14 schreckliche Fehler für unsere Gesundheit, die wir im Büro machen

Keine Frage – Fehler macht jeder und solange man daraus lernt, haben Fehler sogar etwas Gutes. Heute wollen wir uns jedoch mit Fehlern beschäftigen, die sie bei ihrer täglichen Büroarbeit lieber nicht machen sollten.


Schwache Passwörter nutzen

In Deutschland laden noch immer extrem schwache Passwörter zum Datendiebstahl ein. Wer zum Schutz seines Nutzerkontos eine simple Zahlenfolge wie „123456“ oder den Begriff „hallo“ benutzt, der geht ein hohes Risiko ein, sich durch gestohlene Daten erhebliche Unannehmlichkeiten einzuhandeln.

Dabei ist es ganz einfach, seine Daten wirkungsvoll zu schützen. Passwörter mit 15 Stellen, die aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen, bieten optimale Sicherheit.

Auch wichtig: Für jeden Account ein anderes Passwort anlegen. Wem das zu anstrengend ist, der kann einen Passwortmanager nutzen. Zudem bieten manche Dienstleister die Zweifaktor-Authentifizierung an. Ähnlich wie beim Online-Banking wird beim Einloggen per E-Mail oder SMS ein Code gesendet, der zusätzlich zum Passwort einzugeben ist.


Fehlende Sicherheitskopien

Das Speichern wichtiger Dateien auf externen Datenträgern bringt zusätzliche Sicherheit und dauert wenige Sekunden. / Foto: puhhha / fotolia.com / Foto: undrey / fotolia.com
Das Speichern wichtiger Dateien auf externen Datenträgern bringt zusätzliche Sicherheit und dauert wenige Sekunden. / Foto: puhhha / fotolia.com / Foto: undrey / fotolia.com

Keine Zeit, um eine Sicherheitskopie der aktuellen Arbeit zu erstellen? Das kann bei einem Programmabsturz oder versehentlichem Löschen der Datei das Vielfache der Zeit kosten, die vermeintlich gespart wurde. In jedem Office-Programm gibt es Optionen, um schon während des Arbeitens eine Sicherheitskopie anzulegen.

Das Speichern wichtiger Dateien auf externen Datenträgern bringt zusätzliche Sicherheit und dauert wenige Sekunden. Ebenso ratsam ist es, regelmäßig ein Backup des kompletten Systems anzufertigen. Auch hier bietet das externe Speichern maximale Sicherheit, kostet kaum Zeit und wird nach kurzer Zeit zur festen Routine.


Endlos-Sitzungen am Bildschirm

Die Arbeit am PC oder Laptop strengt die Augen an, macht müde und kann Kopf- und Rückenschmerzen auslösen. Auch die Konzentration lässt bei stundenlanger Bildschirmarbeit nach, was zu erhöhten Fehlerquoten führt. Deshalb sind regelmäßige Pausen vom Bildschirm kein Zeitverlust, sondern in jeder Hinsicht empfehlenswert. Nicht grundlos werden Arbeitgeber in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) verpflichtet, für regelmäßige Erholungspausen vom Bildschirm zu sorgen. Eindeutige Vorgaben gibt es dort allerdings nicht.

Welche Pausen also sind empfehlenswert? Fünf bis zehn Minuten pro Stunde sollten es schon sein. Bestenfalls schnappt man in den Pausen frische Luft und schaut bewusst in die Ferne. Auch Augengymnastik wirkt entspannend.


Zu kurze Arbeitspausen

In einer Mini-Pause ist es unmöglich, Abstand zu gewinnen und Energie zu tanken. / Foto: denisismagilov / fotolia.com
In einer Mini-Pause ist es unmöglich, Abstand zu gewinnen und Energie zu tanken. / Foto: denisismagilov / fotolia.com

Nicht nur bei bei Bürotätigkeiten, sondern im Arbeitsleben generell sind zu kurze Pausen schädlich – sowohl für die Arbeitsergebnisse als auch für die Gesundheit. Wer bei hohem Arbeitsaufkommen die Pause ausfallen lässt oder nur kurz vor die Tür geht, der tut sich damit keinen Gefallen. In einer Mini-Pause ist es unmöglich, Abstand zu gewinnen und Energie zu tanken.

Wichtig: Die zehn Minuten stündlicher Pause bei reiner Bildschirmarbeit ist nicht mit den echten Pausen zu verwechseln. Die PC-Unterbrechungen dienen vor allem dem Augenschutz und ersetzen keine Mittagspause. Sie sollte mindestens eine halbe, besser eine ganze Stunde betragen. Möglichst ohne Smartphone!


Üppiges Mittagessen

Wer nun meint, die ausgiebige Mittagspause eigne sich bestens, um ein opulentes Menü zu verspeisen, der täuscht sich leider.

Zu viel und zu schweres Essen macht träge, denn der Organismus ist danach primär mit der Verdauungsarbeit beschäftigt. Das zeigt sich an dem dringenden Bedürfnis, ein Mittagsschläfchen einzulegen. Dass das keine allzu gute Voraussetzung für den restlichen Arbeitstag ist, liegt auf der Hand.

Deshalb ist es besser, sich in der Mittagspause vorwiegend leichte Gerichte zu gönnen, anstatt sich selbst ins „Schnitzel-Koma“ zu katapultieren. Viel Gemüse oder Salat, eine leichte Suppe und Gerichte mit vollwertigen Kohlenhydraten spenden Energie und halten bis zum Feierabend fit und leistungsfähig.


Ungesunde Snacks

Greifen Sie zu Gemüsesticks, Obstsalaten oder anderen leichten Kleinigkeiten. / Foto: pilipphoto / fotolia.com
Greifen Sie zu Gemüsesticks, Obstsalaten oder anderen leichten Kleinigkeiten. / Foto: pilipphoto / fotolia.com

Ein Stückchen Kuchen zwischendurch, ein Riegel Schokolade „für die Nerven“, rasch ein Käsebrötchen vom Bäcker – nur die wenigsten solcher Snacks sind gesund oder förderlich fürs Durchhalten. Denn schnelle Kohlenhydrate, wie sie in Süßigkeiten und Weißmehlprodukten enthalten sind, lassen den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen und ebenso rasch wieder abfallen.

Das überträgt sich auf die Leistungskurve und dem kurzen Hoch folgt ein langes Tief. Außerdem haben ungesunde Snacks viele Kalorien, oft auch reichlich Fett. Viel besser sind Gemüsesticks, Obstsalate oder andere leichte Kleinigkeiten.


Zu wenig trinken

Der kleine Hunger zwischendurch ist in Wahrheit oft verkannter Durst. Ob das der Fall ist, lässt sich durch Trinken leicht feststellen. Im Büro wird ohnehin oft viel zu wenig getrunken.

Wenn bereits Durstgefühl vorhanden ist, dann ist das ein Alarmzeichen für Flüssigkeitsmangel. Wer es ignoriert, bekommt als nächstes Kopfschmerzen. Spätestens jetzt macht die Arbeit keinen Spaß mehr.

Doch so weit kommt es nicht, wenn man sich seine Ration Wasser oder Tee schon morgens bereitstellt. Auch leichte Suppen, viele Früchte und manche Gemüsesorten wie Gurken sind gut für den Flüssigkeitshaushalt.

Wer so vertieft in seine Arbeit ist, dass er das Trinken immer wieder vergisst, dem kann eine App helfen, die in regelmäßigen Abständen ans Trinken erinnert.


Bewegungsmangel

In der Mittagspause kann ein zügiger Spaziergang im Park für Ausgleich sorgen. /Foto: UBER IMAGES / fotolia.com
In der Mittagspause kann ein zügiger Spaziergang im Park für Ausgleich sorgen. /Foto: UBER IMAGES / fotolia.com

Bewegungsmangel ist bei Bürojobs mehr die Regel als die Ausnahme. Das macht die Sache nicht besser, denn zu wenig Bewegung kann zu Muskelabbau, Rücken- und Kopfschmerzen bis hin zu Verdauungsbeschwerden und Herz-Kreislaufproblemen führen. Außerdem macht langes Sitzen nervös und unkonzentriert.

Was hilft? Beispielsweise höhenverstellbare Schreibtische, an denen sowohl im Sitzen wie im Stehen gearbeitet werden kann. Ebenso sinnvoll ist es, jede Gelegenheit zum Aufstehen zu nutzen und Arbeitsutensilien nicht in bequemer Reichweite aufzubewahren.

In der Mittagspause kann ein zügiger Spaziergang im Park für Ausgleich sorgen. Zudem bieten immer mehr Arbeitgeber Zuschüsse zum Fitnessstudio an. Auch Kicker im Büro sind mehr als eine Attraktion für junge Mitarbeiter – eine Runde zu kickern macht den Kopf frei und sorgt für Bewegung.


Übertriebenes Arbeitspensum

Natürlich ist es gut, sich viel vorzunehmen und den Arbeitstag mit vollem Einsatz zu beginnen. Wenn das geplante Pensum jedoch regelmäßig nicht bewältigt wird, dann ist das ein Zeichen dafür, dass man seine Kapazitäten überschätzt.

Höchste Zeit, die Arbeit nach Prioritäten einzuteilen, Unwichtiges hintenan zu stellen und sich insgesamt nur so viel vorzunehmen, wie man voraussichtlich auch schafft. Alles andere wirkt unnötig demotivierend und frustrierend.


Zu selten „Nein“ sagen

Wer ständig nachgibt, der bleibt selbst auf der Strecke – und schafft sein eigenes Arbeitspensum nicht mehr. / Foto: Antonioguillem / fotolia.com
Wer ständig nachgibt, der bleibt selbst auf der Strecke – und schafft sein eigenes Arbeitspensum nicht mehr. / Foto: Antonioguillem / fotolia.com

Hier kurz etwas für den Kollegen übernehmen, dort einen Botengang für die Platznachbarin einlegen – und all das, obwohl sich die Arbeit bereits auf dem Schreibtisch türmt?

Ab und an sind Gefälligkeiten nett und signalisieren Engagement. Wer allerdings ständig nachgibt, der bleibt bald selbst auf der Strecke – und schafft sein eigenes Arbeitspensum nicht mehr.

Daher ist es wichtig, neben aller Hilfsbereitschaft Grenzen zu ziehen und öfter freundlich „Nein“ zu sagen.


E-Mails umgehend beantworten

Die tägliche E-Mail-Flut ist bei den meisten Menschen enorm. Doch kaum eine Nachricht ist so wichtig, dass sie sofort beantwortet werden muss – bei echter Dringlichkeit hätte der Absender gewiss zum Telefon gegriffen. Deshalb genügt es, den Posteingang in Abständen von einigen Stunden zu prüfen.

Allerdings nicht mitten in einem Arbeitsprozess, denn meist dauert es doch länger als gedacht und der Faden zur eigentlichen Arbeit geht verloren. Eine Pause zwischen zwei Arbeitsschritten speziell zum Sichten der Post ist ratsam.

Wer die E-Mails gleich in ein System verschiedener Ordner sortiert, kann sie später gezielt bearbeiten.


Zettelwirtschaft

Ein Ordnungssystem schützt vor einer ausufernden Zettelwirtschaft, bei der wichtige Informationen untergehen, weil man den Überblick verliert. / Foto: BillionPhotos.com / fotolia.com
Ein Ordnungssystem schützt vor einer ausufernden Zettelwirtschaft, bei der wichtige Informationen untergehen, weil man den Überblick verliert. / Foto: BillionPhotos.com / fotolia.com

Was sich bei E-Mails bewährt, ist auch für andere Belange sinnvoll: das Ordnungssystem. Es schützt vor einer ausufernden Zettelwirtschaft, bei der wichtige Informationen untergehen, weil man den Überblick verliert.

Für Abhilfe sorgt eine einzige Ablage, die morgens noch und abends wieder leer ist. Alles, was sich im Lauf des Tages ansammelt, wird in andere Ordnungssysteme sortiert. Dazu gehören Aktenordner, ein Sichtbuch für zeitnah zu Erledigendes sowie eine Wiedervorlage mit verschiedenen Terminierungen.

Nachdem das System angelegt ist und nach ersten Korrekturen perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt, spart es eine Menge Zeit und Nerven.


Ablenkung durch Social Media

Morgens zuerst einen Abstecher in die Sozialen Medien unternehmen, Mitteilungen abrufen, einen Blick auf’s Weltgeschehen werfen und hier und da kurz mit virtuellen Freunden plaudern?

Das klingt nach Sonntag, aber nicht nach einem erfolgreichen Tag im Büro. Denn Social Media sind echte Zeitfresser und schneller, als man meint, ist die erste Arbeitsstunde vergangen, ohne dass auch nur eine berufliche Aufgabe gesichtet wurde.

Die beste Abhilfe besteht in strenger Social-Media-Diät am Arbeitsplatz, denn jede Gewohnheit kann man sich auch wieder abgewöhnen – und tut sich selbst oft den größten Gefallen damit.


Krank ins Büro

Wer eine starke Erkältung, Fieber oder eine sonstige ernste Erkrankung hat, der ist im Büro fehl am Platz. / Foto: drubig-photo / fotolia.com
Wer eine starke Erkältung, Fieber oder eine sonstige ernste Erkrankung hat, der ist im Büro fehl am Platz. / Foto: drubig-photo / fotolia.com

Wer eine starke Erkältung, Fieber oder eine sonstige ernste Erkrankung hat, der ist im Büro fehl am Platz. Es ist falsch verstandener Ehrgeiz, dennoch zur Arbeit zu erscheinen – etwa, weil gerade so viel zu tun ist. Oder weil man Angst um den Arbeitsplatz hat.

Beides ändert nichts daran, dass der Körper bei einer Erkrankung Ruhe braucht und sich erholen muss. Währenddessen bringt er ohnehin keine bravouröse Leistung und wer eine Krankheit verschleppt, riskiert zudem Spätfolgen.

Dazu kommt die Gefahr, Kollegen und Geschäftspartner anzustecken, was für den Betrieb mit Sicherheit kein Gewinn ist. Im Zweifelsfall gibt hier ein Arzt den besten Rat.

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