

Die Kokospalme

Auf Platz fünf schafft es die Kokospalme. Bei dieser exotischen Schönheit sollten Sie allerdings auf die Benutzung einer Klimaanlage verzichten. Denn Kokospalmen benötigen im Sommer eine Temperatur von bis zu 30 Grad und im Winter mindestens 20.

Sie brauchen viel Sonne und sollten daher am besten nah einem Fenster stehen. Gießen Sie die Kokospalmen vorzugsweise mit warmem Wasser, immer dann, wenn die Ballen nicht mehr feucht sind.

Dünger brauchen diese Pflanzen nur etwa zweimal im Jahr. Dabei können sie bis zu 30 Metern hoch werden. Das sollten sie dann aber doch nicht und daher rechtzeitig

Platz 4: Der Gummibaum

Gummibaum
Unverwüstlicher Klassiker: Der Gummibaum

Photo by naturalflow Platz 4 unserer Büro-Pflanzen Liste belegt der Gummibaum.

Er kann bis zu fünf Meter groß werden, ist sehr robust und braucht nur wenig Wasser. Auch sie fühlen sich in Fensternähe am wohlsten, dürfen aber nicht in direkter Nähe zur Heizung gestellt werden. Wird er zu groß, kann er ganz unkompliziert gekürzt werden.

Ein Nachteil bei ist, dass Gummibäume alle zwei Wochen gedüngt werden müssen. Außerdem vertragen sich die Blätter der Pflanzen nicht gut mit Staub und sollten daher regelmäßig abgewischt werden.

 

Platz 3: Die Yucca-Palme

Eine Yucca-Palme
Eine Yucca-Palme (die eigentlich gar keine Palme ist, sondern zu den Spargelgewächsen gehört)

Yucca-Palmen sind robust und kommen auch längere Zeit ohne Wasser aus. Außerdem kann die Pflanze sowohl im Licht als auch im Schatten stehen.

Auch ein ständiger Wechsel von feuchter und trockener Luft macht ihr recht wenig aus. Dabei sollte sie allerdings nicht zu oft gegossen werden. Die Pflanze kann bis zu fünf Metern groß werden.

Wird sie zu groß, kann man sie einfach abschneiden und innerhalb weniger Monate treibt sie neu aus. Das abgeschnittene Stück kann übrigens wieder bewurzelt werden. So werden aus einer Pflanze schnell 2.

 

Platz 2: Der Ficus

Ein FicusPhoto by ndrwfgg

Fast an die Spitze unserer Rangliste geschafft, hat es der Ficus.

Als pflegeleichter Bürogenosse muss er nur hin und wieder gegossen werden. Ausgewachsen kann er eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen.

Der Ficus mag es hell und verträgt keine Standortveränderungen. Die Pflanze sollte daher so wenig wie möglich gedreht oder umgesetzt werden. Ideal sind für die Pflanze Temperaturen von 18 bis 23 Grad.

Platz 1: Der Kaktus

Kaktus - Nummer 1 im Büro
Der Kaktus – die Nummer 1 im Büro

Der sogenannte „Schwiegermutter-Stuhl“ macht das Rennen. Obwohl Kakteen als eine der robustesten Pflanzen überhaupt gelten, kommen auch sie nicht ganz ohne Pflege aus.

Denn ein komplett nasser Topf oder zu wenig Licht lassen auch diese Überlebenskünstler eingehen. Achten Sie daher auf eine mäßige Wasserzufuhr und stellen Sie Pflanze an einen hellen Standort – vorzugsweise am Fenster.

In ihrer Hauptwachstumszeit von Mai bis August sollten die Pflanzen außerdem etwa alle drei Wochen gedüngt werden. Ansonsten ist der Kaktus sehr anspruchslos in der Pflege.

 

 

 

Büro-Pflanzen: Kosten-Nutzen-Effekt

Der Nutzen von Pflanzen am Arbeitsplatz zeigt sich bereits nach dem ersten Jahr. Aufgrund ihrer gesundheitlichen und psychologisch positiven Eigenschaften verbuchen Mitarbeiter sowie Kollegen weniger Fehlstunden, was sich wiederum positiv auf die Produktivität auswirkt. Auch die Kosten bleiben gering, da in den darauf folgenden Jahren keine Investitionen für neue Pflanzen anfallen.

Der Kosten-Nutzen-Effekt ist außerdem abhängig von der Art und Anzahl der Pflanzen sowie von der Investition eines eventuell erteilten Pflegeauftrags.

Die Höhe der Folgekosten ist davon anhängig, ob die Pflanzen von den eigenen Mitarbeitern versorgt werden oder letzten Endes ein Fachbetrieb dafür beauftragt wird.

 

Wie kann man die Pflanzenpflege mit den eigenen Mitarbeitern am besten organisieren?

Eine Pflanze auf dem Büroschreibtisch

Genauso wie gesunde Pflanzen einen positiven Effekt auf die Atmosphäre am Arbeitsplatz haben, wirkt sich halb vertrocknete oder mit Schädlingen befallene Begrünung negativ auf die Arbeitsleistung aus.

Deswegen ist es ratsam, dass sich um die Begrünung ein eng eingegrenzter und fester Personenkreis kümmert. Das verhindert Unstimmigkeiten, wie unabsichtliches Übergießen oder falsche Absprachen bei der Pflege, die zur baldigen Verkümmerung der Pflanzen führen.

Eine sinnvolle Hilfe bei der Eigenpflege bieten außerdem Bewässerungssysteme. Denn damit müssen die Pflanzen nur noch in größeren Abständen gegossen werden.

Ist das Büro besonders groß, lohnt es sich oft auch einen externen Dienstleister mit der Pflege zu beauftragen.

Viele Firmen lassen sich außerdem von Gärtnereien mit Büropflanzen beliefern, welche häufig auch die Pflege übernehmen.

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