Erfahrungsbericht: Vielschreiberei geht auf den Rücken – aber nicht mehr lange

Dies ist ein Gastbeitrag von Sabrina Sailer

Höhenverstellbarer Schreibtisch
Mein Arbeitsplatz.

Seit Kurzem besitze ich einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Zum testen wurde er mir zur Verfügung gestellt, Büromöbel-Experte war so nett. Und jetzt darf ich hier verraten, wie das so mit dem Arbeiten ist, wenn sich der Tisch mal eben um einige Zentimeter hebt. Für einen waschechten Steharbeitsplatz eben.

Ich bin Ghostwriter, Texter und Online Redakteur. Im Grunde genommen lasse ich mich morgens in meinem Bürostuhl nieder und stehe abends wieder auf.

Weil zum kreativen Arbeiten immer mal ein Ortswechsel gehört, schreibe ich wie viele meiner Kollegen auch mal andernorts. Am Schreibtisch, am Küchentisch, im Café – wo auch immer ich gerade gedenke, weiterzuarbeiten. Mein Schreibtisch ist essenziell für diesen Beruf.

Wer einen Schreibtisch hat, der zu niedrig, zu hoch oder irgendwie nicht passend ist, der hat Rückenschmerzen. Das ist ziemlich vorhersagbar. Erst recht, wenn ich mal wieder statt im eigenen Büro am Küchentisch sitze. Oder im Café. Ehrlich, auf Dauer ist das nichts. Dafür ist es schlichtweg zu unbequem!

Verpackung & Aufbau

Mein neuer Schreibtisch reiste in einem flachen Paket bei mir an, der Zusammenbau hat keine halbe Stunde gedauert. Dann noch in die Ecke rücken und den Tisch aufstellen, freie Steckdose suchen – und fertig. Schön unkompliziert.

Veränderungen im Workflow

Die ersten zwei bis drei Male musste ich mich bewusst daran erinnern, dass mein Schreibtisch nun höhenverstellbar ist. Danach – nicht mehr.
Es heißt, der Geist ist wacher, sobald der Körper in Bewegung ist. Telefonische Briefings und Verhandlungen sind am höher gestellten Schreibtisch eindeutig erfolgreicher. Ja, ich habe das ganz bewusst getestet!

Und Recherchen, Notizen und Konzeptarbeiten machen mit kleineren – oder auch größeren – Standeinheiten deutlich mehr Freude.
Längere Phasen des reinen Schreibens wechseln sich jetzt also mit Phasen ab, bei denen ich am Schreibtisch stehe und andere Aufgaben angehe. Wer viel im Homeoffice arbeitet, erkennt hier die Chance. Denn fällt das still sitzen erst mal schwer, wird normalerweise eine Runde durch das Haus gedreht. Noch eben einen Kaffee aus der Maschine lassen, den Geschirrspüler einräumen oder kurz die (private) Post durchsehen? Es ist notwendig, zwischendurch Pausen einzulegen, den Kopf frei zu bekommen. Diese Pausen sind aber für den Kopf gedacht – nicht für den Rücken. Wer ganz einfach nicht mehr sitzen kann, der arbeitet halt am höhenverstellbaren Schreibtisch weiter.

Was gar nicht geht

  1. Längere Schreibphasen im Stehen
  2. Denn die legen sich irgendwann in Schmerzen um, im Rücken und in den Beinen. Weder sinnvoll, noch notwendig. Schließlich gibt es da noch den bequemen Bürosessel mit Rückenlehne und so weiter. Ideal ist, wenn die ergonomisch korrekte Tischhöhe für den korrekten Bürostuhl auch noch irgendwo notiert ist. Hier hilft beispielsweise ein kleiner, unscheinbarer Strich an der Wand. Verspannungen im Rücken werden vor allem durch falsche Arbeitstischhöhen erworben. Dieser kleine Strich an der Wand erinnert mich daran, auf welche Höhe mein Schreibtisch eingestellt sein sollte, wenn ich lieber im Sitzen arbeiten mag.

  3. Papierstapelchaos auf dem gesamten Schreibtisch
  4. Kreative Papierstapeltürme sind übrigens auch keine gute Idee, wenn sich der Tisch regelmäßig anhebt und senkt. Der Schreibtisch selbst macht das ganz sanft und gleichmäßig, aber Papiertürme sind da wirklich empfindlich. Abgesehen von besserem Rücken und effektiven Arbeitsphasen also noch ein Pluspunkt: Erzwungenermaßen mehr Ordnung auf dem Schreibtisch!

  5. Kreatives Kabelgewirr: Fällt leider auch aus.
  6. Denn, das ist ja logisch: Unsortiertes Kabelgewirr behindert den Schreibtisch beim Positionswechsel. Also auch mich. Und das nervt. Weshalb der Laptop jetzt ganz schlank und leicht ohne jedes weitere Zubehör auf dem Tisch thront. Alles andere mit Kabel dran ist ausgelagert.

Kleines Fazit

Ein ergonomischer Schreibtisch ist gut für meinen Rücken. Das ist jetzt keine Überraschung. Aber darüber hinaus sorgt so ein höhenverstellbarer Tisch bei mir auch noch für strukturierte Arbeitsprozesse und mehr Ordnung auf den sonst eher chaotisch-kreativen Schreibtischflächen.

Über die Autorin:

sn1hwJu8UwJIxTjYT1snzPQDn_uepp78X6UfWkdbOH0Sabrina Sailer ist Ghostwriterin, Texterin und Online-Redakteurin.

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