10 führende Unternehmen, die Homeoffice erlauben

Ein drittel der deutschen Unternehmen bietet ihren Mitarbeitern heutzutage HomeOffice an. In diesem Beitrag stellen wir die Unternehmen vor, welche HomeOffice gestatten, warum sie sich lohnt und für wen sich die Arbeit von Zuhause aus eignet.

Generation HomeOffice?

Laut der neuen Bitkom-Studie zeigt sich Home Office immer lukrativer. Die Arbeitnehmer erhoffen sich durch die flexibleren Arbeitszeiten eine bessere Organisation von Beruf, Familie und Freizeit. Auch Pendler profitieren, denn sie können ihre Zeit in Zug, Bus oder Bahn nutzen, um produktiv zu sein. Grund für die steigende Tendenz seien die digitalen Technologien, die es Mitarbeitern ermöglicht ortsunabhängig an Programmen zu arbeiten.

Videotelefonie, Echtzeit-Apps und VPN sind Beispiele für diese Technologien, die die Präsenz am Arbeitsort nicht mehr relevant machen. Damit alles funktioniert muss es jedoch Regeln geben. Das Unternehmen muss Vertrauen erbringen und die Arbeitnehmer Selbstdisziplin und eine gute Organisation beherrschen.

Argumente der HomeOffice-Gegner

Arbeitsplatz im Home OfficeNatürlich gibt es auch immer wieder Gegner von Home Office. Viele befürchten, dass die Produktivität sinken würde und die Kommunikation schlechter werden würde. Eine weitere Befürchtung der Unternehmen ist, dass die Arbeitszeit nicht eingehalten wird und dementsprechend nicht mehr zu kontrollieren sei.

In einigen Unternehmen wäre eine Tätigkeit außerhalb des Betriebes gar nicht möglich, so in der Gastronomie, in Kindergärten oder im Dienstleistungsbereich. Hinzu kommt, dass der flexiblen Arbeitszeitgestaltung gesetzliche Hürden entgegenstehen. Zum einen ist es die starre Arbeitszeit-Regelung von acht Stunden pro Tag, zu welcher die Mindestruhezeit von elf Stunden hinzukommt. So können die Arbeitszeiten nicht ganz so flexibel wie erwünscht gewählt werden.

HomeOffice Anteil steigt

Die Bitkom-Studie befragte im September 2017 1.530 Unternehmen. Man fragte die Firmen, wie viele Angestellte ganz oder teilweise in Home-Office für das Unternehmen arbeiteten. Die Unternehmen sollten diese Zahl in Prozent ausdrücken. Außerdem fragte man die Unternehmen, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Dabei kam raus, dass man davon ausgehe, der Anteil der Homeoffice-Mitarbeiter steige in den nächsten fünf bis zehn Jahren weiter an. Einige Betriebe sind jedoch der Meinung, dass es beim heutigen Stand bleiben wird.

Aus den verschiedenen Studien geht außerdem aus, dass dieser Trend erst in den vergangenen vier/ fünf Jahren begonnen hat. In vielen Betrieben gehört es mittlerweile zur Unternehmenskultur. Wenn ein Unternehmen Homeoffice anbietet, so gilt es als besonders modern und liberal. Die Firma ermöglicht so ihren Mitarbeitern eine flexible Einteilung von Arbeit und Privatleben.

Es gibt dabei aber Unterschiede von Branche zu Branche. Dabei stehen die Chancen auf Homeoffice in einigen Bereichen besser als in anderen. Aus einigen Studien konnte man erkennen, dass Heimarbeit besonders im Bereich von Vertrieb und Verkauf zunahm. Diese Berufe können in den meisten Fällen von Zuhause aus ausgeübt werden oder beim Besuch des Kunden.

Hier wird ebenfalls eine Mobilität erfordert, um zum Kunden zu fahren. Andere Bereiche, in denen Heimarbeit gängig ist, sind Berufe in der IT, im Marketing, im Design oder im Online-Bereich. Bei diesen Berufen stellen die Arbeitgeber in den meisten Fällen ebenfalls die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten.

Bei großen Betrieben gäbe es zudem eine höhere Quote der Home-Office Mitarbeiter. Bei Firmen mit über 250 Mitarbeitern liegt diese bei über 50 Prozent. Dazu sollte erwähnt werden, dass die Durchsetzung hier leichter durchzuführen ist, als in kleinen Konzernen.

Ein Problem ist, dass oft nicht festgehalten werden kann, wie viele Stunden wirklich produktiv gearbeitet wird. Natürlich gibt es Tools um zu messen, ob der Mitarbeiter gerade wirklich in dem Programm arbeitet und ob er aktiv ist. Viele Arbeitgeber halten dies aber nicht notwendig oder zu kontrollierend. Mitarbeiter würden sich beobachtet fühlen und weniger konzentriert sein. Der Trend soll zukünftig zu Outsourcing und freien Mitarbeitern gehen.

Welche großen Unternehmen gibt es denn nun, die Heimarbeit anbieten?

Das erste Unternehmen, welches wir vorstellen ist Vodafone. Vodafone spricht sich für Homeoffice aus und besagt, dass Arbeiten von Zuhause die Effizienz fördere. Sie betonen aber auch, dass Homeoffice nicht für jedermann etwas ist. Dabei stellen sie viele Informationen zum Thema auf ihrer Website bereit.

Das zweite Unternehmen ist Daimler. Auch sie bieten Heimarbeit an und sagen, dass dies ganz normal sei. In Stuttgart soll es auch keine festen Arbeitsplätze mehr geben. Die Mitarbeiter können sich jeden Tag an einen anderen Schreibtisch setzen, wenn sie im Büro sind. So will Daimler erreichen, dass die Arbeitsatmosphäre lockerer wird.

Weitere Unternehmen sind:

  • AVART Personal GmbH
  • FOSS
  • BMW
  • FUNKE AG
  • Bauer
  • ING DiBa
  • ERGO Group AG

Übrigens: Auch Büromöbel-Experte ermöglicht die Arbeit im Home-Office!

Das sind aber noch lange nicht alle Firmen mit dieser Chance. Die Konzerne informieren auf ihren Internetauftritten großbändig über ihre Unternehmenskultur und deren Möglichkeit zur Heimarbeit.

Im Fokus stehen dabei alle Berufe, welche am Schreibtisch oder in der Beratung durchgeführt werden. Natürlich kann ein Mechaniker ein Maschinenteil nicht von Zuhause aus reparieren. Es wird aber immer Jobs geben, die nur am Arbeitsplatz ausgeführt werden können. Andere wiederum können gar keinen festen Arbeitsplatz aufweisen. So müssen beispielsweise Journalisten auch auf die Straße gehen, Events besuchen oder Menschen befragen und Interviews führen.

Für wen ist das HomeOffice geeignet?

Die Gestaltung des Home Office ist Ihnen überlassen. / Foto: Rawpixel.com / fotolia.com
Ist das Unternehmen tolerant gegenüber Heimarbeit ist es wichtig zu wissen, für wen sie sich überhaupt eignet.
Der Mitarbeiter, welcher gerne Home-Office betreiben würde, muss vor allen Dingen diszipliniert und organisiert sein. Es ist wichtig, sich nicht von Dingen außerhalb der Arbeitstätigkeit ablenken zu lassen.

Lebt die Familie zuhause oder sind Kinder im Haushalt gestaltet sich das Arbeiten von Zuhause oft schwierig. Um selbstständig und diszipliniert arbeiten zu können sollte ein separater Raum im Haus vorhanden sein, den sich der Mitarbeiter als Arbeitszimmer einrichtet. Hier ist er getrennt von den Einflüssen seines privaten Lebens, die ihn schnell ablenken könnten.

Im Büro ist alles eingerichtet, um die Produktivität zu steigern. So steigern helle Räume die Wachsamkeit und Konzentration. Dunkle Räume machen die Mitarbeiter müde, träge oder gar unproduktiv. Das ist in den eigenen vier Wänden oft nicht so ausgestattet oder durchdacht. Auch Deko, der Ausblick mit Fenster, verschiedene Farben oder die Lautstärke in dem Raum sind alles Faktoren, welche die Produktivität fördern oder belasten.

Wichtig ist resultierend also, dass der Mitarbeiter einen Raum hat, welcher an die Arbeit angepasst ist, hell ist und nicht zu viel ablenkende Einflüsse besitzt. Natürlich gibt es auch Arbeitsumgebungen, die nicht verändert werden können. Pendler nutzen oft ihre Zeit effektiv unterwegs in Bus und Bahn, um von dort aus zu arbeiten. Auch Umgebungen draußen im Park, im Balkon oder im Garten werden gerne als Arbeitsplatz genutzt. Hier sollte jeder Mitarbeiter selber entscheiden, ob sie hier produktiv arbeiten können.

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