Frische Farben im Büro – so wird es gemütlicher

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Schon seit vielen Jahren wissen wir alle um die Wirkung der Farben und setzen sie vor allem im Wohnbereich geschickt ein, um unser Wohlbefinden zu steigern und bestmöglich zu entspannen. Doch wie sieht es in unseren Büros aus, wo wir doch eigentlich weitaus mehr Zeit verbringen, als beispielsweise in unserem Wohnzimmer? Dort wird leider viel zu wenig auf den wirkungsvollen Einsatz von Farben geachtet und Tristesse herrscht vor. Dabei können gerade dort Farben eine enorme Auswirkung auf unsere Leistungsfähigkeit haben und in einer gut durchdachten Arbeitsumgebung wächst auch der Spaß an der Arbeit.

Bei einem Gang durch deutsche Büros fühlt man sich oft wenig behaglich. Dunkle Böden, weiße Wände, weiße Decken, weiße bzw. beige Schreibtische und schwarze Bürostühle vermitteln nicht gerade ein frisches Bild und deprimieren höchstens. Einzig hier und da aufgestellte Pflanzen oder vereinzelte Bilder an den Wänden lockern die Umgebung etwas auf, ohne dabei aber richtig wirken zu können. Vielmehr wirkt die Einrichtung oft nur lieblos und zweckgebunden. Zweckdienlich ist sie deswegen aber noch lange nicht, denn eine solche Tristesse kann sich auch nicht positiv auf die Arbeit auswirken. Vielmehr deprimiert sie und sorgt für eine gewisse Antriebslosigkeit, die sich einfach nicht abschütteln lässt.


Farben bringen Leben ins Büro

Schreibtisch seitlich zum Fenster ausgerichtet
Ein richtig eingesetzter Farbtupfer hier und dort hat eine große Wirkung

Natürlich ist auch das andere Extrem nicht hilfreich. Kämen wir in Büros mit schreiend bunter Einrichtung, in der die Farben den Anschein erwecken, als wollen sie sich gegenseitig mit ihrer Leuchtkraft übertrumpfen, sorgen auch nicht für eine positive Arbeitsatmosphäre. Zwar bringen die bunten Farben Leben ins Büro, aber zu unkontrolliert eingesetzt, sorgen sie auch in gleichem Maße für eine Unruhe und Rastlosigkeit, die nicht gerade die Konzentration fordert. Wie immer ist ein guter Mittelweg also die beste Lösung, wenn aus einem Büro ein Ort werden soll, an dem man produktiv, entspannt und konzentriert der Arbeit nachgehen kann.

Die Farben, die dabei verwendet werden, können als Akzentgeber schon viel ausrichten und es müssen nicht gleich ganze Wände mit ihnen gestrichen werden. Ein richtig eingesetzter Farbtupfer hier und dort hat viel mehr Wirkung und schreckt zugleich nicht ab. Gerade in Büros, in denen auch Kunden empfangen werden, ist das ein wichtiger Punkt, der nicht unterschätzt werden darf.

Schon die Farbe des Bürostuhlbezugs kann einen richtigen Impuls geben und passt man dann vielleicht auch noch Vorhänge, Sitzkissen auf den Besprechungsstühlen und Läufer sowie Wandbilder an, kann selbst ein Raum mit weißen Wänden und dunklem Fußboden sehr viel Behaglichkeit ausstrahlen oder die Kreativität, Konzentration und ähnliches fördern. Es sind also die Details, auf die es ankommt, um aus einem Büro einen Wohlfühlort zu machen. Und bei all den Stunden, die wir durchschnittlich an unserem Arbeitsplatz verbringen, hat das auch einen großen Einfluss auf andere Bereiche unseres Lebens. Ein schönes Büro sorgt dafür, dass wir uns besser fühlen, produktiver sind und entspannt in den Feierabend gehen können.


Die Wirkung von Farben

Die Wirkung von Farben wird gerade in Büros noch viel zu häufig unterschätzt. Ein weißes Büro mag zwar aufgeräumt wirken, aber es unterstützt nicht gerade das Wohlbefinden, wenn es keine farblichen Akzente setzt. Andere Farben sorgen mitunter dafür, dass wir unkonzentriert, lethargisch oder unkreativ sind und das kann sich sogar körperlich in Erschöpfung, Kopfschmerzen und Anspannung äußern. Daher ist es wichtig, die Wirkung von Farben zu kennen und auch zu bedenken, wie sie in Verbindung mit anderen Farben ihre Wirkung verändern können.

Grundsätzlich spricht man den Farben einige Eigenschaften zu:

Das Erstellen eines Farbkonzepts / Foto: Safarbi.de / fotolia.com
  • Neutrale Farben beruhigen und steigern das körperliche Wohlbefinden
  • Weiß symbolisiert Reinheit und Klarheit
  • Rot wirkt inspirierend und frech
  • Gelb steht für Entspannung und Harmonie
  • Blau macht es uns einfach, uns zu konzentrieren und klarer zu denken
  • Lila inspiriert und stellt ein inneres Gleichgewicht her
  • Grün mindert Stress und hilft bei der Findung neuer Perspektiven

Allein diese Übersicht zeigt, wie unterschiedlich Farben wirken und wie ihr Einfluss auf den Arbeitsbereich ist. Würden wir allerdings unser Büro komplett in Rot gestalten, wäre das nicht mehr inspirierend, sondern würde uns eher aggressiv machen oder deprimierend – je nachdem, welchen Rot-Ton wir wählen. Auch ein ganz gelber Raum würde nicht mehr für Entspannung sorgen, sondern uns eher nervös machen. Deshalb ist es so wichtig, die Farben gezielt einzusetzen und vor allem auch zu kombinieren.

Natürlich haben wir in Büros nicht immer die Möglichkeit, alle Gegebenheiten zu verändern und teilweise folgen die bisherigen „Konzepte“ auch einem Sinn, den wir selbst aufgreifen können. So ist es vollkommen gängig, dass Büros weiße Decken und Wände sowie einen dunklen Fußboden haben. Das gibt dem Raum eine Struktur, die auch ihre Vorteile hat. Ist der hellste Punkt die Decke und wird es dann zum Boden hin dunkler, folgt das einem Muster, das wir auch aus der Natur kennen. So wirkt der Raum insgesamt größer und offener, was für die meisten Büros ein Gewinn ist.


Farben im Zusammenspiel

Farben im Zusammenspiel / Foto: arsdigital / fotolia.com

Möchten wir dann farbliche Akzente setzen, gilt grundsätzlich: Leuchtende Farben benötigen wenig Platz, um in ihrer Intensität zu wirken. Matte Farben, wie beispielsweise Pastelltöne, fallen nur dann auf, wenn sie großflächiger eingesetzt werden. Ein Wandbild in einem knalligen Rot kann somit mehr Wirkung zeigen, als eine hellgelbe Wand. Setzt man beides zusammen ein, intensiviert sich das Rot noch einmal, während das Gelb weiter in den Hintergrund tritt.

Bei der Auswahl der Farben fürs Büro gibt es allerdings noch mehr zu beachten. Viele Büros dienen nicht nur der Arbeit im Computer, sondern werden auch für kleine Besprechungen genutzt und wer viel Glück hat, hat sogar eine Ecke zur Entspannung zur Verfügung. Erstellt man nun ein Farbkonzept für den Raum, kann man es nicht für alle Bereiche gleich verwenden, denn was am Arbeitsplatz zur Konzentration beiträgt, sorgt im Besprechungsteil vielleicht eher abweisend und unfreundlich. Die Grundstimmung für die Besprechungen wäre somit gleich negativ – und das ist eher nicht gewünscht. Es macht also Sinn, die einzelnen Bereiche des Büros optisch voneinander zu trennen und vielleicht auch Raumteiler in Form von Regalen zu verwenden, um die Abgrenzungen sichtbarer zu machen.

Beim Erstellen des Farbkonzept unterscheidet man dann folgende Farbbereiche:

  • Primärfarben: Rot, Blau und Gelb sind die einzigen Farben, die nicht aus anderen Farben gemischt werden können. Sie bilden damit die Grundlage für alle weiteren Farbkreise
  • Sekundärfarben: Orange, Grün und Lila entstehen, wenn man zwei Primärfarben miteinander mischt.
  • Tertiärfarben: Sie entstehen, wenn Sekundärfarben miteinander vermischt werden und erweitern das Farbspektrum
  • Pastellfarben: Mischt man den Farben nun noch einen hohen Weißanteil zu, erhält man Pastellfarben

Hat man im Büro nicht die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche (Arbeit, Besprechung, Erholung) gut voneinander zu trennen, empfiehlt es sich, mit harmonischen Farben im Konzept zu arbeiten. Damit bezeichnet man all die Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen. So kann beispielsweise ein rotes Wandbild neben einem orangefarbenen Vorhang hängen. Diese Methode erzeugt Harmonie in der Farbgestaltung und gibt die Möglichkeit, die Wirkung der Farben auch da zu entfalten, wo nicht eine genaue Trennung möglich ist.

Setzt man Komplementärfarben ein, also Farben, die sich im Farbkreis gegenüber liegen, sollte man das wirklich gezielt tun, um die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich zu lenken oder vereinzelt starke Akzente zu setzen. Ansonsten bringt diese Mischung, wenn sie zu häufig eingesetzt wird, eher Unruhe in einen Raum, eignet sich also eher dann, wenn optische Trennungen durchgeführt werden können.


Inspiration zur Farbgebung im Büro

Inspiration zur Farbgebung im Büro / Foto: virtua73 / fotolia.com

In Büros, in denen einzelne Bereich getrennt werden können, kann man ganz wunderbar mit Farben arbeiten. Für den Arbeitsplatz eignen sich beispielsweise blaue oder rote Farbgestaltungen. Sie fördern die Konzentration, inspirieren und geben uns eher Energie, als das sie uns diese rauben. Besprechungsbereiche profitieren von einer gelben oder orangen Farbgebung. Diese warmen Farben sorgen für eine entspannte Grundstimmung, inspirieren jedoch auch, ohne die Konzentration zu stören. Entspannen lässt es sich dagegen gut mit Farbakzenten in Grün. Das sorgt dafür, dass wir uns sicher fühlen und abschalten können. Auch Lila kann hier, wenn es nicht zu stark eingesetzt wird, für Ruhe und Gelassenheit sorgen.

Wichtig ist, dass man beim Einsatz der Farben auch kräftige Farben sowie Pastelltöne mit einander mischt, um ein noch stimmigeres Ergebnis zu erzielen. So können beispielsweise tiefblaue Vorhänge kalt wirken. Greift man hier jedoch auf ein Pastellblau zurück und nutzt das kräftige Blau nur für kleinere Flächen, gleicht sich die Wirkung aus und anstatt Kälte auszustrahlen, haftet dem Raum nun eine Aura der Konzentration an.

Empfängt man Kunden am Arbeitsplatz, gibt es noch mehr Fallen, in die man tappen kann. Inspiriert uns selbst ein kräftiges Rot bei der Arbeit, kann es auf Kunden zu fordernd und aggressiv wirken. Da gilt es abzuschätzen, in wie weit man eventuell auf Orange oder andere Farbtöne zurückgreift, die für beide Seiten eine angenehme Atmosphäre schaffen.

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