Das kosten uns Krankheiten: Verluste in Deutschland

Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt zu großen Teilen von der Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter ab. Viele Krankheiten und Unfälle lassen sich vermeiden. Deshalb achten aufmerksame Arbeitgeber auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Angestellten und sichern so den langfristigen Erfolg.

Jährlich entstehen durch Wertschöpfungs- und Produktionsausfall enorme Summen an Verlust:

Entstandener Verlust durch
Rückenschmerzen:
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Muskell & Skelett-Erkrankungen:
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Atemwegserkrankungen:
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Psychische Erkrankungen:
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Verletzungen:
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Krankheiten d. Verdauung:
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Herz-Kreislauferkrankungen:
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Übrige Krankheiten:
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Muskel- und Skeletterkrankungen

Mensch mit Rückenschmerzen
Muskel und Skeletterkrankungen sind die häufigste Ursache für Krankschreibungen

Knapp 22 Prozent der Erkrankungen am Arbeitsplatz gehören in zu den Muskelerkrankungen. Jeder Arbeitnehmer fehlt rund 1,5 Tage im Jahr bedingt durch Rückenschmerzen und jeder vierte Deutsche lässt sich mindestens einmal im Jahr wegen Rückenproblemen vom Arzt behandeln. Vor allem Büroangestellte sitzen oft 7,5 Stunden am Tag an ihrem Arbeitsplatz. Das Problem ist die falsche Sitzposition. Dabei lassen sich Muskel- und Rückenprobleme mit relativ einfachen Mitteln vermeiden.

Verantwortungsbewusste Arbeitgeber stellen ihren Angestellten einen ergonomischen Arbeitsplatz zur Verfügung. Das fängt bei verstellbaren Schreibtischen an. Die Tische lassen sich an die Größe jedes Arbeitnehmers anpassen. Die Arbeitsfläche muss groß genug sein, damit der Bildschirm in ausreichender Entfernung steht und der Arbeitnehmer genügend Platz für Tastatur, Maus und nötige Unterlagen hat. Zum Schreibtisch kommt ein ergonomischer Bürostuhl. Ein guter Stuhl hat eine verstellbare Rückenlehne, kann in der Höhe verstellt werden und ist kippsicher.

Der Arbeitnehmer selbst kann Muskel- und Rückenerkrankungen vorbeugen. Dabei ist ausreichend Bewegung ein entscheidender Punkt. Anstelle einer E-mail können sich Mitarbeiter persönlich treffen und wichtige Punkte besprechen. Regelmäßige Bewegung, auch im Büro verhindert Verspannungen und Rückenschmerzen.

Atemwegserkrankungen

Eine von drei Krankschreibungen die einen Arbeitgeber erreichen fallen in diese Kategorie. Dabei sind Grippe und Atemwegsinfekte die häufigsten Ursachen. Auch hier kann der Arbeitgeber seinen Angestellten hilfreiche Angebote machen. Knapp 50 Prozent kann das Ansteckungsrisiko durch einfaches Hände waschen mit Seife verringert werden.

Zusätzliches Desinfektionsmittel nicht nur auf den Toiletten, sondern auch in der Küche verhindert wirkungsvoll die Ausbreitung von Bakterien.

Vor allem die Hygiene am Arbeitsplatz verringert das Risiko einer Ansteckung. Regelmäßig Maus und Tastatur reinigen, nicht am Arbeitsplatz essen und ausreichend Flüssigkeit in Form von ungesüßtem Tee oder Wasser beugt Erkrankungen der Atemwege vor. Bei trockener Heizungsluft im Winter beziehungsweise laufender Klimaanlage im Sommer verbreiten Krankheitserreger noch schneller, deshalb mehrmals am Tag die Fenster öffnen und Frischluft ins Büro lassen.

Psychische Erkrankungen

Vor allem während der letzten Jahre stieg die Zahl der psychischen Erkrankungen deutlich an. Ein hohes Arbeitspensum und zeitlich eng gesteckte Termine über längere Zeit können zu Überbelastung und schließlich zu Burn-out führen. Arbeitgeber, die ein offenes Ohr für die Probleme und Sorgen ihrer Mitarbeiter haben, die geleistete Arbeit wertschätzen und nicht zu sparsam mit einem Lob umgehen, beugen solchen psychischen Erkrankungen vor.

Ein überforderter Arbeitnehmer muss die Chance haben, Projekte und einzelne Aufgaben an Kollegen abzugeben. Der Stress lässt sich reduzieren, indem im Team die Arbeitsaufgaben fair aufgeteilt werden. Es muss erlaubt sein, auch „Nein“ zu einer Aufgabe zu sagen. Hilfreich sind außerdem ausreichend Licht, vor allem Tageslicht und frische Luft am Arbeitsplatz.

Unfälle und Verletzungen

85 Prozent aller Unfälle am Arbeitsplatz werden durch menschliches Versagen verursacht. Fast die Hälfte der Unfälle sind Handverletzungen. Geeignete Sicherheitsmaßnahmen können dabei Unfälle wirkungsvoll verhindern. Stolperfallen im Büro sind beispielsweise offen liegende Stromkabel oder ein lose verlegter Teppichboden. Diese Fallen lassen sich mit einfachen Mitteln beheben.

Mit einem Kabelkanal kann ein Chaos am Boden und unter dem Schreibtisch verhindert werden. Lose Kabel verschwinden darin und eine häufige Unfallursache ist gebannt. Eine regelmäßige Wartung aller elektrischen Geräte im Büro ist Pflicht für den Arbeitgeber. Auch für die Befestigung von Schränken ist der Arbeitgeber zuständig. Vor allem große und schwere Wandschränke müssen an der Zimmerwand befestigt und so vor dem Umfallen gesichert werden.

Herz- Kreislauferkrankungen

Bewegung auf der Arbeit
Nicht nur in der Freizeit wichtig: Auch auf Arbeit sollte man sich regelmäßig bewegen! Das ist gut fürs Herz-Kreislaufsystem!

Rund fünf Prozent aller Krankschreibungen beim Arbeitgeber sind auf Herz-Kreislauferkrankungen zurück zuführen. Diese Zahl klingt gering, doch erschreckend ist, dass 40 Prozent der Deutschen an einer solchen Erkrankung sterben. Dabei kann jeder gegen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems vorbeugen.

Eine gesunde Lebensweise kann viele Erkrankungen verhindern. Hierzu gehört ausreichend Bewegung, auch während des Arbeitsalltages. Bewegung hält Körper und Geist fit und gesund. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf- und Ruhezeiten helfen dabei, Krankheiten zu vermeiden. Arbeitgeber sind hier genauso in der Pflicht wie Arbeitnehmer Krankheiten und Unfälle durch oftmals einfache Methoden zu verhindern

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