Büro aufräumen – Tipps und Tricks

Ordnung ist das halbe (Arbeits-) Leben. Denn wer einen aufgeräumten Arbeitsplatz hat, der kann sich besser konzentrieren, findet seine Sachen schneller und fühlt sich wohler. Ein ordentliches Arbeitsumfeld spart also Zeit und Nerven und sorgt dafür, dass wir gerne an unserem Schreibtisch oder in unserem Büro sitzen. Oftmals verbringen wir einen Großteil des Tages auf der Arbeit. Wieso also nur Zuhause Ordnung halten und nicht auch dort, wo wir im Schnitt 40 Stunden in der Woche sind? Wie das Aufräumen und Ordnung halten einfach und schnell gelingt und wie Sie sogar Spaß dabei haben können, erfahren Sie hier.

Büro aufräumen: bevor es losgeht

Unordnung im Büro
Hier muss dringend aufgeräumt werden – aber man sollte strukturiert vorgehen!
Foto: Elnur / fotolia.com
Einfach loslegen kann, besonders in großen Büros, im Chaos enden. Deshalb ist es wichtig, sich vorher ein gutes System zu erarbeiten, um effizienter und auch entspannter an die Aufräumaktion heranzugehen. Je nachdem, ob Sie im Home-Office, im eigenen Büroraum, oder im Großbüro arbeiten, bedarf einer eigenen Strategie. Arbeiten Sie alleine, brauchen Sie sich nicht abzusprechen und können Ihre eigene, individuelle Strategie entwickeln. Arbeiten Sie jedoch mit Kollegen zusammen, sollten alle Beteiligten miteinbezogen werden. Auch wenn beim Aufräumen an sich nicht jeder dabei sein muss und manchmal auf Grund der großen Mitarbeiterzahl auch nicht sollte, da es sonst schnell zu unübersichtlich werden kann.

Bevor es losgeht, ist es ratsam, die aktuelle Situation zu betrachten und auszuwerten:

  • Wo muss aufgeräumt werden?
  • Was kann alles weg?
  • Welche Geräte und Materialien wurden schon ewig nicht mehr benutzt und sind somit bloß Platzverschwendung?
  • Wie könnte man die benötigten Dinge effektiver und auch ordentlicher verstauen?

Wichtig ist hierbei, dass jeder Mitarbeiter mitentscheiden kann, damit es im Nachhinein nicht zu Missverständnissen oder gar Grenzüberschreitungen kommt. Am einfachsten ist es, wenn die Kollegen, die nicht beim Ausmisten dabei sind, selbst entscheiden können, was weg kann. Die nicht mehr benötigten Sachen können in einen Karton oder einen Müllsack gepackt und unter den Schreibtisch gestellt werden. So ist sofort klar, was entsorgt werden kann und was bleiben darf. Alternativ kann man auch mit Post-Its arbeiten.

Meeting abhalten vor dem Aufräumen
Besprechen Sie die Aufräumaktion mit den Kollegen. Idealerweise in einem Teammmeeting.
Foto: Elnur / fotolia.com
Die Großaktion sollte vorher in einem Meeting besprochen werden. So wird Raum für Fragen geschaffen, das Kollegium über die geplanten Schritte in Kenntnis gesetzt und es können eventuell sogar gute und kreative neue Ideen gesammelt werden, wie das Büro in Zukunft noch besser organisiert und ordentlich gehalten werden kann. Außerdem kann der Termin bekannt gegeben werden, da an diesem Tag vermutlich Einschränkungen im Arbeitsablauf zu erwarten sind und sich jeder Mitarbeiter so rechtzeitig auf die Situation einstellen und seine wichtigsten Arbeiten vorher erledigen kann. Auch Container, Säcke und Rollwägen können bestellt und gegebenenfalls Termine mit dem Recyclinghof vereinbart werden. Für ausgemistete Möbel können Käufer gesucht werden.

Gemeinsam aufräumen spart Zeit, verbindet und macht Spaß

Ein ordentliches Büro ist etwas, das allen Mitarbeitern gut tut. Denn jeder möchte gerne in einem produktiven, übersichtlichen und optisch ansprechenden Umfeld arbeiten. Deshalb kann das gemeinsame Aufräumen verbinden und zum Gemeinschaftsprojekt mit Spaßfaktor werden. Nach dem ersten Rundgang und der Analyse der Situation sollten die verschiedenen Aufgabenbereiche ausgearbeitet und dementsprechend passende Teams gebildet werden.

Ausmisten, Müll wegbringen, Staub wischen, neue Möbel aufbauen. Aufgaben gibt es viele. Mit der Größe des Büros nimmt auch ihr Ausmaß zu. Wenn jedoch systematisch vorgegangen wird und jeder weiß, was er zu tun hat, sind die Teams wie Zahnräder, die ineinander greifen. Das Ordnung schaffen geht so besonders zügig und es sind schon bald Erfolge sichtbar, was zusätzlich motiviert.

Mit der passenden Musik kann die Stimmung angehoben und sogar das Arbeitstempo erhöht werden, da diese eine treibende und motivierende Kraft haben kann. Durch das gemeinsame Anpacken können sich die Kollegen neu und besser kennenlernen, gemeinsam ihre Erfolge feiern und die Stimmung untereinander kann sich positiv entwickeln. Auch wenn das Ordnung machen anstrengend sein kann, so ist es eine Auflockerung des Büroalltags, die allen gut tut.

Stehen die Aufgabenbereiche und Teams fest, sollte Schritt für Schritt vorgegangen werden. Am besten beginnen Sie in der obersten Etage, falls das Gebäude mehrstöckig ist, und arbeiten sich nach unten durch.

Mann putzt das Büro mit einem Wischmopp.
Ist alles aufgeräumt, lohnt es sich einmal gründlich zu putzen / Foto: Andrey Popov / fotolia.com
Unabhängig von der Etagenzahl gilt: Raum für Raum vorgehen, um Chaos zu vermeiden. Jedes Zimmer nach dem selben Schema abzuarbeiten hilft ebenfalls, die Übersicht zu behalten. Sortieren Sie zum Beispiel immer zuerst die Schränke aus, dann den Schreibtisch und anschließend den Rest. Dann wird vom zweiten Team der Müll entsorgt und die ausgemisteten Möbel und Elektrogeräte werden verkaufsfertig gemacht.

Ist das Zimmer entrümpelt, aufgeräumt und vom Müll befreit, kann das dritte Team anrücken, um mit Staubsauger und Putzutensilien den finalen Schliff beim Ordnung machen zu übernehmen.

Wie dauerhaft Ordnung herrscht

Tastatur wird mit einem Pinsel geputzt
Arbeiten, die im Nachgang erledigt werden können: Staub auf der Tastatur entfernen.
Foto: Harry / fotolia.com
Natürlich ist bereits der Anblick des aufgeräumten Büros und Arbeitsplatzes ein großartiges Gefühl, das jedem die Vorteile der Aufräumaktion deutlich macht. Doch mit der Zeit kann dieses Erfolgserlebnis ein wenig in Vergessenheit geraten und der Büroalltag wieder Einzug halten, der leider auch das unliebsame Chaos wieder mit sich bringen kann. Um die Mitarbeiter immer wieder an das Erfolgserlebnis zu erinnern, gibt es ein paar einfache Tricks. So bleibt die Ordnung auch langfristig erhalten:

  • Eine Pinnwand mit Vorher-Nachher-Fotos, lustigen Erinnerungen an den Aufräumtag und Stichpunkten mit den Vorteilen eines ordentlichen Büros motivieren, die erarbeitete Ordnung zu halten. Die Pinnwand sollte jedoch an einem Ort platziert werden, zudem nur Mitarbeiter und keine Kunden Zugang haben.
  • Neue Büromöbel, die platzsparender, schöner und praktischer sind, laden ebenfalls dazu ein, das Büro regelmäßig aufzuräumen.
  • Mülleimer, Locher, Aktenordner und Putzmittel in greifbarer Nähe machen es einfach, das Aufräumen in den Arbeitsalltag zu integrieren und die Aufgaben sofort zu erledigen, anstatt sie aufzuschieben.
  • Legen Sie einen fixen Termin fest, an dem der Arbeitsplatz ausgemistet, aufgeräumt und gereinigt wird. Dies kann an einem bestimmten Wochentag oder einmal im Monat sein. So werden kleine Chaos-Herde beseitigt, bevor sie wieder zu großen heranwachsen können.

Kann der Chef Mitarbeiter dazu zwingen, das Büro aufzuräumen und zu reinigen?

Chef weist Angestellten an aufzuräumen
Aufgetragene Reinigungsarbeiten, wie beispielsweise das Putzen der Toiletten, gehören nicht zu den üblichen Tätigkeiten im Büro und können verweigert werden. / Foto: Imillian / fotolia.com
Wer an seinem Arbeitsplatz isst oder trinkt und dabei krümelt oder kleckert, der muss anschließend selbst sauber machen. Verlangt der Chef jedoch, dass Reinigungsarbeiten gemacht werden, die der eigenen Tätigkeit nicht entsprechen, kann das Ausführen verweigert werden. Niemand kann gezwungen werden Toiletten oder Fenster zu putzen, wenn er eigentlich als Bürokaufmann angestellt ist.

Bei einer Aufräumaktion, wie sie oben beschrieben ist, können auch Reinigungsarbeiten und andere Aufgaben anfallen, die nicht zur eigentlichen Tätigkeit gehören. Trotzdem lohnt es sich, ausnahmsweise einmal diese Aufgaben zu erledigen, da letztendlich alle mit anpacken und davon profitieren, wenn das Büro ordentlich ist. Deshalb sollten Sie in solch einem Fall darüber hinwegsehen, dass Staubwischen eigentlich nicht Ihrem vereinbarten Job entspricht und gemeinsam zum Wohle aller Mitarbeiter handeln. Immerhin misten diese vielleicht auch Ihre Aktenschränke aus, oder bringen Ihre aussortierten Sachen zum Recyclinghof.

Auch ist es ein Unterschied, ob Sie die Anweisung bekommen, alleine das Klo zu putzen, oder ob Sie an einem gemeinschaftlichen Aufräumtag mithelfen. Ist Letzteres der Fall, sollten Sie selbst bei unliebsamen Aufgaben ein Auge zudrücken und gemeinschaftlich handeln. Das kann durchaus Spaß machen und sogar das Verhältnis zu den Kollegen stärken.

Sollten Sie jedoch das Gefühl haben, auch außerhalb solcher Aktionen untypische Arbeiten aufgetragen zu bekommen, oder haben das Gefühl, es wird eine Grenze überschritten, dann sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten. Im Sinne aller Mitarbeiter zu handeln ist löblich, sich ausnutzen lassen brauch Sie jedoch nicht.

Fazit: regelmäßig das Büro aufräumen lohnt sich

Ordentlich aufgeräumter Teamarbeitsplatz
An einem ordentlich aufgeräumten Schreibtisch arbeitet es sich viel besser. Daher lohnt es sich, regelmäßig das Büro aufzuräumen.
In einem sauberen und ordentlichen Büro werden Sie garantiert besser, motivierter und lieber arbeiten, als in einem chaotischen und unübersichtlichen Umfeld. Schlägt der Chef also einen Tag vor, an dem alle gemeinsam aufräumen und putzen, dann nutzen Sie diese Gelegenheit und tun Sie sich und den Kollegen etwas Gutes. Arbeiten Sie alleine, dann legen Sie einen Termin fest, an dem Sie einmal so richtig aufräumen und ausmisten.

Solche Aktionen sind eine gelungene Abwechslung zum routinierten Arbeitsalltag und geben die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, sich während dem Ausmisten mit den Kollegen zu unterhalten und ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln.

Damit die Freunde am Erfolg des Aufräumtages dauerhaft erhalten bleibt, sollten Sie und alle anderen Mitarbeiter sich immer wieder bewusst machen, dass ein ordentlicher Arbeitsplatz sich auch positiv auf die Stimmung auswirkt und dass wir alle einen Großteil des Tages auf der Arbeit verbringen. Dass dieser ansprechend aussieht, sollte daher selbstverständlich sein.

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