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Magazin Arbeiten im Stehen: sinnvoll oder nicht?

Arbeiten im Stehen: sinnvoll oder nicht?

Arbeiten im Stehen kann dabei helfen, lange Sitzphasen im Büro regelmäßig zu unterbrechen. Gerade bei Bildschirmarbeit verbringen viele Menschen einen großen Teil des Tages sitzend. Entscheidend ist deshalb nicht, das Sitzen vollständig durch Stehen zu ersetzen, sondern mehr Bewegung und Haltungswechsel in den Arbeitsalltag einzubauen.

Besonders einfach gelingt das mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch. Er ermöglicht es Ihnen, regelmäßig zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln und unterschiedliche Tätigkeiten in verschiedenen Körperhaltungen auszuführen.

Inhalt

Welche Probleme kann Büroarbeit im Sitzen mit sich bringen?

Wer im Büro arbeitet, verbringt häufig viele Stunden am Tag im Sitzen. Problematisch ist dabei vor allem eine lange, weitgehend unveränderte Körperhaltung . Fehlen regelmäßige Positionswechsel und Bewegung, werden bestimmte Muskelgruppen dauerhaft ähnlich beansprucht.

Besonders Rücken, Nacken und Schultern können dadurch belastet werden. Auch einseitige Arbeitsabläufe mit Tastatur und Maus können Beschwerden an Händen, Armen oder Schultern begünstigen.

Deshalb sollte ergonomische Bildschirmarbeit nicht allein daraus bestehen, möglichst korrekt zu sitzen. Ebenso wichtig ist es, die Haltung häufig zu verändern, aufzustehen und Bewegung bewusst in den Arbeitstag einzubauen.

Arbeiten im Stehen am Büroarbeitsplatz

Arbeiten im Stehen: Das sind die Vorteile

Der menschliche Körper ist für Bewegung ausgelegt. Bleibt eine Position über lange Zeit unverändert, entsteht eine überwiegend statische Belastung. Genau hier bietet die Arbeit im Stehen einen Vorteil: Sie unterbricht längere Sitzphasen und bringt Abwechslung in die Körperhaltung.

Im Stehen werden andere Muskelgruppen beansprucht als beim Sitzen. Gleichzeitig fällt es häufig leichter, das Körpergewicht zu verlagern, einige Schritte zu gehen oder Arbeitsmittel an einem anderen Platz zu erreichen.

Wichtig ist allerdings: Auch Stehen sollte nicht zur nächsten starren Dauerhaltung werden. Besonders vorteilhaft ist der regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung.

Sitzende und stehende Arbeit an einem höhenverstellbaren Schreibtisch

Vorteile der Arbeit im Stehen im Überblick

Richtig eingesetzt kann Steharbeit den Büroalltag bewegter gestalten. Dabei stehen nicht möglichst lange Stehzeiten im Mittelpunkt, sondern regelmäßige Wechsel:

1 Unterbrechung langer Sitzphasen: Durch das Aufstehen verändert sich die Körperhaltung und eine zuvor statische Sitzposition wird beendet.

2 Mehr Muskelaktivität: Beim Wechsel zwischen Sitzen und Stehen werden unterschiedliche Muskelgruppen beansprucht.

3 Mehr Bewegung im Arbeitsalltag: Wer bereits steht, kann kurze Wege häufig leichter in den Arbeitsablauf integrieren.

4 Abwechslung für Rücken und Nacken: Die Veränderung der Haltung hilft dabei, eine dauerhaft gleichförmige Beanspruchung zu vermeiden.

5 Flexiblere Arbeitsweise: Telefonate, kurze Besprechungen oder organisatorische Aufgaben lassen sich gezielt für eine Stehphase nutzen.

Wichtig: Stehen ist nicht automatisch die gesündere Dauerhaltung. Auch langes statisches Stehen kann Beschwerden verursachen. Entscheidend ist der regelmäßige Wechsel der Körperposition.

Welche Hilfsmittel erleichtern die Arbeit im Stehen?

Am einfachsten gelingt der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch. Damit lässt sich die Arbeitsfläche passend zur jeweiligen Körperposition einstellen.

Besonders komfortabel sind elektrisch verstellbare Modelle. Die Tischhöhe lässt sich innerhalb kurzer Zeit verändern, sodass ein Positionswechsel nicht erst einen aufwendigen Umbau des Arbeitsplatzes erfordert.

Alternativ gibt es Stehpulte oder Aufsätze für vorhandene Schreibtische. Zusätzlich können bequeme Schuhe und ein geeigneter Untergrund dazu beitragen, Stehphasen angenehmer zu gestalten.

Programmierbare Steuerkonsole eines höhenverstellbaren Schreibtisches

Häufige Fehler beim Arbeiten im Stehen

Wer bisher fast ausschließlich im Sitzen gearbeitet hat, sollte nicht von einem Tag auf den anderen versuchen, einen Großteil des Arbeitstages zu stehen. Der Körper muss sich an die veränderte Belastung gewöhnen.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Arbeitsfläche richtig eingestellt ist. Ist der Tisch zu hoch, werden die Schultern möglicherweise unbewusst angehoben. Ist er zu niedrig, neigt sich der Oberkörper stärker nach vorn.

1 Langsam beginnen: Integrieren Sie zunächst kurze Stehphasen und verlängern Sie diese bei Bedarf schrittweise.

2 Tischhöhe richtig einstellen: Die Unterarme sollten sich entspannt auf der Arbeitsfläche positionieren lassen.

3 Nicht starr stehen: Verlagern Sie das Gewicht, verändern Sie Ihre Fußposition und bewegen Sie sich regelmäßig.

4 Schultern locker lassen: Eine angespannte oder hochgezogene Schulterposition sollte vermieden werden.

5 Bei Ermüdung wechseln: Wird das Stehen unangenehm, ist es sinnvoller, wieder die Haltung zu wechseln, statt eine bestimmte Stehzeit erzwingen zu wollen.

Merke: Das Ziel eines Sitz-Steh-Arbeitsplatzes ist nicht möglichst langes Stehen. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Körperhaltung regelmäßig verändern.

Wie wirkt sich Arbeit im Stehen auf Motivation und Produktivität aus?

Stehphasen können insbesondere bei Telefonaten, kurzen Abstimmungen oder organisatorischen Tätigkeiten eine aktive Abwechslung darstellen. Der Wechsel der Körperhaltung unterbricht dabei lange Phasen weitgehend unbewegter Bildschirmarbeit.

Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass jede Tätigkeit im Stehen produktiver erledigt wird. Für konzentrierte Schreib-, Analyse- oder Präzisionsarbeiten kann eine gut eingestellte Sitzposition ebenso sinnvoll sein.

Entscheidend ist deshalb, die Körperhaltung an die jeweilige Tätigkeit anzupassen und zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung zu wechseln.

Welche Nachteile kann langes Stehen haben?

Auch das Arbeiten im Stehen kann unangenehm werden, wenn die Position zu lange unverändert bleibt. Möglich sind beispielsweise Müdigkeit, Beschwerden an Füßen und Beinen oder Schmerzen im unteren Rücken.

Vor allem langes statisches Stehen ist deshalb nicht das Ziel eines ergonomischen Büroarbeitsplatzes. Bewegung und regelmäßige Positionswechsel bleiben entscheidend.

Ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz bietet gerade deshalb einen Vorteil: Sobald das Stehen unangenehm wird, können Sie wieder in eine geeignete Sitzposition wechseln.

Höhenverstellbare Schreibtische für die Arbeit im Sitzen und Stehen

Fazit: Sitzen, Stehen und Bewegung kombinieren

Arbeiten im Stehen ist vor allem dann sinnvoll, wenn es lange Sitzzeiten unterbricht . Der größte ergonomische Nutzen entsteht nicht dadurch, dass Sie Sitzen vollständig durch Stehen ersetzen.

Stattdessen sollte ein moderner Büroarbeitsplatz unterschiedliche Körperhaltungen ermöglichen. Nutzen Sie eine passende Sitzposition für konzentrierte Aufgaben, stehen Sie zwischendurch auf und bauen Sie zusätzlich kurze Bewegungsphasen in den Arbeitstag ein.

1 Sitzen: Nutzen Sie unterschiedliche und möglichst entspannte Sitzpositionen.

2 Stehen: Unterbrechen Sie lange Sitzphasen regelmäßig durch Arbeiten im Stand.

3 Bewegen: Ergänzen Sie Sitzen und Stehen durch kurze Wege und aktive Bewegungspausen.

Gesundheitliche Einordnung

Bei gesundheitlichen Aussagen zum Sitzen und Stehen lohnt es sich, zwischen gut belegten Erkenntnissen und pauschalen Versprechen zu unterscheiden. Drei Punkte sind für die Gestaltung von Büroarbeitsplätzen besonders relevant:

1 Sitz- und Stehphasen sollten sich abwechseln: Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt eine Steh-Sitz-Dynamik und weist darauf hin, statisches Stehen zu vermeiden. Stehphasen sollten demnach ungefähr 20 bis 30 Minuten nicht überschreiten.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), „Steh-Sitzdynamik“ und Broschüre „Auf und nieder – immer wieder! Mehr Gesundheit im Büro durch Sitz-Steh-Dynamik“.

2 Auch langes Stehen kann Beschwerden verursachen: Untersuchungen zu längerem Stehen am Arbeitsplatz berichten unter anderem über häufiger auftretende Schmerzen im unteren Rücken, körperliche Ermüdung, Muskelbeschwerden, geschwollene Beine und allgemeines körperliches Unbehagen. Bewegung und der Wechsel zwischen verschiedenen Körperhaltungen gelten als wichtige Gegenmaßnahmen.

Quelle: Robert B. Dick und Thomas R. Waters, National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH), „Evidence of Health Risks Associated with Prolonged Standing at Work and Intervention Effectiveness“.

3 Bewegungsarme Büroarbeit sollte aktiv unterbrochen werden: Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung beschäftigt sich mit dynamischen Büroarbeitsplätzen und Maßnahmen, die leichte körperliche Aktivität mit Bildschirmarbeit kombinieren. Ziel ist es, die bei bewegungsarmer Büroarbeit entstehende körperliche Inaktivität zu reduzieren.

Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Institut für Arbeitsschutz der DGUV, „Dynamische Büroarbeit“ sowie DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze – Leitfaden für die Gestaltung“.

Beitrag erstellt von: Paul Eilfeld 02.07.2026

Paul Eilfeld ist Geschäftsführer der Büromöbel Experte GmbH und oneserv IT und ein Visionär im Bereich moderner Bürogestaltung . Mit seiner einzigartigen Perspektive auf Arbeitsräume betrachtet er diese nicht nur als physische Strukturen, sondern als entscheidende Faktoren für Innovation, Effizienz und Menschlichkeit.Ein etwas anderer Karriereweg. Mit dem Fokus auf ergonomische und stilvolle Büromöbel hat er es sich zur Aufgabe gemacht, langweilige Arbeitsplätze in inspirierende Kreativ-Hubs zu verwandeln.

 

„Arbeiten sollte sich gut anfühlen“, so beschreibt Paul seine Vision eines modernen Büros. Er versteht es, Büromöbel nicht nur zu verkaufen, sondern sie zum Leben zu erwecken. Ob es um ergonomische Stühle geht, die Rückenschmerzen lindern, oder um höhenverstellbare Schreibtische, die mit einem Knopfdruck die Arbeitsposition anpassen: Paul kennt die Geheimnisse, die aus einem gewöhnlichen Büro einen Wohlfühl-Arbeitsplatz machen. Sein Engagement für die Schaffung von Arbeitsumgebungen, in denen Teamarbeit und Produktivität gefördert werden, hat ihn zu einem gefragten Experten auf dem Gebiet der Büroeinrichtung und New Work gemacht. Er ist der Überzeugung, dass Mitarbeiterzufriedenheit und ein inspirierendes Umfeld der Schlüssel zu unternehmerischem Erfolg sind.

Autor: Paul Eilfeld